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Marillenknödel mit Semmelbrösel

Die süßen Teigbällchen sind eine österreichische Spezialität. Man muss dazu aber nicht in die Wachau reisen.
Von Monika Pöllmann

Eine süße Köstlichkeit: Marillenknödel aus Topfenteig
Eine süße Köstlichkeit: Marillenknödel aus Topfenteig Foto: Monika Pöllmann

Der Marillenknödel ist der Inbegriff der Wachau. Und ein Beispiel für die Offenheit der Österreicher gegenüber anderen Kulturen. Schließlich verbindet die Delikatesse eine ursprünglich chinesische Frucht (Marille) mit einer Pflanze aus Polynesien (Zucker) und einer oberösterreichischen Zubereitungsidee (Knödel).

Die Europäische Union hat auch bei der Marille ihre behördlichen Finger im Spiel. In diesem Fall haben aber die Wachauer Marillenbauern trotz der strengen Vorgaben gut lachen. Sie erhielten mit der kontrollierten Ursprungsbezeichnung Wachauer Marille ein europaweit gültiges Zertifikat, das ihre kostbaren Früchte unter die Besten ihrer Art einreiht.

Kerne mit einem Kochlöffelstiel entfernen

Wir probieren uns heute an einem original österreichischen Rezept, auch wenn am Markt keine Marillen aus der Wachau zu bekommen waren. Und so gelingen die Marillenknödel: Die weiche Butter mit dem Vanillezucker und einer kleinen Prise Salz schaumig rühren. Das Ei, den Topfen und das Mehl einrühren und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Aus den Zutaten wird ein geschmeidiger Teig hergestellt.
Aus den Zutaten wird ein geschmeidiger Teig hergestellt. Foto: Monika Pöllmann

Zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und ca. 30 Minuten kühl rasten lassen. In der Zwischenzeit die Kerne aus den Marillen entfernen. Das funktioniert gut mit einem Kochlöffelstiel. In jede Marille ein Stück Würfelzucker stecken.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer ca. 5 cm dicken Rolle formen. Mit einem Messer Scheiben davon abschneiden und diese in der Handfläche etwas flach drücken, eine Marille auflegen und den Teig um die Frucht wickeln und gut verschließen.

Portionsweise werden die Marillen vom Teig umhüllt.
Portionsweise werden die Marillen vom Teig umhüllt. Foto: Monika Pöllmann

Mit bemehlten Händen zu Knödeln formen und auf ein bemehltes Brett legen. So weiter verfahren, bis alle Marillen ihre Teighülle haben.

In einem großen Topf reichlich , nur leicht gesalzenes Wasser, zum Kochen bringen. Die Marillenknödel einlegen und 10 bis 13 Minuten leicht wallend ziehen lassen. Währenddessen ab und zu behutsam umrühren, damit sich die Knödel nicht anlegen.

Ein Probeknödel ist ratsam

Für die Garnitur Butter in einer Pfanne schmelzen. Semmelbrösel zugeben, mit Zimt aromatisieren, goldgelb rösten und kräftig zuckern.

Die Knödel in der Butter-Semmelbrösel-Zucker-Mischung wälzen.
Die Knödel in der Butter-Semmelbrösel-Zucker-Mischung wälzen. Foto: Monika Pöllmann

Die fertig gegarten Knödel vorsichtig herausheben und in den vorbereiteten Semmelbröseln wälzen. Anrichten und mit Puderzucker bestäuben. Um sicherzugehen, dass die Knödel nicht zerfallen, ist es ratsam, vor dem Füllen der Knödel einen Probeknödel zu kochen. Falls der zu weich ist, Mehl zugeben. Zu feste Knödel mit etwas Butter geschmeidig machen.

Zutaten für 8 bis 10 Marillenknödel

  • Für den Teig:

    300 g Topfen, 200 g Mehl, ca. 60 g zimmerwarme Butter, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Ei, Prise Salz, ca. 8 bis 10 kleine Marillen, ca. 8 bis 10 Stück Würfelzucker

  • Für die Garnitur:

    ca. 100 g Semmelbrösel, ca. 100 g Butter, Zimt, Puderzucker

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