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Saisonkalender

Auch im Januar regional & gesund essen

Aus Gemüse und Obst aus der Region können Sie im Januar kulinarische Köstlichkeiten kochen. Hier gibt’s Tipps und Rezepte.
Von Susanne Wolf

Frischkäseaufstrich? Nicht ganz: Erdäpflkaas. Ihn kann man aus frischen Kartoffeln zubereiten. Foto: Barbara Weiherer
Frischkäseaufstrich? Nicht ganz: Erdäpflkaas. Ihn kann man aus frischen Kartoffeln zubereiten. Foto: Barbara Weiherer

Regensburg.Wie auch schon im Dezember sind auch diesen Monat nicht übermäßig viele Obst- und Gemüsesorten verfügbar, die direkt in der Region angebaut werden. Grund ist die kalte Jahreszeit, denn bei Bodenfrost sprießen nicht gerade viele Pflanzen. Nur wenige Gemüse- bzw. Salatsorten wie Chicorée, Feldsalat und Gründkohl sind frostbeständig.

Trotzdem kann man auch im Januar regional und saisonal schmausen. Möglich machen das einerseits die beheizten Gewächshäuser, andererseits aber auch die Lager. Letztere sind noch gut gefüllt und bieten eine bunte Auswahl für Gemüsefans. Damit ist auch im ersten Monat des Jahres frischer Gaumenschmaus aus der Region garantiert. Im Folgenden gibt es eine Auflistung über Obst-, Gemüse- und Salatsorten, die derzeit bei ostbayerischen Bauern erhältlich sind. Zudem haben wir eine Vielzahl an Anregungen, was man aus den saisonalen Zutaten Leckeres zubereiten kann. Da hätten wir zum Beispiel Rahmwirsing zu Wildhasenrücken.Lecker ist auch Erdäpflkaas, den man sich auf‘s Brot schmieren kann. Barbara Weiherer zeigt, wie man ihn zubereitet.

Oder wie wäre es mit frischem Meerrettich? Der wärmt bei klirrender Kälte sicher von innen heraus – und macht Nase und Atemwege frei. Anton Schmaus kocht mit brauner Butter gedämpften Kabeljau, der von Shrimps und Sechs-Minuten-Eiern mit Dill und Meerrettich gekrönt wird.

Gemüse und Salat

Winterlicher Gaumenschmaus: Bei Eintöpfen kommt es auf die Würze an. Foto: Doris H./Westend61/dpa
Winterlicher Gaumenschmaus: Bei Eintöpfen kommt es auf die Würze an. Foto: Doris H./Westend61/dpa

Derzeit sehen die Gemüse- und Salatbeete im Freien recht kahl aus. Nur ganz wenige Sorten trotzen den eisigen Temperaturen, da die meisten weder Kälte noch Frost vertragen. Dennoch kann man auch im Januar frisches und regionales Gemüse erwerben, um es dann zu Hause zu verarbeiten. Hier finden Sie leichte Gerichte, die gerade für die Zeit nach Weihnachten passt. Mit dabei ist zum Beispiel ein Wirsingeintopf.

Lust auf einen Festtagsbraten, der ohne Fleisch auskommt? Sowas gibt’s nicht als vegetarische Variante? Gibt’s wohl! Das Rezept zum Video, wie Ursula Gaisa Schwammerl Wellington zubereitet, finden Sie hier.

Video: Angelika Sauerer

Folgende Gemüse- und Salatsorten sind im Januar entweder noch aus neuer Ernte oder als Lagerware aus heimischem Anbau verfügbar:

  • Knollen und Wurzeln: Butterrübe, Karotte, Kartoffel, Knollensellerie, Meerrettich, Pastinake, Petersilienwurzel, Rettich, Rote Bete, Schwarzer Winterrettich, Schwarzwurzel, Stangensellerie, Steckrübe, Süßkartoffel, Topinambur
  • Kohl: Blaukraut, Chinakohl, Grünkohl, Rosenkohl, Spitzkohl, Weißkraut, Wirsing
  • Lauch: Knoblauch, Lauch/Porree, Zwiebel
  • Pilze: Austernseitling, Champignon, Kräuterseitling, Shiitake
  • Salate: Chicorée, Endivie, Feldsalat, Kopfsalat, Lollo Bionda, Lollo Rossa, Portulak, Radicchio
  • Sonstiges: Kürbis, Spinat, Sprossen, Zucchini, Zuckermais

Wie wäre es mit würzigem Kartoffelgulasch für die kalten Tage? Das wärmt von innen. Hier und im Video erfahren Sie, wie man das vegetarische Gulasch zubereitet.

Video: Angelika Sauerer, Schnitt: Leonhard Sauerer

Unser Tipp: Man sollte nicht immer das Gleiche kochen, sondern sich auch mal an andere Zutaten wagen und damit neue Gerichte kreieren. Ein Beispiel ist ein Zweierlei vom Sellerie. Anton Schmaus zeigt, wie Selleriesalat und Selleriepüree wunderbar mit zart geschmortem Ochsenschwanz harmonieren.

Rezept

Ganz zarter Ochsenschwanz

Viel Zeit und viel Wein lautet das Geheimnis – dann wird Ochsenschwanz butterweich. Beides ist hier gut investiert.

Obst

Ungewöhnliche Kombi, die aber für einen wunderbar schokoladigen Geschmack sorgt: Rote Bete geben diesem Kuchen das gewisse Etwas. Foto: Aileen Kapitza/minzgruen.com/dpa
Ungewöhnliche Kombi, die aber für einen wunderbar schokoladigen Geschmack sorgt: Rote Bete geben diesem Kuchen das gewisse Etwas. Foto: Aileen Kapitza/minzgruen.com/dpa

Die Obstbäume und Beerensträucher sind seit mehreren Wochen abgeerntet. Deswegen liegen die Obstgärten gerade kahl da – die Pflanzen darin gönnen sich eine Winterpause. Trotzdem gibt es im Januar auch noch einiges an Obst aus der Region. Denn in Wald und Flur gedeihen momentan noch einige Beeren ganz munter. Zudem haben Hobbygärtner und Obstbauern in ihren Lagern noch eine Vielzahl an Äpfeln und Birnen, woraus man tolle Gerichte zaubern kann. Wie wäre es zum Beispiel mit Apfelkuchen?

Backen

So gelingen unwiderstehliche Apfelkuchen

Der Apfelkuchen hat jetzt seinen großen Auftritt. Doch für den Kuchenklassiker eignet sich nicht jede Apfelsorte.

Mit gelagertem Obst wie Äpfeln oder Birnen kann man auch seine Desserts verfeinern. Wie wäre es zum Beispiel mit lauwarmem Schokokuchen – garniert mit Apfelspalten? Das Rezept gibt’s im Video.

Video: Philipp Froschhammer

Folgende Obstsorten sind im Januar entweder aus Wald und Flur, aus beheizten Gewächshäusern oder als Lagerware aus heimischem Anbau verfügbar:

  • Kernobst: Apfel, Birne
  • Wildobst: Berberitzenbeere, Hagebutte (Hundsrose), Sanddornbeere, Schwarzdornbeere (Schlehe), Vogelbeere (Eberesche)

Wie wäre es mit feinem Haselnussmousse, das mit Hagebuttenmousse garniert wird? Das Rezept dazu gibt’s hier.

Sonstiges

Der Maronenkuchen schmeckt mit einem Schlag Zimt-Sahne. Foto: Monika Pöllmann
Der Maronenkuchen schmeckt mit einem Schlag Zimt-Sahne. Foto: Monika Pöllmann

Väterchen Frost hat bereits sein Können unter Beweis gestellt und bald wird auch Frau Holle ihre Betten kräftig ausschütteln. Wenn dann Ostbayern unter einer weißen Schneedecke liegt, bahnen sich trotzdem am Wegesrand Wildkräuter und Heilpflanzen ihren Weg Richtung Sonne. Diese kann man sammeln und damit beispielsweise Salate verfeinern. Auch Nüsse und Edelkastanien sind momentan noch aus frischer Ernte – und seit Kurzem eingelagert – erhältlich. Da kann man sich gleich an die Zubereitung eines wunderbaren Kuchens machen. Hier finden Sie das Rezept für einen köstlichen Maronenkuchen.

Folgende Heilpflanzen, Kräuter, Nüsse und Wildkräuter sprießen im Januar in der Region oder auf der Fensterbank:

  • Heilpflanzen: Arzneiengelwurz (Angelika), Baldrian und -wurzel, Beinwell, Brombeere, Efeu, Goldnessel, Hasel, Hirtentäschel, Huflattich, Japanischer Knöterich, Klettenlabkraut, Königskerze, Malve, Mispel, Mistel, Pfennigkraut, Rottanne, Schlangenknöterich, Seifenkraut, Vogelmiere, Wegwarte, Wiesenknopf, Wiesenmargerite
  • Kräuter: Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch, Zitronengras (alle gedeihen jetzt nur noch bei Überwinterung im Haus)
  • Nüsse: Edelkastanie (Esskastanie), Haselnuss, Walnuss
  • Wildkräuter: Beifuß und -wurzel, Breitwegerich und -wurzel, Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Gänsefingerkraut, Gundermann, Knoblauchsrauke, Labkraut, Löwenzahn und -wurzel, Nachtkerzenwurzel, Nelkenwurz und -wurzel, Pfennigkraut, Sauerampfer, Spitzwegerich und -wurzel, Vogelmiere, Wiesenbärenklauwurzel, Wiesenlabkraut

Kochen

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