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U21 des Jahn verbucht zehn Abgänge

Trainer Yavus Ak vom abstiegsbedrohten Bayernligisten bleibt Optimist. Ende Juni soll der Trainingsbetrieb ins Laufen kommen.
Von Gerd Winkler

Duell der Kapitäne: Cihangir Özlokman von der Jahn-U21 wird im mit 2:5 verlorenem Heimspiel gegen den SV Pullach von Michael Hutterer verfolgt. Künftig geht der Deutsch-Türke für den SV Donaustauf auf Torejagd.
Duell der Kapitäne: Cihangir Özlokman von der Jahn-U21 wird im mit 2:5 verlorenem Heimspiel gegen den SV Pullach von Michael Hutterer verfolgt. Künftig geht der Deutsch-Türke für den SV Donaustauf auf Torejagd. Foto: Brüssel/Brüssel

Regensburg.Am Montag ließ die Meldung aufhorchen, dass Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 den Rotstift ansetzt und zwei Dutzend langjähriger Fahrer auf Geringverdiener-Basis, die für die Knappen-Schmiede unterwegs gewesen sind, gekündigt hat. Mit derlei Einschnitten hat die Nachwuchs-Schmiede von Zweitligist SSV Jahn Regensburg in Corona-Zeiten nicht zu kämpfen. „Bei uns gab es bis heute keine Streichungen bei den Grundgehältern für Spieler und Trainer“, berichtet Schmiede-Leiter Christian Martin: „Die Jahn-Schmiede möchte auch ihrer so-zialen Verantwortung nachkommen.“

Die Trainer hätten für das Erstellen der Heimpläne und die fortlaufende Kommunikation mit ihren Teams sogar einen erhöhten Aufwand zu stemmen, ergänzt Martin. Von Seiten der Sponsoren habe man eine große Solidarität erfahren: „Die laufenden Verträge werden erfüllt, bei den auslaufenden befinden wir uns in Gesprächen.“

Dem U21-Team droht der Abstieg

Mehr Sorgen macht derweil das sportliche Abschneiden der U21, die in der unterbrochenen „Corona-Saison“ im dicht gedrängten Tabellenkeller auf einen Relegationsplatz steht. Mit Cihangir Özlokman (23 Jahre) und Pavel Panafidin (22) sowie Marco Pfab (23) haben Leistungsträger zwischenzeitlich den Verein verlassen und bei den Bayernligisten SV Donaustauf bzw. DJK Vilzing angeheuert. „Mit dem Trio verlassen uns zweifellos Leistungsträger. Dieser Vorgang gehört im Saisonübergang für unsere U21 aber auch ein Stück weit dazu“, sagt Martin dazu: „Es wird immer so sein, dass uns Spieler altersbedingt oder auch mit Blick auf ihre eigenen sportlichen Perspektiven verlassen.“

Dieses Team sehe er als Entwicklungsmannschaft für sehr junge Spieler, die an die Anforderungen des Herrenfußballs herangeführt und idealerweise mit Perspektiven in Richtung Profi ausbildet werden sollen. Weitere Spieler stehen unmittelbar vor dem Absprung: Routinier Eduard Root (28), Tom Bögl (21), Manuel Geiger (21), Valentin Gressel (20), Daniel Ertel (20), Saher Bhatti (20) und Torhüter Merlin Rudzki (20). „Das bringt natürlich Herausforderungen mit sich“, kommentiert der Schmiede-Leiter die zehn Abgänge vom 21-Mann-Kader.

Auf der Habenseite ist ein Quintett (Simon Haimerl, Bryan Stubhan, Benedikt Fischer, Julian Ziegler, Quirin Huber), das mit einem Vertrag ausgestattet wurde, aus der eigenen Bayernliga-A-Jugend zu verbuchen – pus Finn Jörn von der Bayernliga-U19 der SpVgg Unterhaching. Gespräche mit weiteren potenziellen externen Neuzugängen laufen derweil, versichert Martin. Die weiteren altersbedingt ausscheidenden U19-Akteure können indes den Jahn ohne Hürden verlassen. Das heißt: „Für Spieler, die die Jahn-Schmiede nach der U19 verlassen, verlangt der Jahn keine Ausbildungsentschädigung, da wir die Arbeit in der Schmiede an dieser Stelle auch ein Stück weit als Dienstleistung an der Region und unseren Spielern sehen, die wir gerne erbringen“, stellt Christian Martin klar: „Unser Ziel ist es, möglichst viele gut ausgebildete Spieler zur Verfügung zu stellen, die dann für die Vereine in Ostbayern auflaufen.“

Derweil geht der Blick von Trainer Yavus Ak naturgemäß nach vorne: „Es geht nun darum, genau wie jedes Jahr, die neuen Spieler zu integrieren und an deren Entwicklung zu arbeiten.“ Den Substanzverlust schiebt der A-Lizenzinhaber im Abstiegskampf beiseite: „Wir sprechen bewusst von einer U21 und halten uns in der Altersstruktur auch an diese Vorgabe.“ Das bedeutet, nahezu ausschließlich auf die Jahrgänge 2000 und 2001 zu setzen.

Weichen mit Trainern gestellt

In den zurückliegenden Wochen hatten die Spieler ein individuelles Athletikprogramm zu absolvieren. Ende Juni wird Ak mit seiner Truppe schrittweise in den Trainingsbetrieb einsteigen: „Wir müssen sehen, wie wir das im Rahmen der Vorgaben in Richtung Spielbetrieb steigern können.“ Zuerst will er mit Kleingruppen-Training starten und hoffen, möglichst bald vollwertigen Kontaktsport betreiben zu können. „Klar wissen wir um die Tabellensituation und wollen sie verbessern. Ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt sicherstellen“, ist Ak zuversichtlich, ab September in den restlichen elf Partien die nötigen Punkte zu holen.

Während der Spielbetrieb seit der zweiten Märzwoche unterbrochen ist, sind im Trainerbereich der Jahn-Schmiede Nägel mit Köpfen gemacht worden. Yavus Ak bleibt über die aktuell unterbrochene Saison 2019/20 an Bord. Außerdem sind die Personalien bei den A- und B-Junioren geklärt.

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