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Reise

Mallorca – das verkannte Paradies

Wer Mallorca wegen seines Party-Rufs meidet, verpasst etwas. Acht Orte, die es im Winter auf der Insel zu entdecken gibt
Von Katharina Eichinger

Eine Wanderung auf den Puig d’Alaró wird mit einem Rundumblick auf unberührte Natur belohnt. Foto: Eichinger
Eine Wanderung auf den Puig d’Alaró wird mit einem Rundumblick auf unberührte Natur belohnt. Foto: Eichinger

Strandspaziergänge, Wander- und Radtouren und entspanntes Bummeln durch Palma – außerhalb der Hochsaison präsentiert sich Mallorca in einem völlig anderen Licht. Die Strände sind wie leer gefegt, die Mallorquiner kehren auf ihre Insel zurück. Wir haben uns umgesehen, was es auf der Insel im Herbst zu sehen gibt – und warum es sich lohnt, auch einmal einen Blick in die entlegenen Ecken zu werfen.

Abseits der klassischen Routen

Die Innenhöfe sind wahre Kunstwerke. Foto: Eichinger
Die Innenhöfe sind wahre Kunstwerke. Foto: Eichinger

Während der Playa de Palma wie ausgestorben ist, tummeln sich die Menschen in der Altstadt von Palma der Mallorca. Dabei lohnt es sich, die klassischen Touristenattraktionen hinter sich zu lassen. Denn die Innenhöfe stellen den Herrenhäusern der Stadt einen Höhepunkt dar. Viele dieser Höfe sind nach wie vor in privater Hand und können durch Gitter aus betrachtet werden.

Historische Geschäfte in der Altstadt

José Vidal flechtet einen Korbstuhl. Foto: Eichinger
José Vidal flechtet einen Korbstuhl. Foto: Eichinger

In der malerischen Altstadt von Palma de Mallorca gibt es sie noch, die traditionellen Geschäfte, die Handwerk verkaufen. Dazu gehört auch die Mimbreria Vidal. Hier stellen Jose Vidal (Foto) und sein Vater Korbwaren her. Seit 1955 Jahren versorgt das Vater-Sohn-Gespann Einheimische und Touristen mit Körben, Hüten, Vorhängen und vielen geflochtenen Produkten.

Auf der Karte finden Sie die besuchten Orte:

Leicht im Sommer, deftig im Winter

Tradition ist auf der Insel „Paletia de codera“ – Lammkeule. Foto: Eichinger
Tradition ist auf der Insel „Paletia de codera“ – Lammkeule. Foto: Eichinger

Die Mallorquiner essen im Sommer viel Fisch, viel Gemüse. Im Winter wird es wie auch bei uns in Deutschland deftiger. Tradition ist auf der Insel „Paletia de codera“ – Lammkeule. Im Restaurant „Es Verger“ in Alaró wird das Fleisch in Olivenöl, Zwiebel, Rosmarin und Zitrone eingelegt und drei Stunden im Steinofen gebacken. Als Absacker gibt es Hierbas – mallorquinischen Kräuterlikör.

Blick auf Mallorcas unberührte Natur

Der Puig d’Alaró befindet sich in 825 Metern Höhe. Foto: Eichinger
Der Puig d’Alaró befindet sich in 825 Metern Höhe. Foto: Eichinger

Mallorca wird von zwei Gebirgszügen eingerahmt. Leert sich die Insel im Herbst langsam, kehren auch die Einheimischen zurück in ihre Häuser und der Aktiv-Tourismus erwacht. Der Aufstieg lohnt sich. Auf dem Puig d’Alaró, mit 825 Metern einer der weniger hohen Berge auf der Insel, wartet eine spektakuläre Aussicht auf Mallorcas unberührte Natur.

Alle Infos zur Reise finden Sie hier:

Das Angebot

  • Eckdaten

    Dertour bietet zum Beispiel sieben Tage Fincawandern ab 775 Euro pro Person an. Übernachtungen und Frühstück sind inklusive, die Anreise erfolgt individuell.

  • Highlights

    Die Highlights sind Übernachtungen in Fincas mit besonderem Flair, romantische Künstler- und Fischerorte, eine Fahrt mit der Nostalgiebahn „Roter Blitz“, das Tal der Orangen in Soller und atemberaubende Wanderungen an Nord- und Westküste.

Eine Ruine in 825 Metern Höhe

Das Castell d’Alaró, eine Burgruine aus der maurischen Zeit Foto: Eichinger
Das Castell d’Alaró, eine Burgruine aus der maurischen Zeit Foto: Eichinger

Auf dem Puig d’Alaró wartet nach einer leichten Wanderung das Castell d’Alaró – eine Burgruine aus der maurischen Zeit aus dem zehnten Jahrhundert. Heute befinden sich neben dem Bauwerk noch eine kleine Wallfahrtskirche und ein Gasthaus, in dem Wanderer auch übernachten können. Wer dort die Nacht verbringt, wacht mit einem Rundumblick auf Mallorca auf.

Ruhe am Strand ohne Menschenmassen

Am Playa de Palma kann man im Herbst die Ruhe genießen. Foto: Eichinger
Am Playa de Palma kann man im Herbst die Ruhe genießen. Foto: Eichinger

Ende Oktober endet die Ballermannzeit. Die bekannten Kneipen schließen ihre Türen, es wird kühler, die Strände sind wie ausgestorben. Der Massentourismus hat Mallorca zu dieser Jahreszeit noch nicht entdeckt. Was die regionale Wirtschaft bedauert, freut den Reisenden. Bei Temperaturen um die 20 Grad kann man Kraft tanken für den anstehenden deutschen Winter.

Weitere Eindrücke sehen Sie in unserer Bildergalerie:

Mallorca im Winter

Fünf Kilo Oliven für einen Liter Öl

Mama Antonia ist die Chefin der traditionellen Wirtschaft „Es Verger“. Foto: Eichinger
Mama Antonia ist die Chefin der traditionellen Wirtschaft „Es Verger“. Foto: Eichinger

Spanien ist eines der wichtigsten Produktionsländer für Olivenöl. Mallorca ist eine der 23 offiziell anerkannten Anbau- und Erzeugerregionen. Mama Antonia (Foto), Besitzerin der traditionellen Wirtschaft „Es Verger“, erzählt: Um einen Liter Olivenöl herzustellen, braucht man fünf Kilogramm Oliven. Mallorquiner würden ihren Gästen niemals gestrecktes Öl anbieten.

Ein Familienbetrieb im Paradies

Die Bodega Ramanya Foto: Eichinger
Die Bodega Ramanya Foto: Eichinger

Die Bodega Ramanya ist so etwas wie ein Paradies mitten im Paradies. Doch nicht nur Wein produziert der Familienbetrieb am Stadtrand von Santa Maria del Camí. Mehr als 50 Mandelsorten gibt es dort. Wer sich für einen Besuch entscheidet, kann auch sehen, wie Mandeln früher hergestellt wurden und selbst an der Drehmaschine arbeiten.

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