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Rezept

Der vielseitige Klassiker

Den Topfen-Marillen-Strudel zuzubereiten, kann zur Geduldsprobe werden. Mit ein paar Tricks klappt es.
Von Monika Pöllmann

Strudel schmeckt immer, ob wie hier mit Marillen oder anderen Füllungen. Foto: Monika Pöllmann
Strudel schmeckt immer, ob wie hier mit Marillen oder anderen Füllungen. Foto: Monika Pöllmann

Der Strudel ist eine Mehlspeise aus einer gefüllten und gebackenen oder gekochten Teigrolle. Es gibt unzählige Strudelvarianten, deftige und süße – lecker sind sie alle. Der wohl bekannteste ist der Apfelstrudel.

Wir machen heute einen Topfen-Marillen-Strudel und sind dabei in Gedanken bei einer Kaffee-Pause in den Bergen. Die Zubereitung holt uns aber schnell auf den Boden der Tatsachen in der heimischen Küche zurück. Der Strudel strapaziert Nerven und Geduld, und das, obwohl wir uns den Nervenkitzel des selbst gemachten Strudelteigs ersparen.

Saftige Marillen sind die wichtigste Zutat des Strudels. Foto: Monika Pöllmann
Saftige Marillen sind die wichtigste Zutat des Strudels. Foto: Monika Pöllmann
Den Topfen zum Schluss vorsichtig unterheben. Foto: Monika Pöllmann
Den Topfen zum Schluss vorsichtig unterheben. Foto: Monika Pöllmann

Der Strudel macht uns beim ersten Versuch einen Strich durch die Rechnung. Der „Kandidat“ bevorzugt es nämlich, seine Form nicht zu halten und ziemlich in die Breite zu gehen. Nach oben macht er sich Luft, so dass die Teigplatte reißt und die Masse aufquillt. Naja, fototauglich ist er jetzt nicht mehr.

Wir versuchen unser Glück noch einmal, starten einen zweiten Versuch, in der Hoffnung, dass er nicht noch mehr Überraschungen parat hat. Und so funktionierte die Zubereitung: Die Marillen waschen und anschließend trocken tupfen und vierteln, dann beiseite stellen. Für die Füllung die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Butter, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale schaumig rühren. Das Eigelb und den Rum nach und nach einrühren. Den Topfen und den Eischnee vorsichtig unterheben.

Die Marillenhälften werden auf der Quark-Masse verteilt. Foto: Monika Pöllmann
Die Marillenhälften werden auf der Quark-Masse verteilt. Foto: Monika Pöllmann

Jetzt die Amarettini zerbröseln. Anschließend die Blätterteig-Rolle aufrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Topfenmasse gleichmäßig in der Mitte auf den Blätterteig streichen, am Rand rechts und links einen guten Zentimenter aussparen. Die Amarettini-Brösel auf die Quark-Masse geben. Anschließend die Marillenviertel darauf verteilen. Den Teig von beiden Seiten zusammenlegen und die Enden oben und seitlich gut andrücken. Das Eigelb verquirlen und den Strudel damit bestreichen. Tipp: Den Strudel auf dem Backblech seitlich begrenzen, so dass er keine Chance hat, sich auszudehnen. Im Backofen, mittlere Schiene, bei 200 Grad ca. 30 Minuten goldgelb backen. Der Strudel schmeckt sowohl lauwarm als auch kalt. Wer mag, serviert dazu Vanilleeis oder Schlagobers, wie die Österreicher zu Sahne sagen. Guten Appetit!

Zutaten für 6-8 Stücke

  • 1 Blätterteig-Rolle, 10 Stück Marillen (Aprikosen), 50 g Butter, 2 Eier, 1 Eigelb (zum Bestreichen), 50 g Zucker

  • 1 Päckchen Vanillezucker. 1 TL Rum, 200 g Topfen, abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, 20 g Amarettini

Unsere Backspezialistin Monika Pöllmann hat auch Rotkäppchen-Kuchen gebacken. Hier geht es zum Rezept!

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