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Saisonkalender

Im Februar regional & gesund schlemmen

Aus regionalem Obst und Gemüse können Sie im Februar wahre Gaumenfreuden zubereiten. Hier gibt’s Tipps und Rezepte.
Von Susanne Wolf

Hühnersuppe mit frischem, regionalem Gemüse ist bekömmlich und kräftigend. Foto: vaaseenaa/stock.adobe.com
Hühnersuppe mit frischem, regionalem Gemüse ist bekömmlich und kräftigend. Foto: vaaseenaa/stock.adobe.com

Regensburg.„Neues Jahr, neues Glück“ heißt es eigentlich so schön. Doch das gilt auch in diesem Monat nicht beim regionalen und saisonalen Obst und Gemüse. Witterungsbedingt sind nach wie vor die Sorten knapp, die direkt auf den ostbayerischen Feldern angebaut werden. Denn nur wenige Gemüse- bzw. Salatsorten wie Chicorée, Feldsalat und Gründkohl trotzen dem kalt-nassen Wetter und dem Frost.

Trotzdem muss man auch im Februar nicht auf Importware zurückgreifen. Denn in den Lagern und beheizten Gewächshäusern der ostbayerischen Obst- und Gemüsebauern gibt es nach wie vor eine Auswahl an frischen, regionalen Produkten. Vor allem Gemüsefans kommen dabei auf ihre Kosten, denn für sie steht weiterhin eine bunte Auswahl bereit.

Im Folgenden gibt es eine Auflistung über Obst-, Gemüse- und Salatsorten, die derzeit bei Ostbayerns Bauern erhältlich sind. Zudem haben wir eine Vielzahl an Anregungen, was Sie aus den saisonalen Zutaten Leckeres zubereiten können. Wie wäre es zum Beispiel mit einem vitaminreichen Salat aus Belugalinsen und Roten Beten?

Gemüse und Salat

Eine Dorade lässt sich perfekt im Ganzen grillen. Dazu passen Knoblauch-Kartoffeln. Foto: Manuela Rüther/dpa
Eine Dorade lässt sich perfekt im Ganzen grillen. Dazu passen Knoblauch-Kartoffeln. Foto: Manuela Rüther/dpa

In den Gemüse- und Salatbeeten gedeiht zur Zeit – abgesehen von einigen winterharten Sorten – fast nichts. Dafür kann sich aber auch der Boden etwas erholen und ist wieder bereits für die neue Saison. Gerade wenn es draußen nass und kalt ist, wärmt eine Hühnersuppe mit reichlich Gemüse von innen. Hier gibt’s ein Leserrezept für die Zubereitung nach Großmutters Art.

Da es nicht immer Fleisch sein muss, zu dem man Gemüse oder Salat serviert, sollte auch mal Fisch kredenzt werden. Wie wäre es zum Beispiel mit Dorade an Knoblauch-Kartoffeln? Das Rezept finden Sie im Video.

Video: Philipp Froschhammer

Folgende Gemüse- und Salatsorten sind im Februar entweder noch aus neuer Ernte oder als Lagerware aus heimischem Anbau verfügbar:

  • Knollen und Wurzeln: Butterrübe, Karotte, Kartoffel, Knollensellerie, Meerrettich, Pastinake, Petersilienwurzel, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Schwarzer Winterrettich, Schwarzwurzel, Stangensellerie, Steckrübe, Süßkartoffel, Topinambur
  • Kohl: Blaukraut, Chinakohl, Grünkohl, Rosenkohl, Spitzkohl, Weißkraut, Wirsing
  • Lauch: Knoblauch, Lauch/Porree, Zwiebel
  • Pilze: Austernseitling, Champignon, Kräuterseitling, Shiitake
  • Salate: Chicorée, Endivie, Feldsalat, Kopfsalat, Lollo Bionda, Lollo Rossa, Portulak, Radicchio
  • Sonstiges: Kürbis, Spinat, Sprossen, Zucchini, Zuckermais

Video: Angelika Sauerer, Schnitt: Leonhard Sauerer

Lust auf gestapeltes und im Ofen gebackenes Wintergemüse, dazu Hummus und Pilze? Das Rezept zum Video, wie Ursula Gaisa einen Gemüseturm mit Chichi zubereitet, finden Sie hier.

Rezept

Frucht und Rüben in Purpurrot

Eingelegte Ringelbete und Rote-Bete-Tatar: Apfel und Cassis sorgen für Frucht, Wasabi liefert frische Schärfe.

Obst

Ein Klassiker, der immer „geht“: Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Ein Klassiker, der immer „geht“: Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Beim regionalen Obst sieht es im Februar richtig mager aus. Zwar sind noch einige Sorten in den Lagern, aber da gehen langsam, aber sicher alle Vorräte zur Neige. In den Lagern sind neben Äpfeln auch noch Birnen vorhanden. Wie wäre es zum Beispiel mit einem saftigen Schokokuchen mit Birnen?

Natur

So beerenstark ist die Vogelbeere

Für Waldbewohner und Waldbauern im Landkreis Cham ist die Eberesche ein Glücksfall. Doch ihr haften Vorurteile an.

Und auch Mutter Natur hat gerade wenige Obstsorten zu bieten. Es sind lediglich noch ein paar Beeren an Bäumen zu finden, die man zu Marmelade verarbeiten kann. Darum müssen Gourmets im Februar auf Lagerware zurückgreifen, wenn sie regionales und saisonales Obst schlemmen wollen. Ein Klassiker schlechthin ist der Apfelstrudel. Für seine Herstellung eignen sich die eingelagerten Äpfel aus dem Keller. Hier gibt’s die Zubereitung nach einem Leserrezept.

Folgende Obstsorten sind im Februar entweder aus Wald und Flur, aus beheizten Gewächshäusern oder als Lagerware aus heimischem Anbau verfügbar:

  • Kernobst: Apfel, Birne
  • Wildobst: Hagebutte (Hundsrose), Schwarzdornbeere (Schlehe), Vogelbeere (Eberesche)

Wer kennt sie noch, die leckeren Apfelmaultaschen, die Oma immer gekocht hat? Hier gibt’s ein Rezept dafür von Landfrau Barbara Weiherer.

Sonstiges

Immer mehr Kräuter sprießen im Februar auf der Fensterbank. Foto: Andrea Warnecke/dpa
Immer mehr Kräuter sprießen im Februar auf der Fensterbank. Foto: Andrea Warnecke/dpa

Anders sieht es bei den Wildkräutern aus: Im Februar kann man sich bei einem Spaziergang durch Wald und Flur über die ersten grünen Blätter von winterharten Wildkräutern freuen. Wer diese sammelt, kann damit schmackhafte Salate zubereiten. Jetzt ist übrigens die Wurzelernte fast vorbei, da die Pflanzen all ihre Kraft in das frische Blattgrün stecken. Zudem kann man auf der Fensterbank immer mehr Kräuter ziehen, die eine Vielzahl an Gerichten durch ihre Aromen verfeinern. Ausprobieren sollte man das Leserrezept „Koriander-Nudeln mit Garnelen“.

Folgende Heilpflanzen, Kräuter und Wildkräuter sprießen im Februar in der Region oder auf der Fensterbank:

  • Heilpflanzen: Arzneiengelwurz (Angelika), Baldrian und -wurzel, Brennnessel und -wurzel, Brombeere, Efeu, Ehrenpreis, Espe (Zitterpappel), Goldnessel, Hasel, Hirtentäschel, Huflattich und -wurzel, Klettenlabkraut, Königskerze, Malve, Pfennigkraut, Schafgarbe, Schlangenknöterich, Schlüsselblume, Seifenkraut, Wegwarte, Weiße Taubnessel, Wiesenmargerite
  • Kräuter: Basilikum, Koriander, Lorbeer, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch, Winterheckzwiebel, Zitronengras (alle gedeihen jetzt nur bei Überwinterung im Haus)
  • Wildkräuter: Ahornsamen, Beifuß und -wurzel, Breitwegerich und -wurzel, Brennnessel, Brunnenkresse, Ehrenpreis, Gänseblümchen, Gänsefingerkraut, Goldnessel, Gundermann, Huflattich und -wurzel, Klettenlabkraut, Knoblauchsrauke, Labkraut, Löwenzahn, Lungenkraut, Nachtkerzenwurzel, Nelkenwurz und -wurzel, Pfennigkraut, Sauerampfer, Scharbockskraut, Schlüsselblume, Spitzwegerich und -wurzel, Vogelmiere, Waldsauerklee, Weiße Taubnessel, Wiesenbärenklau, Wiesenknopf und -wurzel, Wiesenlabkraut, Wiesenschaumkraut

Essen

Die Naturküche in den armen Zeiten

Während der beiden Weltkriege waren die Nahrungsmittel knapp. Da wurde gekocht und gegessen, was billig und verfügbar war.

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