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Soziales

Eine Kooperation bewegt Menschen

Caritas-Schwangerschaftsberatung und Maschinenbau-Studenten arbeiten Hand in Hand. Sie suchen Lösungen für behinderte Eltern.

Die Caritas-Beraterinnen Irene Hau (ganz links) und Elisabeth Fink (Bildmitte) nehmen den Kinderwagen von Stephan Boerboom, Leiter Technik und Entwicklung TFK (2. v. r.) und TFK-Geschäftsführer Stefan Erber (ganz rechts) entgegen. Professor Thomas Schratzenstaller von der OTH Regensburg (3 v. r.) stellte den Kontakt her.
Die Caritas-Beraterinnen Irene Hau (ganz links) und Elisabeth Fink (Bildmitte) nehmen den Kinderwagen von Stephan Boerboom, Leiter Technik und Entwicklung TFK (2. v. r.) und TFK-Geschäftsführer Stefan Erber (ganz rechts) entgegen. Professor Thomas Schratzenstaller von der OTH Regensburg (3 v. r.) stellte den Kontakt her. Foto: Caritas Regensburg

Regensburg.Für Maria (Name geändert) ist es ein alltägliches Problem: Wie kann ich meinen Kinderwagen schieben? Die junge Mutter sitzt im Rollstuhl und hat eine kleine Tochter. Maria wandte sich mit diesem Problem gleich an die Caritas-Schwangerschaftsberatung Regensburg, Adolf-Schmetzer-Straße 2-4. Dort läuft seit 2013 das Projekt „Mama oder Papa mit Behinderung“. Die beiden Beraterinnen suchten nach einer Lösung und wurden fündig: bei Studenten der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg.

„Wir brauchten technische Unterstützung, die Studenten und Professoren haben das Know-how“, so die beiden Beraterinnen Irene Hau und Elisabeth Fink von der Caritas-Schwangerschaftsberatung Regensburg. Der Weg an die Hochschule (OTH) vor der Haustür war irgendwie logisch.

Beide Seiten profitieren

Seit einigen Wochen besteht die Kooperation zwischen der Caritas-Schwangerschaftsberatung und der Fakultät für Maschinenbau an der OTH Regensburg in der Galgenbergstraße 30. „Unsere Studierenden profitieren von dieser Arbeit ungemein. Sie können sich einerseits fachlich weiterentwickeln und andererseits mit ihren Ergebnissen anderen Menschen direkt helfen“, sagt Professor Dr. Thomas Schratzenstaller von der OTH. Zusammen mit 15 seiner Studenten entwickelt er derzeit mehrere mechanische und elektronische Hilfsmittel für die Klientinnen und Klienten des Caritas-Projekts. Alle Konstruktionen sind Prototypen und werden speziell für die betreffende Person angefertigt. Eines dieser Hilfsmittel ist ein Ankoppelsystem für einen Kinderwagen an Marias Elektrorolli.

Doch es gab noch ein anderes Problem: Maria konnte keinen Kinderwagen finden, der für ihren Elektrorolli geeignet war. Wieder half die Verbindung zur Hochschule. Auf Vermittlung der Fakultät konnte mit der Firma TFK (Trends for Kids) aus Ergolding ein namhafter Kinderwagenhersteller gewonnen werden. TFK spendete einen Kinderwagen, an den das Ankopplungssystem montiert werden kann. „Für uns mag das eine Kleinigkeit sein, aber für Maria ist das eine riesige Entlastung“, sagt Elisabeth Fink. Die Beraterin sitzt selber im Rollstuhl, ist Mutter von drei Kindern und weiß, wovon sie spricht.

Der Weg geht weiter

„Wir haben schon etwas bewegen können, sind aber immer noch am Anfang. Wir wollen noch Vieles für unsere Klientinnen und Klienten erreichen“, so Fink weiter. Aktuell läuft ein Förderantrag bei Sternstunden e.V. Professor Thomas Schratzenstaller und seine Studenten sitzen derweil an weiteren Projekten. So arbeiten sie zum Beispiel an einem Transportsystem für den Hausbereich und an einer Ausstiegshilfe für einen Rollstuhl.

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