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Rezept

Spaghetti „Numero 1 – Gigi Buffon“

Ein Klassiker für die Legende: Fernando ehrt den Rekordtorhüter Italiens mit Aglio, Olio & Peperoncino.
Von Angelika Sauerer, MZ

Fernando D’Amores Hommage an eine Torwartlegende: Nudeln mit Scampi Foto: A. Sauerer
Fernando D’Amores Hommage an eine Torwartlegende: Nudeln mit Scampi Foto: A. Sauerer

Regensburg.Von Zeit zu Zeit nimmt sich Fernando D’Amore seine Speisekarte vor und aktualisiert die Gerichte. Einige hat er nach seinen Fußballhelden benannt: Maradona, Toto Schillaci, Luca Toni. Neu darunter: Spaghetti „Numero 1 – Gigi Buffon“. Das Rezept, das Regensburgs Fußball-Italiener dem viermaligen Welttorhüter, Rekordtorhüter der Squadra Azzurra und Haustorwart von Juventus Turin zugedacht hat, passt zur Torwartlegende: Es ist in seiner Basis ein bodenständiger Klassiker – Aglio, Olio e Peperoncino (Knoblauch, Öl, Peperoncino). Hinzu kommen als Extravaganz große Scampi und als gewisses Etwas Kapern und Kirschtomaten.

Scampi, Knoblauch und Peperoncino braten in Olivenöl an. Foto: A. Sauerer
Scampi, Knoblauch und Peperoncino braten in Olivenöl an. Foto: A. Sauerer

Um bereits zu aktiven Zeiten zur Legende zu werden, reicht nicht allein die Leistung auf dem Platz. Während Gigi Buffon (39) seit 1995 in einem Tor der Serie A glänzt, fuhr seine private Vita bisweilen Achterbahn, vom gekauften Abizeugnis über unbedarft (und wohl unabsichtlich) verwendete Nazi-Symbole, Spiel- und Wetteskapaden, Depressionen bis hin zu der Treue zum Heimatverein Carrarese Calcio und der Liebe zur politisch linken, feministisch engagierten (und nebenbei schönen) Sportmoderatorin Ilaria D’Amico. Andere Torhüter haben Statistik, Gianluigi Buffon hat dazu auch noch ein Leben – eins mit Ecken und Kanten, Höhenflügen, Brüchen und dem ein oder anderen Fauxpas.

Kapern und Weißwein runden die Sauce ab. Butter macht den Fond cremig.Foto: A. Sauerer
Kapern und Weißwein runden die Sauce ab. Butter macht den Fond cremig.Foto: A. Sauerer

Während er in der Küche der Trattoria in der Furtmayrstraße dünne Knoblauchscheiben und gehackten Peperoncino in Olivenöl anschwitzen lässt, erklärt Fernando: „Knoblauch, Öl, Peperoncino – das hat in Italien jeder daheim. Ein Arme-Leute-Essen, das sich die Reichen abgeguckt haben, weil es so gesund ist.“ Wer mag, gibt penibel gesäuberte, bis kurz vors Schwanzende halbierte Scampi mit in die Pfanne – „aber es schmeckt auch ohne“. Nach zwei, drei Minuten streut Fernando die Kapern ein, pfeffert, salzt, gießt den Weißwein an und lässt alles ein paar Minuten ziehen.

Die Tomaten kommen erst mit den Spaghetti in die Pfanne.Foto: A. Sauerer
Die Tomaten kommen erst mit den Spaghetti in die Pfanne.Foto: A. Sauerer

Ein Stück Butter bindet die Sauce. Bei Bedarf kann man etwas Nudelwasser zugeben. Zuletzt gleiten bissfest gekochte Spaghetti und halbierte Kirschtomaten in die Sauce. Mit einem eleganten Schwenk lässt Fernando die Nudeln in der Pfanne rotieren. Petersilie drüber – fertig. Gianluigi Buffon wäre sicher begeistert.

Zutaten für 4 Personen

  • Es werden benötigt: 400 g Spaghetti, 12 Scampi, 3 große Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten, 1 kleiner scharfer Peperoncino, 2-3 EL Olivenöl, 0,2 l Weißwein, 2 EL Butter, Salz und Pfeffer, 20 mittelgroße Kapern, 8 Kirschtomaten, halbiert, Petersilie

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