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Fussball

Torwartwechsel beim Jahn

Trainer Thomas Stratos setzt im Heimspiel gegen Erfurt am Samstag auf den bisherigen Ersatzkeeper Bernhard Hendl. Patrick Wiegers muss auf die Bank.
Von Heinz Reichenwallner und Jürgen Scharf, MZ

Bernhard Hendl wird am Samstag im Tor des SSV Jahn stehen. Foto: Nickl

Regensburg. Sieben Zähler und neun Plätze liegen zwischen dem Tabellensechzehnten, dem SSV Jahn Regensburg, und dem Achten, dem FC Rot-Weiß Erfurt, bevor an diesem Samstag (14 Uhr) beide Mannschaften im Jahnstadion aufeinandertreffen. Doch allzu große Aussagekraft hat das Punkte- und Rangverhältnis nicht in dieser extrem ausgeglichenen 3. Fußballliga. Deshalb gibt sich Trainer Thomas Stratos trotz einer Außenseiterrolle auf dem Papier verhalten optimistisch und weiß auch, wie den Gästen aus Thüringen beizukommen wäre: „Wir müssen die Räume eng machen, unsere Angriffe erfolgreich abschließen und überhaupt als geschlossene Mannschaft auftreten. Dann können wir wichtige Punkte holen.“

Das hört sich relativ einfach an, doch nichts ist im Augenblick einfach für ein Team, das sich so sehr nach einem dreifachen Punktgewinn sehnt wie der SSV Jahn. Und weil man aus den vergangenen fünf Spielen nur zwei von möglichen 15 Zählern geholt hat und nur einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt ist, werden alle Reserven mobilisiert. „Wir brauchen die Unterstützung der Fans“, sagt Stratos und kündigt vielversprechend an: „Wir werden so auftreten, dass die Zuschauer hinter uns stehen. Das sind wir den Fans schuldig, schon deswegen, weil viele uns immer treu auf den weiten Auswärtsfahrten begleiten.“

Richtungsweisender Charakter

Die Worte des 47-jährigen Fußballlehrers klingen ermutigend und sind wohl auch dringend geboten. Denn es ist für den Jahn ein Spiel, wie so oft in der jüngsten Vergangenheit, das richtungsweisenden Charakter hat. Bei einem Sieg hätte er wieder ein wenig mehr Luft zum Atmen, bei einer Niederlage würde der Druck sicher noch mehr steigen. „Deshalb werden wir alles dafür tun, dass wir oberhalb des Striches bleiben, der uns von der Abstiegszone trennt“, kündigt Stratos an. Ein Erfolgserlebnis würde für Ruhe sorgen, so der Coach, und er fügt hinzu: Ruhe brauche man im Verein, dem Umfeld und in der Mannschaft.

Vor dem Abschlusstraining am Freitag hat Stratos schon mal entschieden: „Für Patrick Wiegers wird diesmal Bernhard Hendl im Tor stehen.“ Als Grund für den Torwartwechsel nannte er „die vielen Gegentreffer (24/die Red.), vor allem jene durch Standards“. Damit darf der 21-jährige Österreicher Hendl, der seit seinem Wechsel zum Jahn im Januar 2013 nur in Pokalspielen ran durfte, sein Drittliga-Debüt feiern. Auch die Position der nominellen und einzigen Sturmspitze hat der Coach neu vergeben. Für Benedikt Schmid steht diesmal Romas Dressler in der Anfangsformation. Der 26-jährige Angreifer, zuletzt gehandicapt durch eine Schambeinentzündung, nimmt damit nach fünf Punktspieleinsätzen einen neuen Anlauf. In die erste Elf und auf die Sechser-Position kehrt auch Jonatan Kotzke zurück, und der in der Vorwoche grippegeschwächte „Abi“ Amachaibou spielt diesmal wieder auf der „Zehn“ für den gelbgesperrten Aias Aosman.

Gute Trainingsleistungen

Offen lässt Stratos, ob sich auch in der Viererkette und auf den Außen etwas verändert. Möglich ist es, da der Coach nicht verhehlt, „dass sich Fabian Trettenbach sowie Markus Müller und Markus Smarzoch mit guten Trainingsleistungen empfohlen haben“.

Am Samstag kommt es auch zum Wiedersehen mit Ex-Jahnkapitän Andre Laurito. Der 29 Jahre alte Innenverteidiger ist jetzt der Abwehrchef bei Rot-Weiß Erfurt. Die vom Österreicher Walter Kogler gecoachten Thüringer hatten zwar einen guten Saisonstart, doch in den vergangenen vier Partien gewannen sie nur einmal und verloren dreimal – was wiederum als Indiz für die Ausgeglichenheit dieser 3. Liga taugt.

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