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Ratgeber

Das hilft gegen Mücken(stiche)

Beim Grillen, Baden oder im Bett: Überall macht es „Ssssssss“ und schon hat man einen juckenden Stich. Hier gibt’s 10 Tipps.
Von Susanne Wolf

Sie sind wieder unterwegs: Mücken. Wie kann man sich vor ihren Stichen schützen? Wir haben Tipps.Foto: Patrick Pleul/zb/dpa
Sie sind wieder unterwegs: Mücken. Wie kann man sich vor ihren Stichen schützen? Wir haben Tipps.Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

Regensburg.Gerade sind die Temperaturen wunderbar, denn der Sommer ist in vollem Gang. Doch er bringt jedes Jahr aufs Neue kleine Insekten mit sich, die uns Menschen nicht gerade erfreuen. Die Rede ist von Mücken.

Obwohl sie so klein und unscheinbar sind, können sie schnell zu riichtigen Plagegeistern werden. Einerseits ist ihr vehementes „Ssssssss“, wenn wir gerade am Einschlafen sind, richtig nervtötend. Andererseits saugen Mücken gerne menschliches Blut – was bei uns juckende und geschwollene Einstichstellen hinterlässt.

Wir zeigen, wie man sich vorbeugend schützen kann und was zu tun ist, wenn die Blutsauger gestochen haben.

1. Wasserbehälter regelmäßig leeren und sauber machen

Staut sich Wasser in einem Untersetzer, legen Mücken gerne ihre Eier darin ab. Foto: Robert Günther/dpa
Staut sich Wasser in einem Untersetzer, legen Mücken gerne ihre Eier darin ab. Foto: Robert Günther/dpa

Ob im Haus, auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten: Überall gibt es Behältnisse mit Wasser. Diese sollte man regelmäßig leeren, denn Mücken legen ihre Eier hinein. Am liebsten nutzen sie dafür abgestandenes Wasser. Wichtig ist, das Saubermachen der Wasserbehälter nicht zu vergessen, denn die Eier überleben eine bestimmte Zeit bei Trockenheit.

2. Entfernen der Larven aus dem Gartenteich und der Regentonne

Eine Schnakenlarve schwimmt im Wasser. Diese sollte man schnell entfernen. Foto: Patrick Seeger/dpa
Eine Schnakenlarve schwimmt im Wasser. Diese sollte man schnell entfernen. Foto: Patrick Seeger/dpa

Wer einen Gartenteich hat, sollte in regelmäßigen Abständen mit einem feinmaschigen Kescher die Mückenlarven daraus sowie aus der Regentonne entfernen. Denn dieser Nährboden wird gerne von Mücken für die Entwicklung ihrer Nachkommen genutzt. Entfernt man die Larven nicht, vermehren sich die Insekten enorm schnell.

3. Natürliche Hausmittel halten lästige Blutsauger ab

Die ätherische Öle der Minzehalten Mücken ab. Foto: Andrea Warnecke/dpa
Die ätherische Öle der Minzehalten Mücken ab. Foto: Andrea Warnecke/dpa

Man muss nicht gleich die chemische Keule schwingen, um Mücken zu vertreiben – schon simple Hausmittel zeigen ihre Wirkung. Ätherische Öle wie Zedernholz, Eukalyptus, Minze, Zimt, Nelke oder Zitrusöle wehren die Plagegeister ab. Die Öle kann man entweder auf die Haut auftragen oder auch mittels einer Duftlampe im Raum verströmen lassen. Mücken mögen weder Lavendel noch Basilikum oder Minze. Darum sollte man einfach Kräutertöpfe an den Fenstern aufstellen. Auch auf Tomatenpflanzen reagieren die nervigen Staunzen „allergisch“.

4. Bei großer Hitze sollte man mehrmals täglich duschen

Wer mehrmals täglich duscht, ist nicht so anfällig für Mückenstiche. Die Insekten lieben nämlich den Geruch von Schweiß. Foto: Christin Klose/dpa
Wer mehrmals täglich duscht, ist nicht so anfällig für Mückenstiche. Die Insekten lieben nämlich den Geruch von Schweiß. Foto: Christin Klose/dpa

Weibliche Mücken lieben Schweiß. Es gibt zwar noch keine eindeutigen Forschungsergebnisse, trotzdem sind sich Dermatologen sicher, dass der Körpergeruch Mücken anlockt – und sie dann zustechen, um Blut zu saugen. Darum sollte man an heißen Tagen oder nach körperlicher Anstrengung schnell duschen – und das mindestens zweimal täglich. Zudem sollte man auf stark duftende Parfüms verzichten.

5. Hardcore-Waffe: Plagegeister mit Salbei ausräuchern

Wer Salbei trocknet, zerkleinert und räuchert, kann Mücken schnell vertreiben. Foto: Robert Günther/dpa
Wer Salbei trocknet, zerkleinert und räuchert, kann Mücken schnell vertreiben. Foto: Robert Günther/dpa

Finden sich immer wieder lästige Biester in der Wohnung, weil man keine Fliegengitter angebracht hat oder sie doch ein Schlupfloch gefunden haben, dann kann man sie mit einem simplen Trick vertreiben: Man räuchert sie aus. Dafür nimmt man getrocknete Blätter des Salbeis, verreibt sie und gibt sie in eine feuerfeste Schale. Dann zündet man sie an. Den würzigen Geruch mögen die Staunzen nicht und sie kommen daher auch nicht mehr ins Haus.

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6. Wenn nichts mehr hilft, nimmt man Antihistaminika ein

Zur Prophylaxe von allergischen Reaktionen auf Mückenstiche kann man Antihistaminika einnehmen. Foto: Franziska Koark/lsn/dpa
Zur Prophylaxe von allergischen Reaktionen auf Mückenstiche kann man Antihistaminika einnehmen. Foto: Franziska Koark/lsn/dpa

Bei einigen Menschen kommt es nach Mückenstichen zu starkem Juckreiz und großen Schwellungen an den Einstichstellen. Wer so überempfindlich reagiert, sollte prophylaktisch sogenannte Antihistaminika (Allergietabletten) einnehmen.

7. Mückenstich kühlen und an der Stelle bloß nicht kratzen

Bitte nicht kratzen! Mückenstiche werden besser gekühlt oder mit einem Präparat aus der Apotheke behandelt. Foto: Andrea Warnecke/dpa
Bitte nicht kratzen! Mückenstiche werden besser gekühlt oder mit einem Präparat aus der Apotheke behandelt. Foto: Andrea Warnecke/dpa

Das A und O nach einem Mückenstich ist das sofortige Kühlen der betroffenen Stelle. Dafür eignet sich ein kühles Tuch, ein nasser Waschlappen, ein Coolpack oder auch ein Kühl-Roll-On. Letzterer ist in Apotheken oder auch in manchen Drogerien erhältlich. Enorm wichtig ist, dass man sich zügelt und an der Einstichstelle nicht kratzt. Denn durch das Kratzen bringt man schnell Bakterien in die Wunde, was eine Infektion zur Folge haben kann.

8. Spucke, Essig, Zwiebel, Aloe Vera und Zitrone lindern den Juckreiz

Wer eine Zwiebel halbiert und sie auf die Einstichstelle legt, wird schnell Linderung verspüren. Foto: Karolin Krämer/dpa
Wer eine Zwiebel halbiert und sie auf die Einstichstelle legt, wird schnell Linderung verspüren. Foto: Karolin Krämer/dpa

Nach einem Mückenstich juckt die Einstichstelle ungemein. Dagegen helfen Produkte, die man meist sowieso zu Hause hat. Wer Essig, Zitronensaft oder den Saft einer Aloe-Vera-Pflanze auf den Stich gibt, sollte schnell eine Linderung verspüren. Auch Spucke hilft. Zudem zeigt eine halbe Zwiebel, die man auf die Einstichstelle legt, baldige Wirkung. Der im Zwiebelsaft enthaltene Schwefel ist antibakteriell und lindert die Schwellung sowie den Juckreiz.

9. Helferlein aus Drogerie und Apotheke helfen bald

In der Apotheke wird man schnell fündig, wenn man Cremes gegen Mückenstiche braucht. Foto: Robert Günther/dpa
In der Apotheke wird man schnell fündig, wenn man Cremes gegen Mückenstiche braucht. Foto: Robert Günther/dpa

In Drogerien und Apotheken wird man schnell fündig, wenn man von einer Mücke gestochen wurde. Hier gibt es spezielle Cremes, die den Juckreiz lindern oder sogar unterdrücken. Gele haben einen zusätzlichen Kühleffekt und lassen die Schwellung meist schnell zurückgehen. Diese Präparate enthalten meist den Wirkstoff Dimetindenmaleat und können lokal angewendet werden. Ist es bereits – durch Kratzen – zu einer Entzündung gekommen, helfen Cremes, die Hydrocortison beinhalten.

10. Heißer Löffel und technisches Gerät wirken Wunder

Sogenannte Bite Helper werden auf die Einstichstelle gesetzt und lindern bereits nach einem Knopfdruck. Foto: Louisa Knobloch
Sogenannte Bite Helper werden auf die Einstichstelle gesetzt und lindern bereits nach einem Knopfdruck. Foto: Louisa Knobloch

Viele Menschen erhitzen zur Mückenstichbehandlung einen Löffel mit einem Feuerzeug und halten ihn auf die betroffene Stelle. Durch die Hitze werden die giftigen Eiweiße der Insekten unter der Haut zerstört und es juckt nicht mehr. Ist der Löffel aber zu heiß, kann man sich verbrennen. Sogenannte Bite Helper (Stichheiler) basieren auf der Heißen-Löffel-Idee und führen zu keinen Verbrennungen. Im Gegenteil: Sie werden auf die Einstichstelle gesetzt und lindern bereits nach einem Knopfdruck.

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