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Finanzen

Eintritt ins Freibad soll teuerer werden

Abensberger Werkausschuss plädiert für den Vorschlag der Verwaltung. Nach zwei Jahrzehnten sei die Erhöhung angebracht.
von Wolfgang Abeltshauser

Das Abensberger Freibad.
Das Abensberger Freibad.Foto: Dr. Satzl

Abensberg..Die Abensberger Badefreunde müssen sich für die kommende Freibad-Saison auf höhere Eintrittspreise einstellen. Die Entgelte sollen um 20 bis 30 Prozent steigen. So lautet die Empfehlung des Werkausschusses. Die endgültige Entscheidung liegt jetzt beim Stadtrat. Stadtwerkechef Hans Schmid und Bürgermeister Dr. Uwe Brandl begründeten den Schritt vor allem mit den kommenden Investitionen im Freibad. Letztmals erhöhte die Kommune die Preise im Jahr 1995. Vor 14 Jahren gab es eine Änderung, das war aber lediglich eine Anpassung im Rahmen der Euroumstellung.

Dem Ausschuss lagen mehrere Varianten für die Erhöhung vor. In zwei Fällen wäre allein die allgemeine Preissteigerung ausgeglichen worden. Eine dritte Variante – für sie stimmte der Ausschuss letztendlich ohne Ausnahme – war in die Zukunft gerichtet. So drückte es Hans Schmid aus. Denn es müsse auch Geld hereinkommen, um anstehende Investitionen zu schultern. Sicherlich müsse in der kommenden Zeit an der Erwärmungsanlage für das Badewasser gearbeitet werden. Und es sei schon seit längerem daran gedacht, die Eingangshalle neu zu gestalten.

Rote Zahlen sind Routine

Rote Zahlen schreibe das Bad ohnehin. „Das Freibad macht jedes Jahr ein erhebliches Minus“, war vom Stadtwerkechef zu hören. Er nannte eine Zahl von 300 000 Euro. Um das zu decken müssten die Preise laut Schmid um das Sechsfache steigen. Die jetzt angedachte Erhöhung würde laut Schmid jährlich rund 30 000 Euro mehr in die Kasse spülen.

Auch wenn am Ende alle Gremiumsmitglieder für diesen Erhöhungsvorschlag stimmten, machen sie es sich nicht einfach. Nicht nur Dietmar Schweiger hatte Bauchschmerzen bei der Vorstellung, die Preise so deutlich anzuheben. Ihm missviel vor allem, dass für Kinder bis 14 Jahren das Entgelt von 1,5 auf 2,5 Euro steigen würde. Der Bürgermeister räumte ein, dass übereinzelne Positionen durchaus geredet werden könne. Solange es Mehreinnahmen gibt. Und so einigte sich das Gremium darauf, von Kindern bei Einzelkarten zwei Euro zu verlangen.

„Immer noch günstig im Vergleich“

Michaela Mader-Hampp wollte die Erhöhung schon nachvollziehen: „Nach 20 Jahren kann man das schon machen.“ Sie drängte aber darauf, im Beschluss festzuhalten, wann das nächste Mal darüber abgestimmt werde, ob mehr Geld verlangt wird. Schon wieder nach zwei Jahren – das wäre nicht gut. Im Beschlussvorschlag für den Stadtrat steht jetzt, dass das Thema in fünf Jahren wieder auf die Tagesordnung kommen soll. Auch Marion Huber-Schallner sprach sich für die Erhöhung aus. „Dann ist unser Bad immer noch vergleichsweise günstig“, stellte sie mit Blick auf Zahlen benachbarter Bäder fest. Diese lagen dem Gremium zur Einsicht vor.

Schmid und Brandl betonten, dass es viele auswärtige Gäste gebe – weil eben das Abensberger Freibad eben so attraktiv sei. Schmid sieht in der Erhöhung eine Möglichkeit, diese auch fair an den Kosten zu beteiligen. Ohne eine Erhöhung würden die ja allein die Abensberger Steuerzahler tragen. Jetzt hat der Stadtrat das Wort.Familienkarten würden laut dem Vorschlag der Verwaltung 70 statt 50 Euro kosten. Für die Saisonkarten ist angedacht, sie um 15 Euro zu erhöhen. Sie kosten derzeit 35 Euro für Erwachsene und 20 Euro für Kinder, Jugendliche, Studenten und Schwerbehinderte. Für eine Einzelkarte für Erwachsene sind dann drei Euro statt zwei im Spiel, Kinder sollen zukünftig zwei Euro zahlen.

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