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Gasthaus

Schweinshaxe als Hingucker

Im Regensburger Stadtosten setzt der „Alte Schlachthof“ eine Wirtshaustradition fort. Hier wird bayerische Küche serviert.
Von Andrea Fiedler, MZ

Diego Hebenstreit ist Küchenchef im Alten Schlachthof. Hier serviert er eine Portion Schweinebraten. Foto: Lex
Diego Hebenstreit ist Küchenchef im Alten Schlachthof. Hier serviert er eine Portion Schweinebraten. Foto: Lex

Regensburg.Mitte November hat im Regensburger Marina Quartier der „Alte Schlachthof“ eröffnet. Die Brauerei Kneitinger belebte damit eine Wirtshaustradition. Bereits von außen sticht das frisch sanierte, hellgrün gestrichene Lokal im Stadtosten ins Auge. Und auch die hohen, hell gestalteten Räume im Inneren können sich sehen lassen. Wir suchen uns einen Tisch in der Ecke und rutschen auf die Bank, von der wir einen Blick auf den Gastraum werfen können. Obwohl an diesem Abend nicht alle Tische besetzt sind, ist es laut im Lokal. Lachen, angeregte Gespräche, wohltuendes Gemurmel – eine Geräuschkulisse, wie sie in ein bayerisches Wirtshaus passt.

Traditionelles steht auch auf der Speisekarte: Wir entscheiden uns für eine klassische Vorspeise – eine Rinderbrühe mit Pfannkuchenstreifen soll es sein. Die Suppe kommt dampfend heiß auf den Tisch und schmeckt kräftig. Mit fad schmeckenden Tütensuppen, die mancherorts dem Gast serviert werden, hat sie nichts zu tun. Ein gelungener Start, finden wir.

Informationen zum Lokal:

Alter Schlachthof

  • Adresse:

    Am Alten Schlachthof 9, 93055 Regensburg; Telefon: (09 41) 4 63 77 70; www.kneitinger-regensburg.de

  • Öffnungszeiten:

    Sonntag bis Donnerstag 11 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag 11 bis 23.45 Uhr

  • Weitere Infos:

    Im „Alten Schlachthof“ gibt es eine behindertengerechte Toilette.

  • Preisbeispiele:

    Speisen: Rinderbrühe 4,50 Euro; Portion Schweinshaxe 11,80 Euro; Kalbsleber 16,50 Euro; Eis mit Himbeeren 5,20 Euro. Getränke: Wasser (0,5 l) 3,10 Euro; Silvaner (0,2 l) 4,80 Euro; Pils (0,3 l)
    2,90 Euro

Üppige Portionen werden zum Hauptgang serviert. Wir haben unter anderem die gebratene Kalbsleber bestellt. Die Stücke sind zart, die einreduzierte Sauce schmeckt kräftig. Ein Rosmarinjus, so steht es in der Karte, der für unseren Geschmack noch einen Hauch mehr Kräutergeschmack vertragen könnte. Trotzdem eine gute Kombination zum klassischen Kartoffelbrei. Ein Hingucker ist die halbe Schweinshaxe – eine Portion, die kaum zu schaffen ist.

Die knusprige Haut kracht laut beim ersten Bissen.

Die knusprige Haut kracht laut beim ersten Bissen. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie frisch aus dem Ofen kommt. Das Fleisch löst sich wie von selbst vom Knochen, das Messer ist fast überflüssig. Dazu gibt es Biersauce, Sauerkraut und einen Knödel. Wir sind satt, aber eine Nachspeise muss trotzdem sein. Wir entscheiden uns für die wenig bayerisch anmutende Crème brûlée, die mit einer feinen Zuckerkruste auf den Tisch kommt. Sie schmeckt gut und doch macht für uns an diesem Abend ein Klassiker das Rennen, der in unseren Augen besser in den neuen „Alten Schlachthof“ passt: Cremiges Vanilleeis, heiße Himbeeren, Sahne – mehr muss nicht.

Lage des Gasthauses:

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