MyMz

Kinder probieren Stand Up Paddling aus

Der Brandler Nachwuchs probierte den Trendsport Stand Up Paddling aus. Auch das Krokodil vom Kanuclub war mit dabei.
Von Renate Beck

Spaß und Übung gehört dazu beim Stand Up Paddling.
Spaß und Übung gehört dazu beim Stand Up Paddling. Foto: Renate Beck

Ihrlerstein.Es ist Dienstag 11 Uhr. Das Thermometer zeigt 28 Grad. Ideales Wetter für einen erlebnisreichen Tag des Ihrlersteiner Ferienprogramms mit dem „Schnupperkurs Stand Up Paddling mit dem Kanu Club“ im Alten Hafen Kelheim.

22 Brandler Kinder paddeln dort den Vormittag über wie schon im Vorjahr mit viel Spaß in Kanubooten um die Wette, gleiten im Kanadier über die ruhige Wasseroberfläche und drehen im Spaßboot, dem grünen Krokodil, ihre Runden.

Neuen Trend ausprobieren

Rauf aufs Brett und los geht’s.
Rauf aufs Brett und los geht’s. Foto: Renate Beck

In diesem Jahr können sie erstmalig einen neuen Trendsport für sich entdecken: Beim Stand Up Paddling (SUP) dürfen sie ausprobieren, wie man stehend auf einem Board über das Wasser gleiten kann. Mit dem Stechpaddel abwechselnd in der rechten und in der linken Hand bewegen sich diese Sportler über Wasser fort.

Ausflüge

Zehn Freizeit-Tipps für die Ferien

Ob auf dem Wasser oder an Land: Der Landkreis Kelheim bietet viele Freizeitmöglichkeiten für die ganze Familie.

Als Betreuer mit dabei sind die Ihrlersteiner Gemeinderäte Gabi Schmid und Michael Einzinger sowie die beiden Kanuten Josef und Ludwig Häckl. Weil Sicherheit oberste Priorität hat, legen die jungen Wassersportler Schwimmwesten an.

Um den Corona-Abstandsregeln gerecht zu werden, schickte der Kanuclub (KCK) erstmalig zur Ferienwoche auch zwei vereinseigene SUP Board mit aufs Wasser beim Vereinsheim am Alten Hafen. Körperkontakt durch helfende Betreuer muss bei diesem Sport nicht sein. „Bei den Stand Up Paddle Boards können die Kinder zum Ausprobieren ohne fremde Hilfe aufsteigen“, erklärte KCK-Vorsitzende Marianne Fruth. Drei SUP-Boarde stehen seit einiger Zeit zum Ausleihen für interessierte Vereinsmitglieder zur Verfügung. Mehr nicht, denn: „Wir sind noch immer Kanufahrer.“

Stand Up Paddling

  • Entstehung:

    Stehpaddeln kann auf mehrere Ursprünge zurückgeführt werden. Zum Einen bewegten sich polynesische Fischer vor Tahiti in ihren Kanus stehend paddelnd auf dem Meer fort.

  • Hawaii:

    Zum anderen nutzten Surflehrer auf Hawaii Stehpaddeln als komfortable Fortbewegungsart, um durch den Einsatz eines Paddels mit ihren Surf-Boards schneller vom Ufer zu den wellenbrechenden Riffen und zurück zu gelangen. (Quelle: Wikipedia)

Man sagt, Stand-Up-Paddling sei einfach, schnell und ohne großen Aufwand leicht erlernbar. Auch, dass es Jung und Alt gleichermaßen viel Spaß macht. Gemütliche Menschen können damit ruhig übers Wasser gleiten; sehr sportliche über Wellen reiten. Beliebt sind die aufblasbaren SUP-Boards, die klein zusammengelegt bequem im Rucksack zu transportieren sind.

Die Technik macht’s

Rein ins Wasser.
Rein ins Wasser. Foto: Renate Beck

Was als großer Spaß endet, gestaltet sich zunächst aber als eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Vom Wasser aus klettern die Ihrlersteiner Schnupper-Kinder auf das Board. Quer darüber liegt das dazugehörige Paddel bereit. Jetzt gilt es, sich langsam aufrichten. Die Füße stellen sie dabei parallel zueinander nah an den seitlichen Boardrand.

Hoch aufgerichtet tauchen die Schüler das lange Paddel unter höchster Konzentration per Hand weit nach vorne ins Wasser ein. Kraftvoll ziehen sie es durch das Wasser. Der Paddelknick zeigt dabei nach vorne weg.

Nach einigen Paddelzügen tauschen sie die Hand. Manche stehen an diesem Schnuppertag das erste mal auf so einem wackeligen Board. Das Gleichgewicht darauf zu halten, ist für manche nicht leicht, für andere scheint dies kein Problem zu sein. Sogar ein Richtungswechsel ist möglich. Der Blick übers Wasser lässt bereits geübte Stand Up Paddler erkennen.

Leni Schlickeiser ist eine davon. Sie verrät, dass sie seit vergangenem Jahr selber so ein Board besitzt. „Ein aufblasbares für den Rucksack.“ Mit ihren Freundinnen fährt sie damit öfters an den Riedenburger Agathasee. Freudig ergänzt sie: „Papa und Opa machen da auch mit.“

Die Beliebtheit dieser Freizeitbeschäftigung für alle Altersgruppen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Kaum ein Gewässer, auf dem sich keine Stehpaddler fortbewegen. Wie Nicole Eberl von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Kelheim berichtet, sind dabei jedoch die Regeln der jeweiligen Schutzgebiete zu beachten.

Mehr aus Kelheim und der Region lesen Sie hier.

Weitere Artikel aus diesem Ressort finden Sie unter Familie.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht