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Rezept

Zuckerfreien Kuchen schlemmen

Wer Industriezucker meidet, muss auf Süßes nicht verzichten. Omas Rezepte funktionieren auch mit süßen Alternativen prima.
Von Maximiliane Fröhlich

Rotweinkuchen gelingt auch ohne Industriezucker und schmeckt genauso lecker. Foto: Maximiliane Fröhlich
Rotweinkuchen gelingt auch ohne Industriezucker und schmeckt genauso lecker. Foto: Maximiliane Fröhlich

Es gibt Momente, Gerichte oder Situationen, in denen Kindheitserinnerungen wieder zum Leben erweckt werden. Einer dieser Momente war das Durchstöbern von Omas Sachen, die schon seit Jahren auf dem Dachboden stehen. In einem der unzähligen Kartons kommt ein laminiertes DIN-A4-Blatt zum Vorschein, auf dem Oma einst handschriftlich drei Kuchenrezepte notierte. Und auf einmal roch der kalte Dachboden nach Omas Küche und meiner Kindheit.

Der einzige Haken an Omas leckeren Kuchenrezepten ist, dass sie weder kalorienarm noch zuckerfrei sind. Aber was soll’s, man kann es ja versuchen – und versprochen: Es gelingt! Die einzige Abweichung vom Rezept ist, dass der normale Zucker durch Stevia ersetzt wird. Dabei gibt es allerdings etwas zu beachten. Es gibt einmal Stevia, das aussieht wie Puderzucker und so gut wie kein Gewicht hat. Damit funktionieren „gewöhnliche“ Kuchen nicht. Wir nehmen kristallartiges Stevia, das aussieht wie herkömmlicher Zucker und den Industriezucker im Rezept eins zu eins ersetzen kann. Geschmacklich gibt es fast keinen Unterschied. Sogar die Skeptiker der Familie waren am Ende begeistert.

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermischen. Foto: Maximiliane Fröhlich
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermischen. Foto: Maximiliane Fröhlich
Die Konsistenz des Teiges sollte ähnlich einer Mousse au Chocolat sein. Foto: Maximiliane Fröhlich
Die Konsistenz des Teiges sollte ähnlich einer Mousse au Chocolat sein. Foto: Maximiliane Fröhlich

Genug erklärt, jetzt geht es endlich ans Backen. Zuerst den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Der Teig geht dann wirklich schnell. Dinkelmehl, Stevia, Margarine, Eier, Rotwein, Backpulver, Backkakao und Zimt in eine große Schüssel geben und mit einem Mixer oder einer Küchenmaschine zu einer homogenen Masse vermischen.

Die Konsistenz des Teiges ähnelt einer Mousse au Chocolat. Trotz des Dinkelmehls wird der Kuchen nicht zu fest, sondern schön fluffig. Die Kastenform im nächsten Schritt mit Backpapier auslegen, dann löst sich der Rotweinkuchen nach dem Backen ganz leicht. Den Teig in die Form füllen und glatt streichen.

Die Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig hineinfüllen. Foto: Maximiliane Fröhlich
Die Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig hineinfüllen. Foto: Maximiliane Fröhlich

Im Ofen braucht der Kuchen nun 50 bis 60 Minuten. Eine gute Stunde, in der sich der Duft von Rotweinkuchen in der Wohnung verbreitet und noch mehr Kindheitserinnerungen weckt. Gegen Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens piksen. Bleibt kein Teig hängen, ist der Kuchen fertig. Abkühlen lassen und auf eine Kuchenplatte stellen. Puderzucker – wie früher bei Oma – ist bei zuckerfreiem Kuchen natürlich tabu. Wer auf ein bisschen Deko nicht verzichten möchte, kann aber Nüsse oben drauf oder etwas frisches Obst daneben legen.

Weitere Rezeptideen finden Sie in unseren Themenwelten.

Zubereitung

  • Zutaten:

    200 Gramm Margarine, 200 Gramm Stevia, 4 Eier, 1/8 Liter trockener Rotwein, 250 Gramm Dinkelmehl, 1 Päckchen Backpulver, 1-2 Esslöffel Zimt gemahlen, 1-2 Esslöffel Backkakao (ohne Zuckerzusatz)

  • Backen:

    Den Kuchen 50-60 Minuten bei 175 Grad im vorgeheizten Backofen backen.

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