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Schmuddelwetter

Schuhpflege in der nasskalten Jahreszeit

Im Winter sind die Straßen salzig und nass. Darunter leiden Schuhe. Damit sie lange halten, braucht es die richtige Pflege.

Dass auf winterlichen Straßen gestreut wird, schadet den Schuhen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Dass auf winterlichen Straßen gestreut wird, schadet den Schuhen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Regensburg.Schuhe tragen uns durchs Leben und schützen die Füße. Je nach Material können sie im Winter aber ganz schön in Mitleidenschaft gezogen werden. Damit Schuhe nicht zum Wegwerfartikel werden und lange halten, braucht es etwas Pflege. Die hilft auch für Optik und Tragekomfort. Hier lesen Sie die wichtigsten Fragen rund um die Schuhpflege. Die Antworten dazu geben die Hauswirtschaftsprofis des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB).

Neue Schuhe imprägnieren?

Neue Schuhe erhalten bereits bei der Herstellung eine schützende Grundbehandlung. Eine zusätzliche Imprägnierung ist in der Regel nicht notwendig. Mit einem Tropfen Wasser auf den Schuh lässt sich einfach kontrollieren, ob eine Behandlung nötig ist: Perlt das Wasser ab, ist der Schuh ausreichend behandelt.

Schuhpflege – was gilt es zu beachten?

Bei einer gründlichen Reinigung immer erst Schuhbänder herausnehmen und separat waschen. Danach mit einer Schmutzbürste groben Schmutz entfernen. Lederschuhe, Stoffschuhe und Kunststoffschuhe vertragen Wasser, andere Materialien nicht nass machen.

Reinigung von Lederschuhen

Wenn Sie den Schuh nass machen, immer den gesamten Schuh mit Wasser abwaschen, um Ränder und Flecken zu vermeiden. Es eignet sich auch Lederseife oder Schuhshampoo. Anschließend die Schuhe auf einem Schuhspanner bei Raumtemperatur langsam trocknen. Schuhe mit Ledersohle nicht stellen, sondern zum Trocknen auf die Seite legen, da die Sohle sonst rissig wird.

Nach dem Trocknen die Schuhe mit dem entsprechenden Pflegemittel behandeln und eventuell imprägnieren: Tragen Sie mithilfe einer kleinen Bürste oder einem Lappen eine farblich passende Schuhcreme oder Schuhpaste auf. Achten Sie auf den richtigen Farbton. Zu dunkle Farbe kann zu einem fleckigen Ergebnis führen, das sich nicht mehr korrigieren lässt. Vergessen Sie nicht, auch die Absatzinnenseite einzucremen.

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Bei Verwendung von Schuhcreme möglichst schnell polieren, da ausgehärtete Creme keinen Glanz hervorbringt. Wachshaltige Schuhpaste hingegen möglichst lange ins Leder einziehen lassen. Je länger Sie der Paste Zeit zum Einwirken geben, umso einfacher erweist sich anschließend das Blankreiben. Polieren Sie am besten mit einer weichen Schuhbürste, zum Beispiel aus Pferdehaar, vor. Mit einem weichen Baumwolltuch bringen Sie die Schuhe auf Hochglanz.

Alle Velour-, Nubuk- und Rauhleder mit einer Gummi- oder Messingbürste vorsichtig von Verschmutzungen befreien und mit der passenden Velourlederpflege behandeln. Danach eventuell imprägnieren. Abschließend die Schuhe mit einer Krepp- oder Gummibürste vorsichtig aufrauen.

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Lack und Glanzleder nur mit einem feuchten Lappen reinigen, um Kratzer zu vermeiden. Mit einer speziellen Lacklederpflege eincremen. Nach kurzer Zeit mit einem fusselfreien Baumwolltuch polieren.

Tipps für Lackschuhe:

Verwenden Sie für Lackschuhe niemals Schuhcreme oder Wachspaste. Beide Mittel hinterlassen auf den eleganten Schuhen Streifen und Schlieren. Besonders umweltfreundlich polieren Sie Lackschuhe mithilfe von Orangenschalen. Reiben Sie vorsichtig mit der Innenseite der Obstschale über das Lackleder und erzeugen Sie auf diese Weise einen seidigen Glanz.

Bei starker Kälte die empfindlichen Lackschuhe erst langsam an Ihre Körperwärme gewöhnen. Ziehen Sie die Schuhe daher schon an, bevor Sie das Haus verlassen, damit das Lackleder die Wärme aufnehmen kann. Lackschuhe, die Sie selten tragen , mit einem Schuhspanner im Schuhbeutel aufbewahren. Auf diese Weise schützen Sie die empfindlichen Schuhe vor Kratzern.

Zur Schuhpflege aller Lederschuhe gehört auch, dass Sie den Schuhen nach einem Tag tragen einen Tag Ruhe gönnen. Das Leder braucht die Möglichkeit, die aufgenommene Fußfeuchtigkeit wieder abzugeben. Mit Schuhspannern, vorzugsweise aus Holz, unterstützen Sie dies zusätzlich. Gleichzeitig verringert sich hierdurch die Faltenbildung, die durch das Tragen entsteht.

Was tun gegen unschöne Salzrückstände?

Wichtig ist: Salzränder immer so schnell wie möglich entfernen. Leder- und Wildlederschuhe dabei zuerst mit Papier ausstopfen und bei Raumluft trocknen. „Bei Glattlederschuhen mit einem in Milch oder Buttermilch getränkten, sauberen Baumwolltuch die Salzränder abreiben, bis sie verschwinden. Alternativ löst auch verdünnte Essiglösung die Salzkruste auf“, sagt Hauswirtschaftsmeisterin Birgit Billy vom VSB. „Anschließend die Schuhe mit einem weiteren, sauberen Baumwolltuch oder einem Mikrofasertuch trockenreiben, kein Papiertuch verwenden. Auf einem Schuhspanner bei Raumtemperatur trocknen und wie gewohnt pflegen.“

Bei Kunstleder hilft schon lauwarmes Wasser, um die Salzkruste zu entfernen. Stoffschuhe nach Entfernen des Schmutzes zusammen mit unempfindlicher Wäsche im Schonprogramm in einem Schuhbeutel waschen. Anschließend gut trocknen.

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