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Projekt

Digitale Hilfe für verletzte Wanderer

Wer sich beim Wandern verletzt, könnte in Bayern bald mit digitaler Unterstützung Erste Hilfe bekommen.
Von Marco Krefting

Wanderer im Wetterstein-Gebirge. Foto: Angelika Warmuth/Archivbild
Wanderer im Wetterstein-Gebirge. Foto: Angelika Warmuth/Archivbild

München.Das Waldschmidthaus im Bayerischen Wald soll als erste Berghütte an das Projekt „Mediland“ zur besseren medizinischen Versorgung auf dem Land angebunden werden. Es ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums in München das erste Vorhaben dieser Art im Freistaat. „Läuft alles nach Plan, können im Herbst die ersten Wanderer zum Beispiel bei Verletzungen oder Unfällen digital erstversorgt werden.“

Das Projekt „Medizin Digital zur Versorgung auf dem Land (Mediland)“ der Technischen Hochschule Deggendorf im Gemeindeverbund Spiegelau-Frauenau war vor rund einem Jahr gestartet. Dabei sind zwei Arztpraxen, Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis, das Pflegewohnheim Rosenium in Spiegelau (Landkreis Freyung-Grafenau) und das Klinikum Grafenau miteinander verbunden. Ärzte und Pflegende können per Videotelefonie kommunizieren und sich dabei sehen. Sogenannte Vitaldaten von Patienten und Pflegeheimbewohnern zu Körperfunktionen wie Blutdruck können in Echtzeit übertragen werden und liegen somit beiden Seiten vor: dem Mediziner und einem geschulten Helfer bei demjenigen, dem geholfen werden muss.

„Gerade im ländlichen Raum bietet die Digitalisierung große Chancen für die Patientinnen und Patienten.“

Gesundheitsministerin Melanie Huml

Als zweite Klinik soll nun das Klinikum Zwiesel angeschlossen werden. „Gerade im ländlichen Raum bietet die Digitalisierung große Chancen für die Patientinnen und Patienten, für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen“, lobte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Natur

50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark wurde 1969 als erster seiner Art in Deutschland genehmigt. Er hat sich prächtig entwickelt.

Das Waldschmidthaus, das offiziell Rachelschutzhaus genannt wird, ist auf einer Höhe von 1360 Metern die höchstgelegene Berghütte im Bayerischen Wald und befindet sich direkt unterhalb des Großen Rachel (1453 Meter). Seit November 2017 gehört es dem Freistaat Bayern.

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