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Italienischer Brotsalat mit allem

Resteverwertung mit viel Aroma und Vitaminen: Erdbeeren verleihen dieser Panzanella fruchtige Frische.
Von Ursula Gaisa

Ein Salat wie ein farbenfroher Sommerblumenstrauß.
Ein Salat wie ein farbenfroher Sommerblumenstrauß. Foto: Angelika Sauerer

Sommer, Sonne, Hitze – da fällt sogar mir oft das Kochen schwer. Bei diesem Rezept kocht nur der Backofen kurz, alles andere ist Geschnippel. Die Zutaten sind austauschbar – abgesehen vom alten Brot, das wahrscheinlich jeder manchmal seufzend betrachtet: Entweder man hat zu wenig oder zu viel eingekauft. Auf gut Italienisch heißt dieser Salat Panzanella. Auch in der Toscana verwendet man alle möglichen Reste.

Zutaten für vier Personen (Hauptgericht)

  • Für den Salat:

    4 Semmeln oder 4 Scheiben Brot vom Vortag; Olivenöl; Salz & Pfeffer; 2 Handvoll Gemüse, hier Blumenkohl; 200 g Halloumi; 500 g Tomaten; 2 Minigurken; 250 g frische Erdbeeren; 1 Handvoll frische Kräuter (Petersilie, Minze…); 2 Handvoll grüner Salat (z. B. Rucola); Zwiebel nach Gusto

  • Für das Dressing:

    Saft einer großen Biozitrone; 5 EL Olivenöl; Salz & Pfeffer; 2 EL abgetropfte Kapern; etwas Ahornsirup

Sollten Sie keine Erdbeeren mehr bekommen, funktionieren auch Himbeeren, Brombeeren oder Blaubeeren gut im Salat. Die Früchte machen das Ganze etwas exotischer und geben Frische. Genauso wie das Dressing, mit viel Zitrone und meinen geliebten Kapern, die für eine angenehme Säure sorgen. Der Halloumi, ein zypriotischer Grillkäse, kann auch gut durch Mozzarellakügelchen oder Schafskäse ersetzt werden, aber wenn der Backofen schon mal an ist, bietet er sich an.

Am Ende wird der Salat aus den bunten Zutaten zusammengesetzt.
Am Ende wird der Salat aus den bunten Zutaten zusammengesetzt. Foto: Angelika Sauerer

Sollten Sie übrigens Tomaten gekauft haben, die noch nicht ganz reif sind: Wickeln Sie sie in Zeitungspapier und legen Sie das Päckchen in eine dunkle Schublade – Tomaten sind Nachtschattengewächse, deshalb ja nicht in die Sonne legen, das gibt sonst Matsch. Das ist ein Tipp von der Gemüsehändlerin meines Vertrauens.

Brot, Blumenkohl und Halloumi rösten im Backofen.
Brot, Blumenkohl und Halloumi rösten im Backofen. Foto: Angelika Sauerer

Heizen Sie also als Erstes den Backofen auf 180 Grad Umluft vor. Das muss leider sein. Das Brot oder die Semmeln vom Vortag (es kann natürlich auch noch etwas älter sein) wird in mundgerechte Stücke gezupft, Gemüsereste – hier Blumenkohl in zwei Farben – und Halloumi ebenfalls. Alles gut mit reichlich Olivenöl und Salz mischen, auf ein Backblech legen und mindestens zehn Minuten goldbraun rösten. Es kann sein, dass der Blumenkohl etwas länger braucht, dann Brot und Halloumi vorher rausnehmen. Alles abkühlen lassen.

Das Dressing in einem Schraubglas mischen, dann gut schütteln – fertig.
Das Dressing in einem Schraubglas mischen, dann gut schütteln – fertig. Foto: Angelika Sauerer

Große Erdbeeren halbieren, Tomaten und Gurken in Stücke schneiden, Salat in mundgerechte Stücke zerteilen, Kräuter abzupfen. Ein Dressing aus einem Teil Zitronensaft, der gleichen Menge Olivenöl, Salz, Pfeffer, den Kapern und etwas Ahornsirup herstellen.

Erst den Salat auf Tellern oder einer Servierplatte anrichten, die Tomaten, Gurken, geröstetes Brot, Gemüse, Kräuter und Erdbeeren dekorativ darauf verteilen, mit dem Dressing beträufeln und mit essbaren Blümchen aus dem Garten dekorieren.

So bereitet Ursula Gaisa ihren Brotsalat zu:

Ursula Gaisas Panzanella – so geht sie. Video: A. Sauerer

Zur Person Ursula Gaisa

Ursula Gaisa.
Ursula Gaisa. Foto: Angelika Sauerer

Ursula Gaisa ist Vegetarierin und bekennend Kochbuch-süchtig. Inzwischen hat sie auch selbst eins verfasst: „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ ist eine bayerisch-vegetarischen Rezeptsammlung auf 152 Seiten, im MZ-Buchverlag erschienen und kann im Mittelbayerische Shop bestellt werden (19,90 Euro).

Das Kochbuch von Ursula Gaisa: Schmankerl für 5 Jahreszeiten.
Das Kochbuch von Ursula Gaisa: Schmankerl für 5 Jahreszeiten. Foto: MZ Buchverlag/Battenberg-Gietl

Das saisonale Angebot dient der Regensburgerin als Inspiration für ihre Rezepte im Buch und auch auf unserer Aufgetischt-Seite. Außerdem bloggt sie auf immerschick.de. Unter der Kategorie immer.lecker gibt es Kochbuchtipps und viele weitere Rezeptideen.

Lesen Sie auch: Im Juni hat Ursula Gaisa einen pikanten Kohlrabi zubereitet:

Rezept

Kohlrabi mit pikantem Herz

Die Cordon bleus aus den Scheiben der Knolle werden mit Feta und getrockneten Tomaten gefüllt. Dazu gibt es einen Joghurtdip.

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