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Rollentraining

Faszienrolle: Zweifel an der Wirksamkeit

Übungen mit der Faszienrolle sollen Verspannungen lösen und das Bindegewebe straffen. Doch Nachweise dafür gibt es kaum.

Unklare Wirkung: Das Training mit Faszienrollen soll viele positive Effekte haben - wissenschaftlich bewiesen ist aber kaum etwas davon. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Unklare Wirkung: Das Training mit Faszienrollen soll viele positive Effekte haben - wissenschaftlich bewiesen ist aber kaum etwas davon. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Jena.Rund um Faszienrollen beziehungsweise das sogenannte Foam Rolling gibt es viele Versprechen. Wissenschaftliche Nachweise für die Wirksamkeit von Übungen mit der Massagerolle existieren aber kaum, warnt die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS).

Freizeitsportler brauchen daher keine Rolle, um zum Beispiel ihre Muskulatur zu lockern – herkömmliche Dehnübungen reichen dafür aus. Glaubt man den Herstellern von Faszienrollen, haben die Trainingsgeräte gleich mehrere positive Effekte: So sollen sie zum Beispiel Verspannungen lösen, die Beweglichkeit verbessern oder das Bindegewebe stärken.

Kurzes Training zeigt keinen Effekt

Forscher der Universität Wuppertal fanden in Experimenten aber keine Beweise dafür. So konnten die Teilnehmer nach einem kurzen Training mit den Rollen zum Beispiel nicht höher springen – nach zehn Minuten auf dem Fahrradergometer aber schon.

Auch mögliche Risiken des Rollentrainings seien bisher kaum erforscht, warnt Studienleiter Christian Baumgart. Langfristig könnte es zum Beispiel Schäden an den Venenlappen verursachen. Und auch andere negative Effekte seien denkbar, zum Beispiel auf die Haut, die Knochen und die Muskulatur.

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