MyMz
Anzeige

Abschied

Torjäger Petr Stoilov verlässt den SSV Jahn

Zum Saisonende macht der 35-Jährige Schluss. Trainer will er nicht werden, aber vielleicht für einen unterklassigen Verein spielen.
von Heinz Reichenwallner,MZ

Nach reiflicher Überlegung ist Petr Stoilov (links) zu dem Entschluss gekommen, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern. Foto: Nickl

REGENSBURG.Petr Stoilov beendet zum Saisonende seine Karriere als Fußballprofi. „Es ist besser so, ich höre auf, als dass ich nächstes Jahr vielleicht zum Aufhören gezwungen bin“, sagt der Stürmer des SSV Jahn.

Von Stoilovs Entschluss, den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern zu wollen, ist Markus Weinzierl bereits informiert. Der Coach des Regensburger Drittligisten bedauert es, dass ihm der Offensivmann im neuen Spieljahr nicht mehr zur Verfügung stehen wird. „Es ist schade, dass der Stoile diese Entscheidung getroffen hat. Denn wir hätten gerne um ein weiteres Jahr mit ihm noch verlängert.“

Doch für Stoilov ist nun bald Schluss mit dem Profifußball. „Ich habe lange, sehr lange überlegt“, so der 35-Jährige, „bis das für mich fest stand.“ Bei dem Entschluss spiele das Alter eine Rolle, und es gebe auch private und berufliche Gründe, meint er. Was der erfolgreichste Jahn-Torschütze der vergangenen vier Jahre sportlich und beruflich nach dieser Saison macht, ist noch unklar. Ein Engagement als Trainer in der Zukunft schloss der Tscheche schon mal kategorisch aus. „Trainer will ich nicht werden.“ Möglich sei, sagt Stoilov, „dass ich mich einem unterklassigen Verein anschließen und für den spielen werde“. Zu dem Thema gebe es bereits Gespräche mit einem Klub, bestätigt er vor dem Jahn-Heimspiel gegen Dynamo Dresden am Samstag (14 Uhr).

Stoilov absolviert nun bereits die fünfte Saison beim SSV Jahn. Dass die Regensburger in der Zeitspanne einen Durchmarsch von der Bayernliga in die 3. Liga machten, war nicht zuletzt den zahlreichen Toren des baumlangen Stürmers zu verdanken. Stoilov stand in den vergangenen vier Jahren beim Jahn ständig an der Spitze der internen Torjägerliste.

Und die führte er einst bei seinem Ex-Verein, dem FC Bad Kötzting, ebenso in steter Regelmäßigkeit an. Dort spielte er sieben Jahre – zuerst in der Landesliga, dann zwei Jahre in der Bayernliga. Zuvor stand er bei Viktoria Pilsen unter Vertrag.

In Regensburg ist er nun auch schon das fünfte Jahr, was ihn inzwischen selbst überrascht. „Ich wollte eigentlich nur für zwei bis drei Jahre hier bleiben.“ Bereut hat der Familienvater sein Jahn-Engagement nicht. „Ich habe eine schöne Zeit in Regensburg.“ Kein Wunder: Denn wie schon in Bad Kötzting hat der Familienvater auch in Regensburg bereits Kult-Status erlangt.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht