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Geballte Kompetenz in der Kardiologie

Das Klinikum Amberg ist das Zentrum eines Herzinfarktnetzwerkes. Dort arbeiten rund um die Uhr Spezialisten.

Oberärztin Dr. Verena Fabiunke-Dörr ist Spezialistin für Herzkatheteruntersuchung am Klinikum Amberg. Foto: Dietl
Oberärztin Dr. Verena Fabiunke-Dörr ist Spezialistin für Herzkatheteruntersuchung am Klinikum Amberg. Foto: Dietl Foto: Dietl

Amberg.Bereits zum zweiten Mal ist das Herzinfarktnetz Oberpfalz-Mitte – mit dem Klinikum Amberg als Zentrum – jetzt durch die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Herzinfarktnetzwerke rezertifiziert worden. Das meldet das Klinikum St. Marien Amberg in einer Pressemitteilung. Dr. Christoph Birner, Chefarzt am Klinikum für Innere Medizin I, sagt dazu: „Die Anforderungen hierfür sind streng und werden von den internationalen und nationalen Leitlinien, aber auch vom Bayerischen Rettungsdienstausschuss vorgegeben.“

Verschließt ein Blutgerinnsel ein Herzkranzgefäß, so zählt jede Minute. Der Betroffene muss sofort ins Krankenhaus. Die beste und oft auch lebensrettende Behandlung beim Herzinfarkt ist die Herzkatheteruntersuchung mit Stent-Implantation. Hier wird eine Gefäßstütze eingesetzt, die dabei hilft, Verengungen der Herzkranzgefäße zu behandeln.

Der akute Herzinfarkt ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Der Faktor Schnelligkeit spiele bei der Behandlung „eine enorm große Rolle“, schreibt das Klinikum in der Pressemitteilung. Angefangen beim Betroffenen, der die Symptome richtig deuten müsse. „Druck und ein Brennen auf der Brust, das in die Arme, den Oberbauch, den Kiefer und den Rücken ausstrahlen kann, sind die häufigsten Beschwerden. Doch auch atypische Symptome wie etwa Übelkeit oder Schwindel können auftreten“, erklärt Dr. Birner. In einem solchen Fall müsse sofort der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden. Die Rettungskette müsse reibungslos funktionieren, bis hin zur Notfallbehandlung im Herzkatheterlabor.

Eine Voraussetzung dafür sei eine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft von spezialisierten Kardiologen, die jederzeit eine Intervention im Herzkatheterlabor durchführen können. „Sie ist ein besonders wichtiger Faktor, weil sich gezeigt hat, dass in Krankenhäusern mit einer solchen Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit von Kardiologen sowohl Sterblichkeit, als auch das Risiko schwerer Komplikationen signifikant geringer sind“, sagt Birner weiter.

Herzinfarktnetzwerke

  • Ziel:

    Die Netzwerke dienen der bestmöglichen Infarktversorgung. Im Vordergrund steht die Verzahnung des prähospitalen und der innerklinischen Therapie.

  • Struktur:

    Kooperationspartner des Netzwerkes Oberpfalz-Mitte sind das Klinikum Amberg als Zentrum, die Rettungsdienste inklusive Luftrettung, sowie das Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf.

Um eine optimale Behandlung für den Patienten zu gewährleisten, sei außerdem eine enge und strukturierte Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren nötig. Angefangen bei der EKG-Übertragung ins Klinikum, durch die das Notfallteam im Klinikum vorinformiert wird und die dadurch die Behandlung schnell und effektiv vorbereiten kann. Durch die von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zusätzlich zertifizierte Herzinfarkt-Spezialstation würden Herzpatienten am Klinikum Amberg optimal versorgt.

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