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Rezept

Spinatpflanzerl für die Fleischkatze

Spinatknödel kann man auch in der Pfanne braten – wie Frikadellen, nur eben ohne Fleisch.
Von Angelika Sauerer

Parmesan und Butter umgeben die Spinatpflanzerl. Foto: Leonhard Sauerer
Parmesan und Butter umgeben die Spinatpflanzerl. Foto: Leonhard Sauerer

Als Kind war ich nicht nur eine Fleischkatze, die auch vor Blut- und Leberwürsten, jeder Art von Innereien, Pressack und Knöcherlsulz nicht haltmachte. Ich mochte außerdem Spinat für mein Leben gern. Im Grunde genommen habe ich alles geliebt, was deftig war und dazu auch noch Gemüse und Salat. Süßspeisen waren nicht so mein Ding. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Neu ist allerdings, dass ich seit einiger Zeit viel weniger Fleisch esse. Aus der Fleischkatze ist eine Gemüsekatze geworden. Und meine liebe Mutter, die absolute Meisterin der Fleischpflanzerl, reichte mir daher dieses einfache, aber dennoch sehr feine Rezept für Spinatpflanzerl weiter. Man könnte auch noch ein bisschen Speck hineintun, meinte sie. Wir haben ihn aber weggelassen, und er fehlte uns nicht.

Zutaten für drei Personen:

  • Für den Spinat:

    1 kleine Zwiebel; 1 Knoblauchzehe; Olivenöl; ca. 300 g frischer Blattspinat (gewaschen und gut trocken geschleudert), alternativ: TK-Blattspinat; etwas Muskatnuss; zerstoßene Pfefferkörner; Salz

  • Für die Pflanzerl:

    Spinat (abgekühlt, siehe oben); 4 weiße Semmeln (geschnitten); 4 Eier; eventuell etwas Semmelbrösel; falls nötig zum Nachwürzen Salz & Pfeffer; Öl zum Ausbacken; Parmesan zum Bestreuen; ca. 100 g braune Butter

Die Zutaten für die Spinatpflanzerl Foto: Leonhard Sauerer
Die Zutaten für die Spinatpflanzerl Foto: Leonhard Sauerer

Mit frischem Spinat ist es am besten. Foto: Leonhard Sauerer
Mit frischem Spinat ist es am besten. Foto: Leonhard Sauerer

Im Grunde genommen handelt es sich um Spinatknödel, die nicht in Wasser gekocht, sondern in der Pfanne herausgebraten werden. Wenn es ganz schnell gehen muss, kann man dafür auch Tiefkühl-Blattspinat verwenden. Wir haben frischen hergenommen. Er wird gewaschen und gut trockengeschleudert, während eine fein gehackte Zwiebel und die dünn geschnittene Knoblauchzehe in Olivenöl glasig anschwitzen. Nach und nach die Spinatblätter zugeben, umrühren und zusammenfallen lassen. Mit frisch zerstoßenem Pfeffer und Salz würzen und etwas Muskatnuss drüberreiben. Wichtig ist, dass der Spinat nicht zu viel Flüssigkeit zieht. Etwas abkühlen lassen.

Den Teig gut durchkneten Foto: Leonhard Sauerer
Den Teig gut durchkneten Foto: Leonhard Sauerer

Die Eier über die geschnittenen Semmeln aufschlagen und den Spinat dazugeben. Mit den Händen gut durchkneten, dazwischen kurz ziehen lassen. Wenn der Spinat kräftig gewürzt ist, braucht man nicht mehr nachsalzen oder pfeffern. Die Konsistenz des Knödelteigs prüfen: Ist er zu weich, mit etwas Semmelbrösel binden.

Der Teig wird wie flache Buletten geformt. Foto: Leonhard Sauerer
Der Teig wird wie flache Buletten geformt. Foto: Leonhard Sauerer

Nun Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, kleine Buletten formen und diese auf jeder Seite gut fünf Minuten braten. Sie sind fertig, sobald sie eine schöne Kruste haben.

In einer Kasserolle Butter schmelzen und leicht braun werden lassen. Die Spinatpflanzerl auf dem Teller mit der Butter übergießen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen. Dazu schmeckt ein bunter Salat.

Spinatpflanzerl gehen ganz einfach – das Video zeigt es:

Spinatpflanzerl mit brauner Butter und Parmesan Video: Leonhard Sauerer

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