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Kohlrabi mit pikantem Herz

Die Cordon bleus aus den Scheiben der Knolle werden mit Feta und getrockneten Tomaten gefüllt. Dazu gibt es einen Joghurtdip.
Von Ursula Gaisa

Tomatensalat und Joghurtdip mit Limette und Minze runden den panierten Kohlrabi ab.
Tomatensalat und Joghurtdip mit Limette und Minze runden den panierten Kohlrabi ab. Foto: Angelika Sauerer

Auch so ein ungeliebtes Gemüse aus der Kindheit, das totgekocht so gar nicht schmeckt und gerade Saison hat: der Kohlrabi. Die süßlich-nussigen Knollen sind sehr vielfältig verwendbar: typisch deutsch als gekochte Beilage, besser in der Pfanne bissfest gebraten oder roh als knackige Gemüsesticks. Kohlrabi ist sehr vitamin- und nährstoffreich, enthält viel Vitamin C, Beta-Carotin (Vitamin A, das vor Herzerkrankungen schützen soll), Vitamin E, B-Vitamine und Folsäure. Kohlrabiblätter haben gegenüber der Knolle übrigens einen doppelt so hohen Gehalt an Vitamin C, der Gehalt an Carotin beträgt das 100-fache, der an Calcium und Eisen das zehnfache – die dunkelgrünen Blätter also unbedingt mitverwenden, wenn Sie eine Gemüsebeilage zubereiten.

Zutaten für drei Personen

  • Für den Joghurtdip:

    200 g griechischer Joghurt, Saft und Abrieb einer Limette, 2 getrocknete Tomaten in Öl, 10 Blätter frische Minze, Salz, Pfeffer, 1 Zehe Knoblauch, Olivenöl

  • Für den Tomatensalat:

    300 g frische kleine Tomaten, 2 Frühlingszwiebeln

  • Für die Kohlrabi-Cordon-bleus:

    2 große Knollen Kohlrabi, 1 Stück Feta (Schafskäse), 3 getrocknete Tomaten in Öl, Salz, Öl zum Ausbraten

Die Zutaten für die gefüllten Kohlrabischnitzel Foto:
Die Zutaten für die gefüllten Kohlrabischnitzel Foto: Foto: Ursula Gaisa/Ursula Gaisa

Neben Sellerieschnitzeln gehören panierte Kohlrabischeiben zu den Klassikern der vegetarischen Küche. Hier werden sie auch noch mit würzigem Schafskäse und sonnengetrockneten Tomaten gefüllt. Dazu frische rote Tomaten, von denen es jetzt schon ganz geschmackvolle aus Franken auf dem Markt gibt – also greifen Sie zu. Komponente Nummer drei, der Joghurtdip, rundet das Ganze ab. Unbedingt vor den Cordon bleus herstellen und im Kühlschrank gut durchziehen lassen. Dafür wird vollfetter griechischer Joghurt kräftig mit Limettenabrieb, -saft, Salz, Pfeffer, einem Schuss gutem Olivenöl, streifig geschnittenen, getrockneten Tomaten, der gehackten Knoblauchzehe und der klein geschnittenen Minze gemischt und abgeschmeckt.

Getrocknete Tomaten, Knoblauch, Limette und Olivenöl würzen den Dip.
Getrocknete Tomaten, Knoblauch, Limette und Olivenöl würzen den Dip. Foto: Angelika Sauerer

Für den Salat die kleinen Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln und mit der hauchfein geschnittenen Frühlingszwiebel anrichten. Gerade gibt es auch eine violette Sorte. Lauchzwiebeln bringen feinen Geschmack in jeden Salat und sind roh bekömmlicher als normale Speisezwiebeln.

Die blanchierten Kohlrabischeiben werden gefüllt.
Die blanchierten Kohlrabischeiben werden gefüllt. Foto: Angelika Sauerer

Die Kohlrabiknollen werden großzügig geschält, holzige Stellen müssen entfernt werden. Dann in circa fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden. Diese in kochendem Wasser – Salz nicht vergessen! – zwei Minuten blanchieren, abgießen, auskühlen lassen, trocken tupfen. Dünne Feta-Scheiben und klein geschnittene, getrocknete Tomaten zwischen zwei Scheiben Kohlrabi geben, gut andrücken, von beiden Seiten etwas salzen.

Panieren und dann goldgelb in Pflanzenöl ausbacken
Panieren und dann goldgelb in Pflanzenöl ausbacken Foto: Angelika Sauerer

Jetzt wird eine Panierstraße angelegt und die Cordon bleus darin von allen Seiten in der Reihenfolge Mehl, verquirltes Ei und Semmelbrösel gewendet. Reichlich Pflanzenöl in einer großen, beschichteten Pfanne heiß werden lassen und die Gemüseschnitzel von jeder Seite etwa vier Minuten goldbraun ausbacken. Mit dem Dip und dem Tomatensalat servieren.

So bereitet Ursula Gaisa ihren panierten Kohlrabi zu:

Video: Angelika Sauerer/Schnitt: Leonhard Sauerer

Zur Person Ursula Gaisa

Ursula Gaisa
Ursula Gaisa Foto: Angelika Sauerer/Angelika Sauerer

Ursula Gaisa ist Vegetarierin und bekennend Kochbuch-süchtig. Inzwischen hat sie auch selbst eins verfasst: „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ ist eine bayerisch-vegetarischen Rezeptsammlung auf 152 Seiten, im MZ-Buchverlag erschienen und kann im Mittelbayerische Shop bestellt werden (19,90 Euro).

Das Kochbuch von Ursula Gaisa: Schmankerl für 5 Jahreszeiten
Das Kochbuch von Ursula Gaisa: Schmankerl für 5 Jahreszeiten Foto: MZ Buchverlag/Battenberg-Gietl/MZ Buchverlag/Battenberg-Gietl

Das saisonale Angebot dient der Regensburgerin als Inspiration für ihre Rezepte im Buch und auch auf unserer Aufgetischt-Seite. Außerdem bloggt sie auf immerschick.de. Unter der Kategorie immer.lecker gibt es Kochbuchtipps und viele weitere Rezeptideen.

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