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Valentinstag

Blumen für die Liebe verschenken

Zum Valentinstag gehören Rosen für viele dazu – egal, ob man sie direkt überreicht oder liefern lässt. Experten geben Tipps.
Von Susanne Wolf, Benedikt Wenck und Simone A. Mayer

Gerade rote Rosen stehen wie keine andere Blume für die Liebe – sind doch ihre Blätter herzförmig. Foto: Robert Günther/dpa
Gerade rote Rosen stehen wie keine andere Blume für die Liebe – sind doch ihre Blätter herzförmig. Foto: Robert Günther/dpa

Regensburg.Für die einen ist er ein reiner Kommerztag, für die anderen etwas ganz Besonderes: der Valentinstag. So oder so – kaum jemand kommt daran vorbei, seiner Liebsten oder seinem Liebsten etwas zu schenken. Und wenn es nur ein kleines Präsent ist, das zeigt: „Ich denke an dich und ich mag dich!“ Das können beispielsweise Pralinen oder eine nette Grußkarte sein. Das beliebteste Symbol für diesen Liebesbeweis sind jedoch Blumen. Wer dabei klassischerweise zu Rosen greift, sollte jedoch einiges beachten.

Blumen vom Floristen

Wer seinen Partner direkt am Valentinstag trifft, hat es natürlich leicht: Er geht vorher zum Floristen, kauft Rosen und überreicht sie dann beim Treffen. Gerade die rote Variante steht wie keine andere Blume für die Liebe – sind ihre Blätter doch herzförmig. Zudem ist Rot die Farbe der Liebe.

Pinke Rosen stehen für die junge Liebe. Foto: Florian Schuh/dpa
Pinke Rosen stehen für die junge Liebe. Foto: Florian Schuh/dpa

Aber: Rote Rosen sind rund um den Valentinstag besonders teuer – und nicht immer passend. Warum also beispielsweise bei einer frischen Liebe nicht einfach auf rosa Blüten zurückgreifen? Sie stehen laut Blumenbüro für Glück, Dankbarkeit und Tugend. Weiß kann passend für eine lange bestehende Liebe sein. Diese Blütenfarbe steht für die wahre Liebe, Reinheit und Würde. Freunden kann man auch gelbe oder orange Blumen kaufen, steht doch Gelb für intime Freundschaft und Verbundenheit sowie Orange für Wertschätzung und Sympathie.

Laut dem Blumenbüro lassen sich auch über Farbkombinationen Gefühle ausdrücken. So stehen ein weiße und eine rote Rose vereint für den Wunsch, für immer zusammen zu sein. Eine einzelne Rose im Strauß kann die Botschaft übermitteln: „Du bist die oder der Einzige für mich!“ „Sicherheitshalber“ sollte man das dem anderen aber auch noch einmal sagen. Denn wer kennt sich schon mit den Details der floralen Symbolsprache aus?

Damit die Geschenke sich möglichst lange halten, stehen Rosensträuße übrigens besser nicht in der grellen Sonne, im Durchzug, neben einer Heizung oder neben Obst, das immer etwas Reifegas verströmt. Auch wenn die Sträuße frisch vom Floristen kommen, sollte man die Stiele leicht schräg anschneiden. So können sie besser Wasser aufnehmen. Außerdem sollte die Vase für eine lange Haltbarkeit sauber und das Wasser frisch sein.

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Blumen aus dem Internet

Blumen überreicht man am besten immer persönlich. Wenn das jedoch nicht möglich ist, dann bieten sich Onlineshops an. Dafür kann man bequem vom Rechner, Smartphone oder Tablet aus den Blumenstrauß seiner Wahl bestellen. Zudem ist bei den meisten Anbietern das Aussuchen eines speziellen Liefertermins möglich.

Blumensträuße überreicht man am besten persönlich. Geht das nicht, bieten sich Onlineshops an. Foto: Franziska Gabbert/dpa
Blumensträuße überreicht man am besten persönlich. Geht das nicht, bieten sich Onlineshops an. Foto: Franziska Gabbert/dpa

Wenn man an Valentinstag für ein persönliches Treffen verhindert ist, sollte man sich vorab kundig machen und rechtzeitig die Blumen ordern. Denn: Kurzfristige Lieferungen sind oft nicht möglich – oder man muss bei den meisten Onlinehändlern einen Aufschlag dafür zahlen. Die Lieferung erfolgt entweder mit einem Paket oder ein Florist vor Ort übernimmt den Auftrag und die Zustellung. Ist es kurz vor knapp, kann man auch selbst den Hörer in die Hand nehmen und bei Floristen vor Ort anrufen. Auch diese liefern oft Blumen nach Hause.

Wissenswert bei dieser Kaufmethode ist, dass es bei Blumen für Käufer einen wichtigen Unterschied zu anderen Artikeln aus dem Internet gibt: „Man hat bei Schnittblumen in der Regel kein Widerrufsrecht“, sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das heißt: Gefällt der Strauß einfach nur nicht oder wollen Käufer die bestellten Blumen nun doch nicht verschicken, haben sie in aller Regel keinen Anspruch auf eine Rückerstattung.

Anders sieht es hingegen aus, wenn ein ganz anderer Strauß geliefert wird, als man ihn bestellt hat. Stecken statt Rosen zum Beispiel Nelken oder Gerbera drin, können Kunden das reklamieren und müssen den Strauß dann natürlich nicht bezahlen. Die Frage sei nur, ob das auch funktioniert, wenn man den Strauß nicht für sich selbst bestellt hat, wendet Tryba ein.

Auch wenn die Blumen welk ankommen, sei das ein Mangel. „Dann greift die Gewährleistung“, sagt Tryba. Er empfiehlt, den Strauß dann direkt zu fotografieren und den Mangel dem Händler anzuzeigen. Mitunter gebe es auch eine Zufriedenheitsgarantie, auf die sich Kunden berufen können.

Blumen fürs Gartenbeet

Abgeschnittene Rosen halten sich nur einige Tage. Langlebiger sind hingegen Rosenstöcke für den Garten. Zwar ist die beste Zeit zum Pflanzen der Herbst, aber auch im Februar ist es möglich. Wer sich jedoch im Gartencenter auf die Suche nach grünen Pflanzen begibt, wird enttäuscht werden.

Ein lange währendes Geschenk zu Valentinstag ist ein Rosenstock fürs Gartenbeet. Momentan kann man meist nur die Wurzeln von Beetrosen kaufen. Bald erblühen sie aber in solch einer Pracht. Foto: Pflanzenfreude.de/dpa
Ein lange währendes Geschenk zu Valentinstag ist ein Rosenstock fürs Gartenbeet. Momentan kann man meist nur die Wurzeln von Beetrosen kaufen. Bald erblühen sie aber in solch einer Pracht. Foto: Pflanzenfreude.de/dpa

Momentan gibt es viele wurzelnackte Gehölze statt der üblichen Containerware im Angebot. Das heißt: Die Pflanzen haben keinen Topf und auch keine Erde um die Wurzeln. Der Nachteil: Das sieht natürlich nicht besonders schön aus. Schon gar nicht als Präsent an Valentinstag. Der Vorteil ist aber, dass diese Pflanzen oft fast um die Hälfte günstiger als Containerware sind.

Damit die Pflanzen keine Schäden erleiden, müssen wurzelnackte Rosen recht schnell eingesetzt werden. Das ist im Winter immer dann möglich, wenn der Boden nicht gefroren ist. Findet sich nicht direkt Zeit dafür oder ist die Witterung ungünstig, lassen sich die Wurzeln bis zur Pflanzung provisorisch schützen. Die Gehölze kommen dafür in eine flache Furche und die Wurzeln werden mit Erde zugedeckt, erläutert die Bayerische Gartenakademie.

Um den Valentinstag herum werden häufig von Floristen kleine und bereits blühende Topfrosen angeboten. Sie müssen letztlich auch im Freien landen, denn im Zimmer halten sie sich aufgrund der Wärme, der trockenen Luft und der begrenzten Helligkeit nicht lange. Auch sie können im Winter schon in den Gartenboden gesetzt werden – je kürzer sie im Haus waren, desto bessere Chancen haben sie, zu überleben.

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Viele Menschen schenken ihren Liebsten an Valentinstag beispielsweise Blumen, für andere ist es ein Kommerztag.

Ein absolutes No-Go

Und dann gibt es noch diese andere Variante: Kunstblumen. Das kann man ruhig einmal probieren. Das „Echo“ der oder des Liebsten wird aber wohl nicht positiv sein. Möglich ist sogar, dass man seinen Kunstblumenstrauß oder -stock um die Ohren bekommt. Denn Kunstblumen sind – auch wenn sie gerade wieder im Trend sind und immer realistischer gearbeitet werden – für viele ein absolutes No-Go, wenn es um den romantischen Liebesbeweis an Valentinstag geht. Und sie sind vergleichbar mit einem einfallslosen Weihnachtsgeschenk wie einer Bratpfanne oder Socken.

Künstliche Blumen, hier eine Orchideenblüte, werden zwar immer realistischer, kommen aber an echte Blumen nicht ran. Darum sollte man zumindest an Valentinstag richtige Blumen verschenken. Foto: Jens Büttner/dpa
Künstliche Blumen, hier eine Orchideenblüte, werden zwar immer realistischer, kommen aber an echte Blumen nicht ran. Darum sollte man zumindest an Valentinstag richtige Blumen verschenken. Foto: Jens Büttner/dpa

Darum sollte man an Valentinstag den Gang zum Floristen nicht scheuen und seinem Partner oder seiner Partnerin ein romantischens Geschenk in Form eines Blumengrußes machen. Denn auch wenn echte Blumen nicht beständig sind und nach ein paar Tagen verwelken, erfreuen sie den Beschenkten doch mehr, als künstliche.

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