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Ratgeber

So gelingt die Einschulung optimal

Der Übergang in die Schule stellt einen wichtigen Schritt im Leben dar. Wir klären auf, was es für Eltern zu beachten gibt.
Von Dominic Hochholzer

In vielen Fällen kann die anfängliche Begeisterung bei der Einschulung schnell kippen. Foto: Armin Weigel/dpa
In vielen Fällen kann die anfängliche Begeisterung bei der Einschulung schnell kippen. Foto: Armin Weigel/dpa

Regensburg.Mit der Schulzeit beginnt auch der Ernst des Lebens. Sprüche dieser Art musste sich wohl jeder anhören. Und auch wenn solche Aussagen maßlos überzogen sind, so schlummert doch ein Fünkchen Wahrheit in ihnen. Anstelle der lockeren Struktur und persönlichen Freiheit im Kindergarten, tritt nun ein deutlich strengerer und fordernder Alltag. In der Schule bekommen alle Kinder die gleichen Aufgaben, wodurch Unterschiede und Schwächen schnell ersichtlich werden. Das kann Kinder leicht demotivieren. Achten Sie deshalb darauf, gewisse Rückstände frühzeitig zu erkennen und auszugleichen. Aber übertreiben Sie es nicht! Jedes Kind hat nicht nur Stärken und Schwächen, sondern lernt auch in seinem eigenen Tempo. Mit den nachfolgenden Informationen kann die Gratwanderung gelingen.

Den Übergang mit Motivation gestalten

Auch wenn der Übergang für Kinder und Eltern gleichermaßen eine Herausforderung darstellt, sollten Sie unbedingt darauf achten, ihre eigenen Ängste und Unsicherheiten nicht auf ihr Kind zu übertragen. Ein Großteil der Kinder freut sich auf die Einschulung und ist begierig darauf, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen. Bei dieser Lernmotivation können Eltern ansetzen.

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So trainieren Sie den Schulweg

2018 wurden in der Oberpfalz 61 Kinder auf dem Schulweg verletzt. Hier gibt’s Tipps, worauf Kinder und Eltern achten müssen.

Schüren Sie Vorfreude und Neugier, suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit ihrem Kind und gestalten Sie den Übergang als längerfristigen Prozess innerhalb der Erziehung. Dabei helfen vor allem etablierte Rituale. Durch das Abschiedsfest im Kindergarten oder den gemeinsamen Kauf der ersten Schultasche verbinden Kinder die Veränderung mit positiven Gefühlen. Sie können gerne von ihrer eigenen Schulzeit erzählen, aber vermeiden Sie einseitige Horrorgeschichten, sondern versuchen Sie mit ihren Erfahrungen vor allem Neugier beim Nachwuchs zu schüren.

Achten Sie auf Grundkenntnisse

Ein großer Stellenwert liegt mittlerweile auf den sogenannten Vorläuferfähigkeiten. Dabei handelt es sich um gewisse Kompetenzen, die von Kindern bei der Einschulung verlangt werden. Die meisten dieser Fähigkeiten entwickeln sich ganz natürlich und werden zudem von Erziehern im Kindergarten und Kinderärzten bei der Schuleingangsuntersuchung überprüft.

Dennoch schadet es nicht, auch als Elternteil ein Auge darauf zu haben. Viele dieser Fähigkeiten lassen sich spielerisch vermitteln, etwa eine grundlegende Lesefähigkeit durch die Bedeutung von Schildern und Tafeln. Zudem fallen Aspekte wie Konzentration, Merkfähigkeit, Vorstellungskraft und logisches Denken in diese Kategorie. Der visuellen und auditiven Wahrnehmung kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu. Achten Sie darauf, wie ihr Kind auf äußere Reize reagiert. Tritt es beispielsweise zur Seite, wenn es eine Fahrradklingel hört?

Vernachlässigen Sie nicht die sozialen Aspekte

Oftmals unterschätzen Eltern den Einfluss von sozialen Strukturen auf die Entwicklung ihres Kindes. Fehlender Fortschritt und schlechte Noten müssen nicht zwangsläufig mit der Intelligenz oder Motivation zusammenhängen, sondern spiegeln das grundsätzliche Wohlbefinden wider. Suchen Sie den Kontakt zum Klassenlehrer und klären Sie ab, ob sich ihr Kind auch wirklich wohl in der Klasse fühlt. Es kann zudem sinnvoll sein, bereits vor der Einschulung mit den Eltern befreundeter Kinder zu sprechen und darauf zu achten, dass sie in dieselbe Klasse kommen. Ein bekanntes Gesicht erleichtert den Übergang und hilft dabei, sich schneller an Veränderungen zu gewöhnen. Letztlich gilt jedoch für alle Aspekte, es nicht zu übertreiben. Sie können ihr Kind zwar unterstützen, mit vielen Veränderungen muss es aber selbst fertig werden. Und das dauert bei manchen Kindern nunmal länger, als bei anderen.

Weitere Tipps für den Schulanfang lesen Sie hier:

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