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Geschenke

Spieletipps für Weihnachten und Nikolaus

Eine cooles Spiel für Weihnachten oder Nikolaus gefällig? Wir grenzen die Qual der Wahl ein und stellen Neuheiten vor.
Von Tanja Liebmann-Décombe

Wer spielt mit? Wir haben die Neuerscheinungen des Jahres durchforstet und für Nikolaus und Christkind eine Liste mit Tipps zusammengestellt  Foto: Sebastian Willnow/dpa
Wer spielt mit? Wir haben die Neuerscheinungen des Jahres durchforstet und für Nikolaus und Christkind eine Liste mit Tipps zusammengestellt Foto: Sebastian Willnow/dpa

Für Sammler: Speedy Roll

Laufspiele existieren viele. Besondere Laufspiele hingegen gibt es nur ganz selten. „Speedy Roll“ sticht in dieser Hinsicht hervor. Um zu ermitteln, wie weit die Spieler mit ihren Figuren vorwärtsziehen dürfen, müssen sie nämlich einen kleinen Tennisball über diverse Waldteile rollen. Die Pilze, Äpfel und Blätter können sich dann mit ihrer rauen Seite in der fusseligen Oberfläche des Balls verhaken. Die hängengebliebenen Teile geben vor, wie viele Schritte machbar sein könnten. Kniffelig ist: Um möglichst weit nach vorn zu kommen, gilt es schlaue Kombinationen zu „errollen“. Fazit: wunderbar für Kindergartenkinder geeignet; bei der kooperativen Variante gewinnen oder verlieren alle Spieler gemeinsam.

„Speedy Roll“ von Urtis Šulinskas, erschienen bei Lifestyle Boardgames/Piatnik. 1-4 Spieler ab 4 Jahren, ca. 20 Minuten, ca. 27 Euro.

Für Würfelfreunde: Würfel-WG

Ein Spiel ganz nah am Leben – das ist „Würfel-WG“. Denn was passiert? Mal ist das Bad dreckig, mal ist es sauber. Mal ist der Kühlschrank voll, mal ist er leer. Mal schlafen die Menschen, mal sind sie wach. Für das eine oder andere sorgen die Spieler, die in die Rolle von WG-Bewohnern schlüpfen und mit Hilfe von Würfeln so einiges anstellen können. Neue Bewohner in die WG holen zum Beispiel oder To-do-Listen abarbeiten, um an Punkte zu gelangen. Cool ist: Das Spiel ist raffiniert und eröffnet einige taktische Möglichkeiten, die allerdings nur aufgehen, wenn einem auch das Glück Hold ist. Fazit: Ein Würfelspiel der besonderen Art; hat den „witzig“-Prädikat-Stempel des Kabarettisten Marc-Uwe Kling auf jeden Fall verdient.

„Würfel-WG“ von Alexander Pfister und Johannes Krenner, erschienen bei Kosmos. 2-4 Spieler ab 10 Jahren, ca. 30 Minuten, ca. 15 Euro.

Spieletipps

Warum nur Süßes? Spiele fürs Osternest!

Der Osterhase hat meist Schoko-Eier im Gepäck. Wie wäre es mit spielerischen Alternativen? Wir stellen sechs Neuheiten vor.

Für Reaktionsschnelle: Schere Stein Papier

„Schere Stein Papier“ ist einfach, kurzweilig und steckt in einer kleinen, runden Dose. Darin enthalten sind 56 Karten, die so gestapelt werden, dass zuoberst immer nur ein Symbol zu sehen ist. Reihum drehen die Spieler nun die oberste Karte um. Sichtbar werden dann die drei Gegenstände auf der Rückseite, nämlich Schere, Stein und Papier, und zwar in unterschiedlichen Farben. Ruckzuck gilt es nun das oberste Symbol auf dem Stapel – etwa eine blaue Schere – mit dem Gegenstand zu vergleichen, der in der Dreier-Kombi blau ist – etwa den Stein. Wer jetzt zuerst eine Faust nach vorn streckt, darf sich die Dreier-Karte nehmen, denn wer den Spieleklassiker kennt, weiß: Stein schlägt die Schere. Fazit: rasant, actiongeladen und super für kurz mal zwischendurch.

„Schere Stein Papier“, erschienen bei HCM Kinzel. 2-6 Spieler ab 6 Jahren, ca. 10 Minuten, ca. 11 Euro.

Für Gartenbauer: Miyabi

Bei „Miyabi“ schlüpfen die Spieler in die Rolle von Gärtnern, die auf ihrem Tableau in die Fläche, aber auch in die Höhe bauen können. Clever ist es, Boni für besondere Höhen oder Mehrheiten von Motiven abzugreifen, doch das ist gar nicht so einfach. Schließlich liegen in jeder Runde nur begrenzt viele Plättchen für die Gestaltung der Gärten bereit. Die Pläne der Spieler gehen also nicht immer auf. Um sich einen Vorsprung zu verschaffen, ist es wichtig, das Tun der Mitspieler im Blick zu behalten. Welche Motive präferieren sie? Auf welche Mehrheiten sind sie aus? Tipp für Anfänger: Motive zu überbauen, schmerzt manchmal, kann aber sinnvoll sein. Fazit: ein anspruchsvolles Spiel für die ganze Familie.

„Miyabi“ von Michael Kiesling, erschienen bei Haba. 2-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 45 Minuten, ca. 30 Euro.

Geschenke

Da spielen wir gerne mit

Spiele gibt es viele – doch welche unter den Neuen sind gut? Unsere Expertin hat Tipps für Weihnachten und Nikolaus.

Für Schnelle: ukuma

Erklärvideos sind eine tolle Sache. Vor allem, wenn sie weniger als zwei Minuten lang dauern und dabei übersichtlich das wesentliche Spielprinzip erklären – so, wie bei „ukuma“. Gespielt wird zu zweit mit je 36 weißen und schwarzen Karten, die unterschiedliche Formen und farblich verschiedene Halbkreise zeigen. Ziel der Spieler ist es, die eigenen Handkarten so anzulegen, dass in der Auslage alles schön passt. Wer es als erster schafft, eigenen Karten hinter die Karten oder bis zur Tischkante des Gegners zu bringen, hat gewonnen. Fazit: ein pfiffiges Spiel, bei dem recht knifflige und stressige Situationen entstehen können, denn wer am schnellsten legt, hat die besten Chancen auf den Sieg.

„ukuma“ von Andreas Schleicher, erschienen bei Game Factory. 2 Spieler ab 7 Jahren, ca. 15 Minuten, ca. 13 Euro.

Für Ratefreunde: Der Räuber Hotzenplotz

Wo hat sich der Räuber Hotzenplotz versteckt? Vier Orte stehen bei dem neuen Ratespiel von Kai Haferkamp zur Wahl, abgebildet auf Plättchen, die sich auch auf einer Wegstrecke wiederfinden. Ein Spieler schlüpft in die Rolle des Räubers und legt einen Ort verdeckt vor sich ab. Die Mitspieler geben ebenfalls einen verdeckten Tipp ab. Wer richtig geraten hat, darf seine Figur zum besagten Ort ziehen. Fazit: ein kurzweiliges Ratespiel, bei dem wegen der begrenzten Plättchen-Anzahl taktische Überlegungen möglich sind, allerdings nicht immer aufgehen müssen.

Der Räuber Hotzenplotz – Wer findet den Räuber? von Kai Haferkamp, erschienen bei HUCH!. 2-4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 15 Minuten, ca. 20 Euro.

Kein, aber oho: Gute Spiele im Taschenformat

  • Sherlock

    – 13 Geiseln v. J. Izquierdo & M. Lucas ist ein kooperatives Deduktionsspiel. Abacusspiele, 1-8 Spieler ab 12 J., ca. 60 Min., ca. 7 Euro.

  • Clouds:

    Die himmlische Wolkensuche schickt Kindergartenkinder auf die Suche. Von G. Oliver, Blue Orange/Asmodee. 2-5 Spieler ab 4 J., ca. 10 Min., ca. 10 Euro.

  • Banana Bandido

    von Michael Loth ist ein strategisches Kartenspiel. Mogel, 2-5 Spieler ab 9 J., ca. 10 Euro.

  • Beam me up

    von K.-J. Wrede – das heißt Würfeln mit Ärgerfaktor. Moses, 2-4 Spieler ab 8 J., ca. 20 Min., ca. 10 Euro.

  • Kawaii

    von I. Perrin & M.-A. Hofmann ist ein süßes Kartenspiel für Zocker. Helvetiq, 3-5 Spieler ab 6 J., ca. 15 Min., ca. 10 Euro.

  • Guinness World Records – Das Quiz –

    perfekter Ratespaß für unterwegs. Ravensburger, 2-6 Spieler ab 9 J., ca. 30 Min., ca. 10 Euro.

Unsere Autorin Tanja Liebmann-Décombe ist Spiele-Expertin und war Mitglied der Jury „Kinderspiel des Jahres“. Sie gab bereits Tipps für Ostern 2019 und Weihnachten 2018. Außerdem stellte sie Brettspiele rund um das Thema Fußball vor sowie die Nominierten für den Titel Spiel des Jahres 2019:

Unterhaltung

Die besten Spiele des Jahres 2019

Am Montag werden die Preise „Spiel des Jahres“ und „Kennerspiel des Jahres“ vergeben. Hier die je drei Endrundenkandidaten

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