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Gastrotipp

Speisen über den Dächern Chams

Das Panorama-Restaurant freys im Bayerwald besticht mit Architektur, Service und Küche – und liefert einen tollen Ausblick.
Von Frank Betthausen

Vor allem mit Regionalem und Saisonalem wollen Restaurantleiterin Anja Tischner und Chefkoch Markus Roth überzeugen. Foto: Simon Tschannerl
Vor allem mit Regionalem und Saisonalem wollen Restaurantleiterin Anja Tischner und Chefkoch Markus Roth überzeugen. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Wer das alte Restaurant im Modeerlebniskaufhaus Frey gekannt hat, wird bei seinem ersten Besuch nach dem Komplettumbau im neuen freys erst einmal staunen. „Wir wollten Einzigartiges schaffen“, sagte Frey-Geschäftsführer Helmut Hagner vor der Wiedereröffnung im Oktober 2017. Und das ist dem Unternehmen mit seinem Panorama-Restaurant über den Dächern Chams gelungen. Vor dem Essen lohnt sich also ein Rundgang durch die Räume mit ihren 220 Plätzen, von denen auch an diesem Tag zur Mittagszeit viele belegt sind. Das freys hat schnell überzeugt mit seiner Architektur und Küche – die Leute kommen gern und regelmäßig. Nicht nur, um ihren Einkauf ausklingen zu lassen, sondern auch um ihre Mittagspause hier zu verbringen.

Panorama-Restaurant freys

  • Adresse:

    Marktplatz 11, 93413 Cham, Telefon (0 99 71) 40 84 20, www.freysrestaurant.de

  • Öffnungszeiten:

    Montag bis Freitag von 8 bis 18.30 Uhr und Samstag von 8 bis 18 Uhr

  • Besondere Infos:

    Das freys am Chamer Marktplatz öffnet eine Stunde vor dem Kaufhaus und ist übers Treppenhaus zu erreichen.

  • Preise:

    Frühstück ab 3,90 Euro; Wok-Gerichte 6,90 Euro; Burger ab 5,90 Euro; 0,4 Liter Tafelwasser 2,50 Euro; 0,2 Liter Wein ab 3,90 Euro; 0,5 Liter Fassbier 2,80 Euro

  • Gastrotipp:

    „Ein Gasthaus“ – das ist, liebe Leser, eine Momentaufnahme. Die Beschreibung eines Essens, die – meist – genießerische Erinnerung an Geschmack und Atmosphäre. Eine subjektive Sache also, ein Tipp, der Ihnen empfiehlt: Gehen Sie hin, bilden Sie sich Ihr Urteil.

Wir gehen an der Polster-Lounge vorbei und steuern den Familien-Bereich im Nebenraum an. Es ist hell – und auch im Service scheint die Sonne. Die Bedienung ist freundlich und zuvorkommend. Wir beschließen, uns ein wenig durch die Karte zu probieren. „Oh – die ist sehr gut“, entfährt es meiner Frau, als sie den ersten Löffel ihrer Curry-Zitronengras-Suppe mit Garnelenspieß kostet. Der gemischte Salat steht dem in nichts nach. Er ist knackig und mit Hausdressing fein angemacht. Das Urteil unserer Großen über den gebratenen Zander mit Spinat und Salzkartoffeln fällt kurz aus. „Wunderbar!“ Eindeutig sind auch die Anmerkungen unseres großen Sohnes über den Schweinebraten. „Guad!“, sagt er. Und die Knödel? „Hammer!“ Ich habe mich fürs Business-Menü entschieden: Hähnchenbrust-Roulade – gefüllt mit Tomate, Mozzarella und Basilikumpesto. Das Fleisch ist zart, der Tomaten-Pesto-Geschmack kräftig, aber nicht alles überdeckend. Abzüge gibt es auf den Reis. Er ist ein wenig verkocht und etwas zu salzig – ähnlich wie beim Wok Indien, den meine Frau bestellt. Und: Die Sauce zum Hähnchen ist leider dieselbe wie die zum Schweinebraten.

Die Bedienung geht aufgeschlossen mit unseren Hinweisen um und wird sie weitergeben. Unseren Gesamteindruck können die „Ausrutscher“ nicht trüben. Erst recht nicht, weil uns das Dessert wieder überzeugt. Die Johannisbeer-Quarkcreme ist fruchtig-frisch und rundet den Besuch perfekt ab.

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