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Reise

Kärntner Luxus und Natur: Der Faaker See

Im Dreiländereck Österreich-Slowenien-Italien liegt ein türkises Urlaubsjuwel. Hier warten Wandertrips, Wellness und Genuss.
Von Benjamin Weigl

Der idyllische Faaker See bietet sich auch für Segeltrips, eine Kanutour oder eine Bootsfahrt an. Foto: Daniel Zupanc
Der idyllische Faaker See bietet sich auch für Segeltrips, eine Kanutour oder eine Bootsfahrt an. Foto: Daniel Zupanc

Egg am Faaker See.Spannende Abenteuer in der Natur, entspannende Wellnesstage mit einer Sauna am türkisen See und kulinarische Momente der Extraklasse: All das vereint sich bei einem Urlaub in Kärnten am Faaker See. Wir stellen sechs gute Gründe vor, die Region zu entdecken.

Die Wanderung verbindet zwei Länder

Er ist der „König der Karawanken“: Der Mittagskogel wacht mit seinen 2145 Metern über den Faaker See. Von den Einheimischen wird er wegen seiner unverkennbaren Form scherzhaft als „Vulkan“ bezeichnet. Sein felsiges Massiv bietet sich nicht nur als Fotomotiv an, sondern lädt auch zu einem abenteuerlichen Aufstieg. Sogar Ländergrenzen kann man dabei überwinden.

Auf der Wanderung zum Mittagskogel, hoch über dem Faaker See. Foto: Benjamin Weigl
Auf der Wanderung zum Mittagskogel, hoch über dem Faaker See. Foto: Benjamin Weigl

Ausgehend von der österreichischen Seite nähert man sich auf dem Weg zum Gipfel der slowenischen Seite. Auf dem Bergkamm angekommen bieten sich spektakuläre Panoramablicke auf den Faaker See und die Bergmassive der beiden Nachbarländer. Eine Tagestour auf den „Kepa“, wie er auf slowenisch heißt, belohnt mit wunderschönen Wegen durch Laubwälder, Bergkiefern und über felsige Kletterstellen. Er kann über die Ost- oder Westflanke erklommen werden. Wer es sportlicher mag, macht eine Rundtour ausgehend etwa von der Ortschaft Outschena. Im hochalpinen Gelände sollte man trittsicher sein und über festes Schuhwerk und gute Kondition verfügen.

Genuss der Sinne direkt am See

Rosa Kalbsfilet mit Kartoffeln und Spargel im Hotelrestaurant Karnerhof. Foto: Weigl
Rosa Kalbsfilet mit Kartoffeln und Spargel im Hotelrestaurant Karnerhof. Foto: Weigl

In der Genussregion Faaker See vereint der Karnerhof verschiedene Einflüsse auf herrliche Weise. Die Terrasse des 4-Sterne Superior Hotels bietet Gästen einen einzigartigen Ausblick. Das Restaurant serviert hochklassige Menüs, wenn möglich regionalen Ursprungs. Rosa Kalbsfilet, knuspriger Wolfsbarsch oder zarte Jakobsmuscheln gehören zum Repertoire. Im Gourmet-Restaurant Götzlstube geht Küchenchef Peter Brandstätter noch einen Schritt weiter: Hier erwartet Feinschmecker unter anderem ein Sieben-Gänge-Menü der Spitzenklasse.

Maibock-Fleisch mit einer Kräuterkruste auf Wildragout mit paniertem Rotkohl – ein besonderer Genussmoment im Karnerhof. Foto: Weigl
Maibock-Fleisch mit einer Kräuterkruste auf Wildragout mit paniertem Rotkohl – ein besonderer Genussmoment im Karnerhof. Foto: Weigl

Es schmerzt fast, einen Teller Maibock mit Kräuterkruste an paniertem Rotkraut und Pfirsich-Blumenkohl-Spargel-Gemüse einfach aufzuessen. „Unser Meisterwerk ist eben sehr vergänglich“, sagt Brandstätter schmunzelnd. Ein Sommelier bietet im eigenen Weinkeller Verkostungen an. Und bei Kräuterwanderungen mit Expertin Martina Kircher lassen sich die erstaunlichen Kräfte heimischer Gewächse erfahren.

Rezepttipp: Kärntner Wildkräuter-Strudel

  • Zutaten:

    Grundlage für diesen natürlichen, sommerlichen Strudel ist ein Blätterteig (Fertigprodukt oder frisch). Für die Füllung werden benötigt: 500 g Bröseltopfen (ausgepresster Topfenquark), 200 g Kartoffeln (gekocht und gestampft), 1 bis 2 EL Sauerrahm, 4 bis 6 EL fein gehackte Wildkräuter (zum Beispiel Giersch, Vogelmiere, Schafgarbe, Sauerampfer, Spitzwegerich, Gundelrebe, Knoblauchrauke), 1/2 EL fein gehackte Minze und 1/2 EL Keferfill (Kerbelkraut). Wer es deftiger man, kann optional frisch geröstete Zwiebeln hinzugeben.

  • Zubereitung:

    Die gestampften Kartoffeln mit dem Topfen und den gehackten Kräutern vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Auf die Blätterteigplatten geben, zum Strudel formen und mit Wasser oder Ei bestreichen. Im Backofen etwa 30 Minuten bei 200 Grad knusprig backen. Mit kalter Rahm-Kräutersoße und einem bunten Salat servieren.

  • Idee:

    Martina Kircher ist Kräuterexpertin am Karnerhof. Gerne weiht sie Gäste bei einer kleinen Wanderung in die Geheimnisse der Wiesen ein.

Ausflüge nach Italien und Slowenien

Die einzigartige Lage des Faaker Sees ermöglicht es, an einem Tag gleich drei Länder zu besuchen. Auf dem Weg von Kärnten über Italien bis nach Slowenien treffen nicht nur Kulturen, sondern auch völlig verschiedene Sprachräume aufeinander: Germanisch, Romanisch und Slawisch. Im „Dreiländereck“ vereinen sich dadurch ungeahnte Ausflugs- und Entdeckungsmöglichkeiten kultureller und kulinarischer Hinsicht.

Der obere der beiden Laghi di Fusine: Ein gemütlicher und wunderschöner Tagesausflug vom Faaker See. Foto: Weigl
Der obere der beiden Laghi di Fusine: Ein gemütlicher und wunderschöner Tagesausflug vom Faaker See. Foto: Weigl

Mit dem Auto oder dem Bus lassen sich vom Faaker See aus leicht Rundtouren mit kurzen Fahrzeiten organisieren. Morgens eine österreichische Jausn, mittags Pasta in der Trattoria und abends deftige Cevapcici – hier ist alles möglich. Auch landschaftlich wartet die Region mit spektakulären Zielen auf: etwa den Laghi di Fusine. Die beiden kristallklaren Seen liegen auf italienischem Boden. Sie laden zum Verweilen und Spazierengehen ein. Auch als Ausgangspunkt für Wanderungen in hochalpines Gebiet bieten sich die Seen an.

Ein Star unter den Fischen

Andreas Hofer führt einen Fischereibetrieb in Feld am See, der Kärntna Låxn züchtet und regionalen Restaurants anbietet. Foto: Weigl
Andreas Hofer führt einen Fischereibetrieb in Feld am See, der Kärntna Låxn züchtet und regionalen Restaurants anbietet. Foto: Weigl

Andreas Hofer züchtet in Feld am See seit 30 Jahren verschiedene Fische wie Bachsaiblinge, Störe oder Huchen. Doch zum Trend-Lebensmittel der Region hat sich der Kärntna Låxn gamausert. Hofer weiß, dass es sich bei diesem traditionsreichen Fisch im Grunde um eine Seeforelle handelt. „Man hat einfach die früher übliche Bezeichnung Låxn wieder verwendet und den Begriff regionalisiert. Das hat funktioniert, der Låxn ist wieder populär geworden. Heute macht er fast 70 Prozent unserer Produktion aus“, erzählt Hofer.

Etwa eine Million Forellen verkauft der Betrieb jährlich – und nur innerhalb Kärntens. Durch schonende und naturnahe Zucht brauchen die Fische zwei bis drei Jahre, bis sie groß genug sind. Der Låxn überzeugt mit feinstem Aroma. Hofer sagt: „Man soll sich anschauen können, wo der Fisch herkommt. Die Menschen werden da immer sensibler, und das ist gut so.“

Reise: Faaker See Karnerhof Kärnten Impressionen

Fußballgolf sorgt für Aufregung und Action

Soccergolf ist eine Freizeitsportart, die im Trend liegt. Foto: Pixelpoint
Soccergolf ist eine Freizeitsportart, die im Trend liegt. Foto: Pixelpoint

Fußballgolf ist eine Freizeitsportart, die sich aus Skandinavien zunehmend nach Mitteleuropa verbreitet. Am Faaker See gibt es eine der wenigen Anlagen Österreichs, an der sich eine Partie Golf in ein lustiges Kick-Duell verwandeln lässt. Auf der fast vier Hektar großen Anlage finden sich 18 Bahnen mit unterschiedlichen Hindernissen. Mal muss der Ball unter Baumstämmen hindurch, mal durch Reifen oder den Berg hinauf geschossen werden. Das Ziel: Mit weniger Schüssen, Pässen oder Lupfern als der Gegner einzulochen. Dabei zeigt sich, dass Männer hier keineswegs den Frauen überlegen sind.

Relaxen in der Seesauna, am Pool und am Strand

Im Karnerhof genießen Gäste Entspannung pur. Foto: Kerstin Zu Pan
Im Karnerhof genießen Gäste Entspannung pur. Foto: Kerstin Zu Pan

Im Hotel Karnerhof lässt es sich perfekt entspannen. Ein beheizbarer Außenpool lädt zum Schwimmen vor der Bergkulisse ein. Outdoor-Whirlpool, Hallenbad und ein eigener Strandabschnitt am privatisierten Faaker See runden den Wasserspaß ab. Eine Saunalandschaft verspricht Ruhe und Auszeit vom Alltagsstress. Das absolute Highlight ist aber die Seesauna. Hier schwitzt man zunächst bei über 80 Grad mit Blick auf das kristallklare Wasser, um sich anschließend im kühlen See zu erfrischen.

Hoteltipp:

Hier finden Sie die Website des Karnerhofs am Faaker See: www.karnerhof.com/de

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