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SSV Jahn

Weiden wirft SSV Jahn aus dem Pokal

Im Oberpfalz-Derby schlägt der Fußball-Bayernligist die Profis aus Regensburg mit 1:0. In einer packenden Partie ist Max Geber der Matchwinner.
Von Jürgen Scharf, MZ

Packende Duelle prägten die Partie: hier Maximilian Scherm (l.) und Patrick Lienhardt Foto: Nachtigall

Weiden.Faustdicke Überraschung im Achtelfinale des BFV-Pokals: Im prestigeträchtigen Oberpfalz-Derby gewinnt die SpVgg SV Weiden am Mittwochabend mit 1:0 gegen Jahn Regensburg. Das goldene Tor für den Bayernligisten gegen die in der 3. Liga zwei Spielklassen höher angesiedelten Regensburger schoss Max Geber (44.). Thomas Kurz hatte kurz zuvor einen Foulelfmeter für die Regensburger verschossen.

Das Verletzungspech des SSV Jahn schlug sich im Kader fürs Pokalspiel nieder. Da Keeper Stephan Loboue (Schultereckgelenkssprengung) ausfällt, stand zwar Dominic Bergdorf in Weiden im Kasten, ein Ersatzkeeper war aber nicht dabei. Der dritte Torwart Alexander Heep war vor der Saison nicht auf die Spielerliste für den BVF-Pokal gesetzt worden. Ansonsten schickte Jahn-Trainer Alexander Schmidt sein bestes Team aufs Feld.

Die 1128 Zuschauer im Sparda-Bank-Stadion sahen in der Anfangsphase eine Regensburger Mannschaft, die Ball und Gegner kontrollierte. Zu echten Torchancen kam sie aber selten. Die beste hatte Patrick Lienhard, der nach einem wunderbaren Pass von Fabian Trettenbach auf und davon lief. Weidens Torwart Dominik Forster lenkte den Schuss über die Latte (19.).

Mitte der ersten Halbzeit wurden die Weidener kecker und starteten erste Angriffe. SpVgg-Stürmer Ralf Egeter zog aus 20 Metern ab, zielte aber etwas übers Tor (29.). Dies war der Startschuss für eine gute Phase der Gastgeber. Alexander Schmidt hielt es nicht mehr auf der Trainerbank. Immer wieder rief er Anweisungen, um Ordnung in die Reihen seiner Jungs zu bekommen. In der 42. Minute hatte er dann allerdings schon den Torschrei auf den Lippen. Weidens Torwart Forster hatte Benedikt Schmid im Strafraum gefoult. Es gab Elfmeter, den Thomas Kurz schoss, aber an Forster scheiterte. Endgültig bedient war Schmidt, als die Weidener eine Minute vor der Pause einen starken Angriff fuhren, den Geber zum 1:0 abschloss. Die Fans der SpVgg waren aus dem Häuschen und feierten ihr Team beim Halbzeitpfiff.

Nach der Pause ging es unter Flutlicht weiter: echte Pokalatmosphäre! Die SpVgg verwaltete da zunächst erstaunlich clever ihren Vorsprung. Es dauerte bis zur 59. Minute, ehe der Jahn mal wieder gefährlich vors Weidener Tor kam und Aias Aosman knapp daneben schoss. Zehn Minuten später war es wieder Aosman, der abzog, doch Forster reagierte glänzend.

Minute um Minute verstrich. Schmidt wurde immer aufgeregter. Die Sensation lag in der Luft. Weiden baute einen Riegel vor dem eigenen Strafraum auf, der Jahn rannte verzweifelt an. Sechs Minuten vor Schluss köpfte Christoph Rech aufs Weidener Tor – wieder stand Forster richtig. Einsatzwille war den Regensburgern nicht abzusprechen, gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber reichte dies alleine nicht aus. Als der alles überragende Forster drei Minuten vor Schluss noch einen Ball aus der Ecke fischte, war es entschieden – und der Jahn aus dem Pokal raus.

Für die wütenden Regensburger Fans wurde nach dem Abpfiff der Sportchef zur Zielscheibe ihres Zorns: Sie skandierten „Keller raus!“.

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