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Saisonkalender

Im November gesund & regional schlemmen

Aus regionalem Obst, Gemüse und Kräutern können Sie im November schmackhafte Speisen zaubern. Hier gibt’s Tipps und Rezepte.
Von Susanne Wolf

Blattsalat mit gebackenem Kürbis, Burrata und Kernen Foto: Lea Passian
Blattsalat mit gebackenem Kürbis, Burrata und Kernen Foto: Lea Passian

Regensburg.Im November haben sowohl die ostbayerischen Obst- und Gemüsebauern als auch die Hobbygärtner ihre Ernte fast abgeschlossen. Auch wenn sie ihre Erntekörbe nicht mehr bis oben hin füllen können, ihre Lager sind trotzdem schon gut bestückt. Das garantiert saisonalen Genuss für die kommende kalte Jahreszeit.

In diesem Monat können vor allem noch späte Salat- sowie Knollen-, Kohl- und Wurzelgemüsesorte. Abgesehen vom Salat kann das Gemüse meist gut eingelagert werden. Oder man schwingt gleich den Kochlöffel und bereitet leckere Schmankerl daraus zu. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Süßkartoffel-Kürbis-Gratin. Das Rezept gibt’s hier.

Im Garten und draußen in der Natur können zudem noch einige Beeren sowie Äpfel, Birnen und Quitten geerntet werden. Lust auf einen Quittenstrudel? Wie er zubereitet wird, finden Sie hier.

Gemüse und Salat

Ursula Gaisa füllt Rote-Bete-Crêpe mit Spinat, dazu gibt es Bohnenmus. Foto: Angelika Sauerer
Ursula Gaisa füllt Rote-Bete-Crêpe mit Spinat, dazu gibt es Bohnenmus. Foto: Angelika Sauerer

Wie schon im Oktober kann man auch diesen Monat noch einmal eine Vielzahl an regionalen Gemüse- und Salatsorten genießen. Teilweise wird noch frisch geerntet, teilweise muss schon auf Lagerware zurückgegriffen werden. Vor allem Knollen und Wurzeln kommen momentan noch mit den fröstelnden Temperaturen klar. Doch wenn der Bodenfrost naht, sollte man ernten und das Gemüse lieber einlagern. Schwammerlfans aufgepasst: Auch wenn die Pilze anfangs auf sich warten ließen, sprießen sie aktuell wunderbar aus dem Waldboden. So kann man im November wunderbare Schwammerlkreationen zubereiten oder aber auch schmackhafte Speisen aus buntem Gemüse.

Lust auf etwas andere Pfannkuchen? Ursula Gaisa empfiehlt rote Pfannkuchen mit Spinatfüllung, Bohnenmus und frittierten Kapern. Das Rezept zum Video gibt’s hier.

Video: Angelika Sauerer, Schnitt: Leonhard Sauerer

Folgende Gemüse- und Salatsorten sind im November entweder aus neuer Ernte oder als Lagerware aus heimischem Anbau verfügbar:

  • Knollen und Wurzeln: Butterrübe, Fenchel, Karotte, Kartoffel, Knollensellerie, Kohlrabi, Mairübe, Meerrettich, Pastinake, Petersilienwurzel, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Schwarzwurzel, Schwarzer Winterrettich, Stangensellerie, Staudensellerie, Steckrübe, Süßkartoffel, Topinambur
  • Kohl: Blaukraut, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Rosenkohl, Spitzkohl, Weißkraut, Wirsing
  • Lauch: Lauch/Porree, Schnittknoblauch, Zwiebel
  • Pilze: Austernseitling, Birkenpilz, Champignon, Krause Glucke, Kräuterseitling, Maronen-Röhrling, Parasol, Pfifferling, Rotkappe, Shiitake, Steinpilz
  • Salat: Chicorée, Eisberg, Endivie, Feldsalat, Kopfsalat, Lollo Rossa, Mini Romana, Portulak, Radicchio, Rucola
  • Sonstiges: Buschbohne, Kürbis, Paprika, Spinat, Spitzpaprika, Sprossen, Tomate, Zucchini, Zuckermais

Wie wäre es mit einer Steinpilz-Fisch-Lasagne? Hier gibt’s das Rezept.

Video: Philipp Froschhammer

Unser Tipp: Wer selbst Pilze im Wald und auf der Wiese sammelt, sollte sich vergewissern, dass die Schwammerl nicht giftig und somit zum Verzehr geeignet sind. Ist man sich unsicher, zieht man einen Pilzratgeber zurate oder lässt die Schwammerl von jemandem unter der Lupe nehmen, der sich damit auskennt.

Warnung

Vorsicht beim Pilzesammeln

Nach einer Pilzvergiftung musste am Uniklinikum die Leber eines Patienten transplantiert werden. Wachsamkeit ist wichtig!

Obst

Eine gute Möglichkeit zur Vorbereitung selbst gemachter Hagebuttenmarmelade ist, zunächst ein Mus zu kochen: Dafür streicht man die in wenig Wasser weichgekochten Früchte durch ein Sieb und verarbeitet die Masse dann weiter. Foto: Kai Remmers/dpa
Eine gute Möglichkeit zur Vorbereitung selbst gemachter Hagebuttenmarmelade ist, zunächst ein Mus zu kochen: Dafür streicht man die in wenig Wasser weichgekochten Früchte durch ein Sieb und verarbeitet die Masse dann weiter. Foto: Kai Remmers/dpa

Die meisten Obstbäume und Beerensträucher sind im November bereits abgeerntet. Trotzdem bieten der Garten und Mutter Natur noch einige reife Früchte, aus denen man nach der Ernte süße Gerichte für Naschkatzen zaubern kann. Wer es lieber deftig mag, kann das frisch geerntete oder bereits eingelagerte Obst auch in herzhafte Speisen mit einarbeiten. Wie wäre es zum Beispiel mit Speck-Apfel-Spießen mit Meerrettich? Hier gibt’s das Rezept.

Vereinzelt gedeihen diesen Monat noch Beeren. Überwiegend können Naschkatzen aber noch Äpfel, Birnen und Quitten ernten. Hier gibt’s ein Quittenkuchen-Rezept.

Video: Philipp Froschhammer

Folgende Obstsorten sind im November aus neuer Ernte, als Lagerware, aus dem eigenen Garten oder sogar dem Wald verfügbar:

  • Beeren: Erdbeere, Himbeere, Johannisbeere, Weintraube
  • Kernobst: Apfel, Birne, Quitte
  • Wildobst: Apfel, Birne, Hundsrose (Hagebutte), Quitte, Sanddornbeere, Schwarzdornbeere (Schlehe), Schwarze Holunderbeere, Weißdornbeere, Waldbrombeere

Wie wäre es mit einem lauwarmen Apfelkuchen und einem Schlag Sahne? Hier gibt’s das Rezept.

Früchte

Hagebutten – Dornröschens Herbsternte

Rosen können mehr als blühen und duften. Manche Gewächse der Familie bieten Hagebutten – etwa für Marmelade, Tees oder Sirup.

Sonstiges

Kräuter wie Schnittlauch werden am besten zerkleinert, bevor sie in die Tiefkühltruhe kommen. Dort bleiben sie bis zu vier Monate frisch. Foto: Andrea Warnecke/dpa
Kräuter wie Schnittlauch werden am besten zerkleinert, bevor sie in die Tiefkühltruhe kommen. Dort bleiben sie bis zu vier Monate frisch. Foto: Andrea Warnecke/dpa

Mutter Natur hat im November aber nicht nur einige Wildobstsorten zu bieten, sondern präsentiert auch noch eine Vielzahl an (Wild-)Kräutern, Heilpflanzen und Nüssen, die sich bestens als Zutaten für wohltuende Tees, aromatische Gerichte oder süße Naschereien eignen. Wie wäre es mit einer feinen Haselnuss-Mousse mit Beeren? Hier gibt’s das Rezept.

  • Heilpflanzen: Arzneiengelwurz (Angelika), Baldrian, Beinwell, Blutwurz, Braunwurz, Dornige Hauhechel, Eberesche, Efeu, Eibisch, Farn, Goldnessel, Hirtentäschel, Huflattich, Japanischer Knöterich, Kalmus, Knopfkraut, Königskerze, Mahonie, Malve, Meisterwurz, Mispel, Mistel, Natternkopf, Nelkenwurz, Schaumkraut, Schlangenknöterich, Seifenkraut und -wurzel, Taubnessel, Wegwarte, Wiesenknopf
  • Kräuter: Dill, Liebstöckel, Petersilie, Pfefferminze, Rosmarin, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Zitronengras
  • Nüsse: Edelkastanie (Esskastanie), Haselnuss, Walnuss
  • Wildkräuter: Beifuß und -wurzel, Breitwegerich und -wurzel, Brennnessel, Brunnenkresse, Fetthenne, Gänseblümchen, Gänsefingerkraut, Gundermann, Huflattich, Kapuzinerkresse, Knoblauchsrauke, Knopfkraut, Labkraut, Löwenzahnwurzel, Margerite, Nachtkerze und -wurzel, Nelkenwurz, Pfennigkraut, Schaumkraut, Spitzwegerich und -wurzel, Vogelmiere, Waldsauerklee, Wegwarte, Wiesenbärenklau, Wiesenlabkraut

Ratgeber

Nützliche Gartentipps für November

Pflanzen, umsetzen, warten und schützen: Im November werden Nutz- und Ziergärten fit für den nahenden Winter gemacht.

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