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Bayerische Küche im Vintage-Style

Gelungene Wirtshauskultur: Im Alten Schlachthof im Regensburger Osten wird deftiges Essen neu gedacht.
Von Isolde Stöcker-Gietl

Bedienung Nadine serviert in der Gaststube des Alten Schlachthofs einen Schweinebraten im Reindl. Foto: Tino Lex
Bedienung Nadine serviert in der Gaststube des Alten Schlachthofs einen Schweinebraten im Reindl. Foto: Tino Lex

Regensburg.Wurstsalat und Obazda im Gläschen, der Schweinebraten im Reindl und statt der obligatorischen Porzellanteller werden Haxen und Schnitzel auf rustikalem Steingut drapiert. Im Alten Schlachthof in Regensburg, dort, wo früher die Metzger zechten, isst man heute noch traditionell, aber optisch etwas aufpoliert. Vintage-Style trifft es wohl am Besten. Und das Bier schmeckt wie zu Metzgerszeiten – es kommt vom Kneitinger.

Die Brauerei war es auch, die die 1888 als zweigeschossigen Klinkerbau errichtete „Restauration“ im ehemaligen Schlachthofareal im Osten der Stadt von Grund auf saniert und in eine heimelige Stube verwandelt hat. Dunkles Holz dominiert, lange Tische und gemütliche Eckbänke lassen Gespräche in großer Runde oder gemütliche Zweisamkeit zu.

Kneitinger’s Alter Schlachthof

  • Adresse:

    Am Alten Schlachthof 9, 93055 Regensburg, Tel. (09 41) 46 37 77-0, www.hotel-schlachthof-regensburg.de

  • Öffnungszeiten:

    Täglich ab 11.30 Uhr.

  • Besondere Infos:

    Mittagsgerichte für 10,50 Euro oder Businessmenü 15 Euro. Barrierefrei.

  • Preise:

    Suppen ab 4,50 Euro, Vorspeisen ab 8,50 Euro, Hauptgerichte ab 9,50 Euro, Brotzeiten ab 4,50 Euro. Kneitinger Biere (0,3 l) ab 3,20 Euro.

  • Tipp:

    „Ein Gasthaus“ – das ist, liebe Leser, eine Momentaufnahme. Die Beschreibung eines Essens, die – meist – genießerische Erinnerung an Geschmack und Atmosphäre. Eine subjektive Sache also, ein Tipp, der Ihnen empfiehlt: Gehen Sie hin, bilden Sie sich Ihr Urteil.

Wir nehmen in einer der Nischen Platz. „Im Sauerkrautkoma?“, begrüßt uns die Tafel an der Wand. In das würden wir tatsächlich gerne beim Bayerischen Antipasti-Teller (13,50 Euro) fallen. Das Gläschen Kraut ist uns zu klein, wir möchte mehr davon! Viel mehr! So wie auch von den anderen Spezialitäten, die im Reindl appetitlich drapiert wurden. Obazda und Bratwürstl, Mini-Schnitzel mit Kartoffelsalat, gebackene Weißwurst und kalter Braten. Wer sich diese üppige Vorspeise bestellt, der sollte viel Hunger mitbringen oder alle am Tisch kosten lassen.

„Zehn von zehn Punkten“ für den „Schlachthof-Burger“

Wir wollen noch mehr und bestellen „Knusprige Spanferkelhaxe“ (13,50 Euro), „Altbayerischen Schweinebraten“ (11,50 Euro) und einen „Schlachthof-Burger“ (14,50 Euro). Letzterer besteht aus Pulled Pork und wird mit Süßkartoffel-Pommes und soßengetränktem Dunkelbier-Bun serviert. Unsere Kinder haben umgehend dem amerikanischen Burger abgeschworen. „Zehn von zehn Punkten“, loben sie. Auch am Schweinebraten, der mit üppiger Kruste serviert wird, und an der Haxe gibt es überhaupt nichts zu mäkeln. Sehr zufrieden sind wir auch mit der sämigen Bratensoße – ein entscheidendes Kriterium in der bayerischen Küche.

Geführt wird die Gaststätte von der Familie Riemhofer, die man noch vom Domplatz und aus dem Heuport kennt. Im Alten Schlachthof beweisen sie erneut ein gutes Gespür für das, was gelungene Wirtshauskultur ausmacht.

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Gasthaus

Ein ehrliches Mahl in einem Denkmal

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