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Saisonkalender

Gesund & regional: Schmankerl im Oktober

Im Oktober können Sie schmackhafte Speisen aus regionalen Obst- und Gemüsesorten sowie Kräutern zubereiten. Tipps und Rezepte
Von Susanne Wolf

Artischocke nach Kellermann Foto: Sabine Franzl
Artischocke nach Kellermann Foto: Sabine Franzl

Regensburg.Im Oktober neigt sich die Ernte sowohl bei den ostbayerischen Hobbygärtnern als auch bei den Obst- und Gemüsebauern für diese Saison langsam, aber sicher dem Ende. Die Erntekörbe sind mittlerweile nicht mehr prall gefüllt, aber dafür sind die Lager bereits gut bestückt und versprechen saisonalen Genuss für die kommenden Wochen und Monate.

Geerntet werden können in diesem Monat vor allem noch späte Salat- sowie Kohl-, Knollen- und Wurzelgemüsesorten. Das Gemüse kann man gut einlagern oder gleich zu schmackhaften Speisen verarbeiten. Wie wäre es beispielsweise mit Steckrüben-Gnocchi mit Parmesansauce?

Aber auch einige Beeren sowie Äpfel, Birnen und Zwetschgen können Hobbygärtner jetzt noch von ihren Sträuchern bzw. Bäumen pflücken. Süß vom Sommer verabschieden kann man sich zum Beispiel mit einem Zwetschgenkäsekuchen. Kernobst lässt sich gut lagern und garantiert dann in den kalten Monaten fruchtige Leckereien.

Gemüse und Salat

Die traditionelle „Schwammerbrejh“ ist eine säuerliche Rahmsoße mit Pilzen – eine echte Spezialität aus der Region. Foto: Dachs
Die traditionelle „Schwammerbrejh“ ist eine säuerliche Rahmsoße mit Pilzen – eine echte Spezialität aus der Region. Foto: Dachs

Gerade beim Salat und Gemüse kann man im Oktober noch eine Vielzahl an regionalen Sorten genießen – frisch geerntet versteht sich. Vor allem das Knollen- und Wurzelgemüse verträgt meist noch die bereits leicht fröstelnden Temperaturen. Im Wald und auf der Flur gedeihen Pilze, die man noch schnell sammeln und zu einer kulinarischen Kreation verarbeiten sollte.

Lust auf eine „Schwammerbrejh“? So nennt man übrigens nördlich der Donau eine Pilzbrühe. Südlich der Donau schreibt man „Schwammerlbriah“. Wie sie zubereitet wird, zeigen wir Ihnen im Video. Das Rezept zum Video gibt’s hier.

Video: MZ, Fotos: Frank Betthausen

Folgende Gemüse- und Salatsorten sind im Oktober entweder aus neuer Ernte oder als Lagerware aus heimischem Anbau verfügbar:

  • Knollen und Wurzeln: Butterrübe, Fenchel, Karotte, Kartoffel, Knollensellerie, Kohlrabi, Mairübe, Meerrettich, Pastinake, Petersilienwurzel, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Schwarzwurzel, Schwarzer Winterrettich, Stangensellerie, Staudensellerie, Steckrübe, Süßkartoffel, Topinambur
  • Kohl: Blaukraut, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Mangold, Pak Choi, Rosenkohl, Spitzkohl, Weißkraut, Wirsing
  • Lauch: Frühlingszwiebel, Knoblauch, Lauch/Porree, Schnittknoblauch, Zwiebel
  • Pilze: Austernseitling, Birkenpilz, Champignon, Krause Glucke, Kräuterseitling, Maronen-Röhrling, Parasol, Pfifferling, Rotkappe, Shiitake, Steinpilz
  • Salat: Batavia, Chicorée, Eichblatt, Eisberg, Endivie, Feldsalat, Kopfsalat, Lollo Bionda, Lollo Rossa, Löwenzahn, Mini Romana, Pflücksalat, Portulak, Postelein, Radicchio, Rucola
  • Sonstiges: Artischocke, Aubergine, Buschbohne, Chili, Erbse, Gewürzgurke, Kürbis, Paprika, Peperoni, Salatgurke, Spinat, Spitzpaprika, Sprossen, Stangenbohne, Tomate, Zucchini, Zuckermais

Lust auf frisches Gemüse, Ofenkartoffeln und Huhn? Hier gibt’s das Rezept.

Video: Philipp Froschhammer

Unser Tipp: Wer selbst Pilze im Wald und auf der Wiese sammelt, sollte sich vergewissern, dass die Schwammerl nicht giftig und somit zum Verzehr geeignet sind. Ist man sich unsicher, zieht man einen Pilzratgeber zurate oder lässt die Schwammerl von jemandem unter der Lupe nehmen, der sich damit auskennt. In diesen Rezepten werden Schwammerl mal anders interpretiert.

Warnung

Vorsicht beim Pilzesammeln

Nach einer Pilzvergiftung musste am Uniklinikum die Leber eines Patienten transplantiert werden. Wachsamkeit ist wichtig!

Obst

Zum Herbstbeginn sind Zwetschgenknödel ein echter Genuss, am Besten aus frischen Zwetschgen. Sie können auch mit zerlassener Butter oder Vanillesoße serviert werden. Foto: Isabell Dachs
Zum Herbstbeginn sind Zwetschgenknödel ein echter Genuss, am Besten aus frischen Zwetschgen. Sie können auch mit zerlassener Butter oder Vanillesoße serviert werden. Foto: Isabell Dachs

Viele Obstsorten sind im Oktober bereits abgeerntet. Trotzdem finden sich sowohl im Garten als auch draußen am Wegesrand noch unzählige Früchte, die man unbedingt ernten und verarbeiten sollte. Aus Obst kann man übrigens nicht nur süße Gerichte zaubern, sondern es auch in herzhafte Speisen mit einarbeiten. Hier gibt’s die Anleitung für einen Brombeerkuchen mit Baiserhaube.

In Hülle und Füllen können jetzt noch Äpfel geerntet und eingelagert oder auch gleich verarbeitet werden. Naschkatzen sollten unbedingt einmal diesen delikaten Apfelkuchen nachbacken und kosten.

Video: MZ, Fotos: Isabell Dachs, Nestor Bachmann, Roland Weihrauch, Rolf Haid

Folgende Obstsorten sind im Oktober aus neuer Ernte, als Lagerware, aus dem eigenen Garten oder sogar dem Wald verfügbar:

  • Beeren: Brombeere, Heidelbeere, Himbeere, Holunderbeere, Preiselbeere, Weintraube
  • Kernobst: Apfel, Birne, Quitte
  • Steinobst: Nektarine, Pfirsich, Pflaume, Zwetschge
  • Wildobst: Berberitzenbeere, Hundsrose (Hagebutte), Kornelkirsche, Sanddornbeere, Schwarzdornbeere (Schlehe), Schwarze Apfelbeere (Aronia), Schwarze Holunderbeere, Waldbrombeere, Weißdornbeere

Lust auf einen Semmelauflauf mit frisch geernteten Äpfeln aus dem Garten? Hier gibt’s das Rezept.

Rezept

Ein süßer Abschied vom Sommer

Früher gab es auf jedem Hof einen Obstgarten. Der liefert die Einlagen für unser Gericht: Topfenknödel mit Zwetschgen.

Sonstiges

Wer Haselnüsse sammelt, kann sie trocknen und daraus ein delikates Haselnussparfait zaubern. Foto: Susanne Wolf
Wer Haselnüsse sammelt, kann sie trocknen und daraus ein delikates Haselnussparfait zaubern. Foto: Susanne Wolf

Mutter Natur bietet uns eine Vielzahl an Pflanzen, die sich – wie viele nicht wissen – hervorragend eignen, um sie in kulinarische Köstlichkeiten mit einzuarbeiten. Nicht zu vergessen sind all die Kräuter, die man sich im Garten oder am Balkon ziehen kann, oder die Wildkräuter, die man bei einem Spaziergang pflücken kann. Eines ist gewiss: Kräuter sorgen für ein unvergessliches Aroma. Hier gibt’s die Anleitung für Koriander-Nudeln mit Garnelen.

  • Heilpflanzen: Arzneiengelwurz (Angelika), Baldrian, Beinwell, Breitwegerich, Dornige Hauhechel, Eberesche, Efeu, Ehrenpreis, Eiche, Gänseblümchen, Goldnessel, Hasel, Heidekraut, Hirtentäschel, Huflattich, Japanischer Knöterich, Kanadische Goldrute, Knopfkraut, Königskerze, Löwenzahn, Mahonie, Malve, Mariendistel, Mispel, Mönchspfeffer, Nachtkerze, Natternkopf, Ringelblume, Rosskastanie, Schlangenknöterich, Seifenkraut, Tanne, Taubnessel, Waldbrombeere, Wegwarte, Wiesenknopf, Wilder Hopfen
  • Kräuter: Basilikum, Koriander, Lorbeer, Majoran, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Zitronengras
  • Nüsse: Buchecker, Edelkastanie (Esskastanie), Haselnuss, Walnuss
  • Wildkräuter: Beifuß, Breitwegerich, Brennnessel, Dost (Wilder Majoran), Gänseblümchen, Gänsefingerkraut, Gänsefuß, Gundermann, Guter Heinrich, Huflattich, Kapuzinerkresse, Knoblauchsrauke, Labkraut, Löwenzahn, Margerite, Nachtkerze, Nelkenwurz, Pfennigkraut, Sauerampfer, Schafgarbe, Spitzwegerich, Vogelmiere, Waldsauerklee, Wegwarte, Wiesenbärenklau

Ratgeber

Nützliche Gartentipps für Oktober

Der Winter steht vor der Tür: Jetzt bereiten Zier- und Nutzgärtner ihre Pflanzen und Geräte auf die kalte Jahreszeit vor.

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