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Tirol

Ischgl setzt auf Klimaschutz

Das Skigebiet im Paznauntal ist die größte klimaneutrale Pistenarena der Alpen. Der Ort erhielt nun ein Zertifikat.

Ischgl startet als größtes klimaneutrales Skigebiet der Alpen in die Wintersaison. Foto: TVB Paznaun-Ischgl
Ischgl startet als größtes klimaneutrales Skigebiet der Alpen in die Wintersaison. Foto: TVB Paznaun-Ischgl

Ischgl.Alle reden über Klimaschutz. Ischgl tut was. Die Lifestyle-Metropole der Alpen startet als größtes klimaneutrales Skigebiet der Alpen in die Wintersaison. Ischgl reduziert den CO2-Ausstoß seines Skigebiets inklusive Gastronomiebetrieben laut einer Mitteilung des örtlichen Tourismusverbands durch zahlreiche Einzelmaßnahmen. Alle nicht vermeidbaren Kohlenstoffemissionen gleiche die Silvrettaseilbahn AG über ein international anerkanntes Klimaschutzprojekt und ein Aufforstungsprogramm im eigenen Tal aus.

Ischgl agiere als erstes großes Skigebiet in den Alpen nachhaltig und minimiere ab sofort seinen CO2-Ausstoß. Alle Skilifte im Ischgler Skigebiet laufen mit Strom, der fast komplett aus erneuerbaren Energien, vor allem Wasserkraft aus dem Paznaun, stammt. Daneben sparen Solar- und Wärmerückgewinnungsanlagen etwa 80000 Liter Heizöl – und so 244 Tonnen CO2 pro Jahr. Das „Ischgl Slope Food“-Bergrestaurant und die Talstation der Gampenbahn werden mit Erdwärme beheizt.

10 000 Bäume gepflanzt

Auch in Sachen Beschneiung und Pistenpräparierung reduziert die Silvrettaseilbahn AG den Energieverbrauch: Durch modernste Schneehöhenmessung mittels GPS in allen Pistengeräten werde Schnee nur da erzeugt, wo er auch benötigt wird. „Das spart Strom und Wasser bei der Schneeerzeugung und Pistenmaschinenstunden, und zwar im Ausmaß von weiteren 150 Tonnen CO2 im Jahr“, heißt es weiter. Und die massiven Investitionen ins Skibus-Netz würden den Individualverkehr im Paznaun reduzieren – „und senken damit ebenfalls die CO2-Emissionen“. In den letzten Jahren seien rund um Ischgl über 10 000 Bäume gepflanzt. Von ClimatePartner, dem führenden Lösungsanbieter für Klimaschutzmaßnahmen, erhielt die Silvrettaseilbahn AG erst kürzlich für das Ischgler Skigebiet das Zertifikat „klimaneutral“.

„Wir gleichen jene Emissionen, die nicht vermeidbar sind, über ein anerkanntes Klimaschutzprojekt sowie ein Aufforstungsprogramm im Paznaun aus. So kompensieren wir das durch unseren Skibetrieb verursachte CO2“, erklärt Günther Zangerl, Vorstand der Silvrettaseilbahn AG. Ganz bewusst habe sich Ischgl dafür entschieden, zur CO2-Kompensation neben einem zertifizierten Aufforstungsprojekt in Peru auch ein regionales Programm im Paznaun und in Ischgl zu unterstützen. „Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass auch unsere Heimat, sprich unsere Wälder, die eine wichtige Schutzfunktion haben und Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen sind, profitieren. Das hiesige Aufforstungsprogramm ist eine ideale Ergänzung zum zertifizierten Aufforstungsprojekt in Peru“, so Zangerl weiter.

Zukünftige Initiativen

Damit nicht genug. Ischgl will die Anstrengungen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes auch künftig weiter verstärken. So werde die neue Silvretta Therme, die mit der Wintersaison 2022/2023 in Betrieb geht, weitestgehend mittels Erdwärmesonden beheizt. Das bedeute eine jährliche CO2-Einsparung von 1300 Tonnen. Angedacht sei zudem der Kauf von Hybrid-Pistenbullys, die im Vergleich zu herkömmlichen Maschinen einen 20 Prozent niedrigeren Treibstoffverbrauch haben.

Weitere Infos: www.ischgl.com/klimaneutral

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