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Onlineprivatverkäufe meist steuerfrei

Ugly Christmas Sweaters, geschmacklose Vasen oder übel riechende Parfüms: Was tun mit ungeliebten Weihnachtsgeschenken?

Oft trügt der Schein: Ein Mann hält ein golden eingepacktes Weihnachtsgeschenk in den Händen – doch manchmal überzeugt der Inhalt den Empfänger nicht. Foto: Gerald Matzka/dpa
Oft trügt der Schein: Ein Mann hält ein golden eingepacktes Weihnachtsgeschenk in den Händen – doch manchmal überzeugt der Inhalt den Empfänger nicht. Foto: Gerald Matzka/dpa

Berlin.Wer seine ungeliebten Weihnachtsgeschenke nach dem Fest über das Internet verkauft, kann das Geld meist behalten. Denn Verkäufe von sogenannten Gegenständen des täglichen Gebrauchs sind grundsätzlich steuerfrei, erklärt die Bundessteuerberaterkammer in Berlin. Der Grund: Gebrauchte Gegenstände kann man meistens nur mit Verlust verkaufen. Wer also einen getragenen Pulli oder ein gebrauchtes Handy weiterverkauft, muss das nicht dem Finanzamt mitteilen.

Etwas anderes gilt für Wertgegenstände: Für Schmuck, Edelmetalle, Kunstgegenstände, Antiquitäten, Oldtimer oder Sammlerobjekte gilt eine Spekulationsfrist von einem Jahr. Es muss in der Einkommensteuererklärung angegeben werden, wenn die Gegenstände innerhalb der Frist mit Gewinn verkauft werden. Das gilt zumindest, wenn dieser nach Abzug der Kosten und nach Verrechnung mit eventuellen Verlusten mehr als 600 Euro betragen hat. Der gesamte Gewinn unterliegt als „sonstige Einkünfte“ dem persönlichen Einkommensteuersatz.

Gewerblicher Handel ist steuerpflichtig

Eine Rolle spielt auch, wie häufig gehandelt wird. Werden öfter und gezielt Gegenstände mit Gewinn verkauft, kann das Finanzamt unter Umständen einen gewerblichen Handel annehmen. Ob dies von dem Verkäufer beabsichtigt war oder nicht, spielt keine Rolle. Die Grenze zwischen steuerfreien Privatverkäufen und steuerpflichtigem gewerblichen Handel ist dabei fließend.

Als Anhaltspunkte für eine Einordnung können unter anderem folgende Kriterien herangezogen werden: Dauer und Intensität der Verkaufsaktivitäten, die Höhe der Einnahmen und die Regelmäßigkeit der Verkäufe über längere Zeiträume. Wer dann noch gezielt Gegenstände kauft, um sie wieder zu verkaufen, oder einen professionellen Internetauftritt hat, kann schnell als Gewerbetreibender gelten. In diesem Fall ist die gewerbliche Tätigkeit dem Finanzamt zu melden.

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