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Kultur

Theatererlebnisse für Kinder

Zuschauen, mitfiebern, selber machen: Das KinderKulturFestival zieht mit 80 Veranstaltungen den Nachwuchs auf die Bühnen.
Von Susanne Wiedamann

„Dr. Döblingers geschmackvolles Kasperltheater“ tritt beim zweiten Regensburger KinderKulturFestival in Aktion. Foto: Uli Scharrer
„Dr. Döblingers geschmackvolles Kasperltheater“ tritt beim zweiten Regensburger KinderKulturFestival in Aktion. Foto: Uli Scharrer

Regensburg.Die zweite Auflage wird besonders spannend. Wenn von 13. bis 15. März erneut zum Regensburger KinderKulturFestival geladen wird, haben die 3- bis 15-Jährigen und ihre Familien die Qual der Wahl. Denn 25 Künstler und Künstlergruppen – davon die Hälfte aus der Region – bieten rund 80 Programmpunkte an 13 Spielorten an. Das Thema: „Bretter, die die Welt bedeuten“.

Unter diesem Motto stehen sowohl Aufführungen, als auch 20 Workshops zum Mitmachen. Der Bogen spannt sich vom interaktiven Theater über Musik und Tanz bis zu Clownerie, Bühnenbildbau und Zauberei. „Es ist ein buntes und abwechslungsreiches Programm, ein breites Thema, da passiert viel“, kündigte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei der Pressekonferenz im Haus der Musik an. Das Festival will Kinder animieren, selbst künstlerisch tätig zu werden.

Besonderer Wert wird auf Nachhaltigkeit gelegt, erklärten Kulturreferent Wolfgang Dersch, Kulturamtsleiterin Christiana Schmidbauer und Thomas Pöller, Abteilungsleiter Veranstaltungen im Kulturamt. Die Kinder sollen nicht nur ein Wochenende lang unterhalten werden, sondern an Kultur herangeführt und zu eigenem, kreativen Kulturschaffen animiert werden.

Viele Acts in Jugendzentren

Dabei soll besonders auch Kindern der Zugang ermöglicht werden, in deren Familien der Besuch von Kulturveranstaltungen vielleicht nicht so üblich ist. Gewährleistet wird dies einerseits durch den Eintritt: Bis auf die beiden Gastspiele der Augsburger Puppenkiste (Vorverkauf ab 17. Februar) sind sämtliche Veranstaltungen kostenfrei. Die Stadt lässt sich das Festival rund 30 000 Euro kosten. Das berühmte Urmel ist übrigens auch in anderer Sache mit von der Partie: Es zeigt den Besuchern der Ausstellung der Fotografen der Stadt, Stefan Effenhauser und Peter Ferstl, in der Säulenhalle des Thon-Dittmer-Palais‘ die „Regensburger Bretter, die die Welt bedeuten“.

Das Fingerpuppentheater „Lejo“ kommt aus Holland zum zweiten Regensburger KinderKultur-Festival und bestreitet das Eröffnungsprogramm. Foto: Lejo
Das Fingerpuppentheater „Lejo“ kommt aus Holland zum zweiten Regensburger KinderKultur-Festival und bestreitet das Eröffnungsprogramm. Foto: Lejo

Damit möglichst viele Kinder das Angebot wahrnehmen können, findet ein großer Teil des Programms nicht nur im Zentrum, im Theater Regensburg, dem Haus der Musik, dem Thon-Dittmer-Palais oder der Akademie für Darstellende Kunst statt, sondern dezentral, zum Beispiel in den städtischen Jugendzentren. Dort wird das ganze Jahr über Kultur angeboten, sagt Rosemarie Wöhrl vom Amt für kommunale Jugendarbeit. „Jetzt haben wir aber Kultur geballt. Und die Gäste freuen sich, weil die Jugendzentren ein ganzes Wochenende offen sind.“

Auch die Festival-Eröffnung am 13. März um 17 Uhr ist in einem der Jugendzentren, im „Fantasy“ im Stadtnorden, geplant. Kinder ab drei Jahren sind zur Vorstellung des international bekannten Fingerpuppen-Künstlers Lejo eingeladen. „Hands up!“ heißt die Show, nach der die Zuschauer sich selbst Augen auf die Hände basteln können.

Farbenzauber allüberall

Ob bei den Workshops oder den Vorstellungen – es geht farbig und vielfältig zu. Die Kinder können mit Peter Engel Kulissen bauen, mit Maria Pfeiffer Papierkostüme basteln oder in der „Acting Academy To Go“ Bühnenkünste unterschiedlichster Art erlernen. Geschichtenerzählerin Cordula Carla Gerndt berichtet von einem Sprungbrett in eine andere Welt und Igor Osambasi nimmt die Kinder mit auf eine Zeitreise. Christoph Maltz’ Theater Larifari ist ebenso am Start wie die Rockgruppe Randale, das Musical Farbenzauber, Bauchredner Werner Müller oder das Lari-Fari Puppentheater aus Würzburg. Und hinter die Kulissen schauen dürfen die Kinder auch. So erfahren sie, was ein Ballettchef oder ein Musikschuldirektor so macht.

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