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Gasthaus

Hier wird Essen zu Kunst

Im Restaurant Esskunst in Schwarzenfeld gilt: Alles ist erlaubt, solange es schmeckt. Und das tut es definitiv.
Von Lissi Knipl-Zörkler

Esskunst in Schwarzenfeld: Christian Bernholz und Tamara Fäller servieren hausgemachte Pralinen und kurz gebratenen Thunfisch. Foto: Tino Lex
Esskunst in Schwarzenfeld: Christian Bernholz und Tamara Fäller servieren hausgemachte Pralinen und kurz gebratenen Thunfisch. Foto: Tino Lex

Schwarzenfeld.Der Name des Restaurants kommt nicht von ungefähr: Esskunst. Hier zaubert Christian Bernholz seit letzten Herbst wahre Kunstwerke auf die Teller. Gekonnt interpretiert er in seinem Schwarzenfelder Lokal klassische Gerichte neu und und gibt ihnen einen regionalen Anstrich. Unter den Kategorien Land und Wasser wählen die Gäste aus zwei verschiedenen Vier-Gang-Menüs. Selbstverständlich kann auch nach eigenem Gusto kombiniert werden. Außerdem bietet die Speisekarte unter „Alternativen“ einzigartige Gerichte für alle Feinschmecker.

Als Vorspeise entscheiden wir uns für die geräucherte Barbarie-Entenbrust und für eine Suppe. Ein dezenter Hauch von Kokos und die Süße der Nashibirne machen das fruchtige Karottensüppchen so besonders. Das krosse Shrimpsbrot mit feiner Wildkräutercreme und Sprossen harmoniert perfekt.

Das Restaurant Esskunst

  • Hauptstraße 24, 92521 Schwarzenfeld, Tel. (0 94 35) 6 99 99 60, www.restaurant-esskunst.de

  • Öffnungszeiten:

    Mo-Fr 17.30 bis 22 Uhr; Mittwoch Ruhetag; Sa-So 11.30 bis 14 Uhr, 17.30 bis 22 Uhr

  • Besondere Infos:

    Für eine Gruppe ab acht Personen kann eine eigene Auswahlkarte erstellt werden. Das Lokal ist barrierefrei.

  • Preise:

    Vorspeisen ab 12,50 Euro; Hauptgerichte ab 15,50 Euro; alkoholfreies Getränke ab 2,20 Euro; Glas Wein ab 2,80 Euro

  • „Ein Gasthaus“ –

    das ist, liebe Leser, eine Momentaufnahme. Die Beschreibung eines Essens, die – meist – genießerische Erinnerung an Geschmack und Atmosphäre. Eine subjektive Sache also, ein Tipp, der Ihnen empfiehlt: Gehen Sie hin, bilden Sie sich Ihr Urteil.

Die leicht geräucherte Entenbrust ist ein gelungenes Farb- und Aromaspiel mit dunklen Belugalinsen, exotischen Kapstachelbeeren und dem leicht nussigen Kürbis. Nach diesem gelungenen Auftakt freuen wir uns auf einen vielversprechenden Abend in einem modernen und unkomplizierten Ambiente. Die Hauptspeisen kommen gleichzeitig an den Tisch. Mein butterweicher Hirschrücken mit dezentem Wildgeschmack wird mit Wirsing und Schupfnudeln serviert. Knuspriger Nussroggen-Crumble und Mandarinen sind eine gute Kombination zur pikanten Sauce. Dazu empfohlen: ein samtig weicher Pinot noir (2016 Brogsitter Ahr-Schiefer, Baden). Der Service ist aufmerksam und freundlich. Mein Begleiter schwärmt von seinem Kalbsfilet, das ich probieren darf.

Natürlich ist auch die Nachspeise ein kleines Kunstwerk

Das rosa gebratene, zarte Fleisch zergeht auf meiner Zunge. Morcheln und Perlzwiebeln bringen eine zurückhaltende Würze, gerade so viel, dass auch die Petersilienwurzeln noch zur Geltung kommen.

Natürlich ist auch die Nachspeise ein kleines Kunstwerk. Fluffige Topfennougatknödel mit Heidelbeeren, Topfenlimetteneis und Butterzimtbrösel sind nicht nur optisch formvollendet angerichtet, sondern auch geschmacklich ein Highlight.

Unser Fazit: Spannende Kreationen einer aromareichen Küche machen einen Besuch lohnenswert.

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