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Rezept

Eintopf wärmt Novemberseele

Das kräftige Kartoffelgulasch erhellt mit Würze, Schärfe und Wumms trübe Tage – und stärkt die Abwehr.
Von Ursula Gaisa

Der Meerrettich-scharfe Kräuterjoghurt bildet das i-Tüpfelchen des veganen Gemüse-Eintopfs. Foto: Angelika Sauerer
Der Meerrettich-scharfe Kräuterjoghurt bildet das i-Tüpfelchen des veganen Gemüse-Eintopfs. Foto: Angelika Sauerer

Was gibt es Wohltuenderes an dunklen, kalten Novemberabenden als einen wärmenden, gut gewürzten Eintopf? Damit das Ganze etwas Wumms bekommt, verwenden wir zum einen gegrillte Paprika – gehäutet, da sind sie bekömmlicher –, etwas Räucherpaprikapulver und frisch geriebenen Meerrettich. Das Gemüse ist variabel, man kann zum Beispiel auch gut Reste verwerten, nur die Kartoffeln sind auf jeden Fall gesetzt, damit das Gulasch seinem Namen alle Ehre macht und gut sättigt.

Zutaten für das Kartoffelgulasch (3 Personen)

  • Für den Eintopf:

    2 rote Paprika; 400 g Kartoffeln, festkochend; 200 g Kürbis, z. B. Muskat; 1 rote Zwiebel; 2 Zehen Knoblauch; 1 TL Fenchelsamen; je 1/2 TL Chiliflocken und geröstetes Paprikapulver; ca. 2 cm langes Stück Ingwer; 2 EL Olivenöl; 2 Stangen Staudensellerie; 2 Karotten; 1 Dose stückige Tomaten (400 g); 600 ml Gemüsebrühe; Salz & Pfeffer

  • Für das Topping:

    4 EL Kokosjoghurt; 2 EL gehackte Petersilie; 1 EL Zitronenschale; 2 EL geriebener, frischer Meerrettich; 2 Prisen Salz

Man kann das Kartoffelgulasch auch mit anderem Gemüse kochen. Kartoffeln sollten aber immer dabei sein – schon allein wegen des Namens. Foto: Ursula Gaisa
Man kann das Kartoffelgulasch auch mit anderem Gemüse kochen. Kartoffeln sollten aber immer dabei sein – schon allein wegen des Namens. Foto: Ursula Gaisa

Der scharfe, grüne Wasabi ist zwar sehr in Mode, aber wir haben ja auch den guten, alten Meerrettich – und der ist gerade frisch verfügbar. Kren, wie er in Österreich, Tschechien und Bayern auch genannt wird, ist eine besondere Wurzel, der Heilkräfte zugeschrieben werden. Im Mittelalter wurde er etwas gegen Skorbut eingesetzt.

Der Meerrettich wird frisch über den Kräuter-Kokosjoghurt gerieben. Foto: Angelika Sauerer
Der Meerrettich wird frisch über den Kräuter-Kokosjoghurt gerieben. Foto: Angelika Sauerer

Meerrettich stärkt die Abwehr und schützt vor Erkältungen, denn er enthält viel Vitamin C. Außerdem soll er den Kreislauf anregen, Husten lösen, sogar bei Kopfschmerzen helfen: Die ätherischen Öle, die beim Reiben frei werden, sorgen für einen klaren Kopf. Meerrettich soll gut bei Magen-Darm-Beschwerden sein und die Fettverdauung unterstützen, außerdem enthält er antibiotische und krebsvorbeugende Stoffe. Wenn das keine Argumente für ihn sind?

Gegrillte Paprika lässt sich gut häuten – der kleine Aufwand lohnt sich. Foto: Angelika Sauerer
Gegrillte Paprika lässt sich gut häuten – der kleine Aufwand lohnt sich. Foto: Angelika Sauerer

So einfach lässt sich die Haut der gegrillten Paprikas abziehen. Foto: Angelika Sauerer
So einfach lässt sich die Haut der gegrillten Paprikas abziehen. Foto: Angelika Sauerer

Als Erstes wird der Grill des Backofens auf 230 Grad vorgeheizt. Die Paprikas waschen, halbieren, entkernen und mit der Schnittseite nach unten auf ein Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen auf der zweiten Schiene von oben rösten, bis die Haut der Paprika schwarz wird und Blasen wirft. Aus dem Ofen nehmen, mit einem nassen Küchenhandtuch abdecken und fünf Minuten abkühlen lassen. Dann die Haut mit einem Messer abziehen und die Paprika in circa zwei Zentimeter große Stücke schneiden.

Kartoffeln schälen und würfeln, Kürbis schälen, entkernen und klein schneiden, Karotten und Staudensellerie ebenfalls – alles in gleich große Stücke. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Die Gewürze in einem Mörser grob zerkleinern.

Das Gemüse brät kurz an, dann köchelt es mit stückigen Tomaten gar. Foto: Angelika Sauerer
Das Gemüse brät kurz an, dann köchelt es mit stückigen Tomaten gar. Foto: Angelika Sauerer

In einem großen Topf 2 EL Olivenöl erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer unter Rühren glasig anbraten, Gewürze zufügen und weiter anschwitzen. Kartoffeln, Kürbis, Karotten, Sellerie und Paprika einrühren, dann mit stückigen Tomaten und Brühe auffüllen. Den Eintopf bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze 25 bis 30 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist; ab und zu umrühren. Zum Schluss kräftig salzen und pfeffern.

Währenddessen klein gehackte Petersilie, Zitronenschale und geriebenen Meerrettich unter den Kokosjoghurt mischen und mit Salz abschmecken. Einen Klecks davon beim Servieren auf das Gulasch geben.

Hier sehen Sie im Video, wie Ursula Gaisa das Kartoffelgulasch zubereitet:

Angelika Sauerer hat gefilmt, wie Ursula Gaisa das Kartoffelgulasch kocht.

Neues Kochbuch unserer Gastköchin Ursula Gaisa

Ursula Gaisa Foto: A. Sauerer
Ursula Gaisa Foto: A. Sauerer

Ursula Gaisa ist Vegetarierin und bekennend Kochbuch-süchtig. Nun hat sie selbst eins verfasst: „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ ist eine bayerisch-vegetarischen Rezeptsammlung auf 152 Seiten, im MZ-Buchverlag erschienen und kann im Mittelbayerische Shop bestellt werden (19,90 Euro).

Das Kochbuch von Ursula Gaisa heißt „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ und ist im MZ Buchverlag/ Battenberg-Gietl erschienen.
Das Kochbuch von Ursula Gaisa heißt „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ und ist im MZ Buchverlag/ Battenberg-Gietl erschienen.

Das saisonale Angebot dient der Regensburgerin als Inspiration für ihre Rezepte im Buch und auch auf unserer Aufgetischt-Seite. Außerdem bloggt sie auf immerschick.de. Unter der Kategorie immer.lecker gibt es Kochbuchtipps und viele weitere Rezeptideen.

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Zu den Crêpes gibt es eine Spinatfüllung. Bohnenmus und frittierte Kapern runden das vegetarische Gericht ab.

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