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Erkältung

Kritik an Krankschreibung per WhatsApp

Ein neuer Service für Krankschreibungen per WhatsApp stößt bei Ärztevertretern auf Kritik.

Krankschreibung per WhatsApp? Ein neuer Service stößt bei Ärztevertretern auf Kritik. Foto: Martin Gerten/dpa
Krankschreibung per WhatsApp? Ein neuer Service stößt bei Ärztevertretern auf Kritik. Foto: Martin Gerten/dpa

Hamburg.Die Ärztekammern in Hamburg und Schleswig-Holstein raten von der Nutzung des Onlineangebots einer Hamburger Firma ab – „allein schon aus datenschutzrechtlichen Gründen“, wie der Ärztliche Geschäftsführer der schleswig-holsteinischen Kammer Carsten Leffmann der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Ähnlich äußerte sich Nicola Timpe von der Ärztekammer Hamburg. Zudem müsse die rechtliche Grundlage des Onlineangebots noch geklärt werden, sagte sie. Es könne sein, dass Arbeitgeber eine solche Krankschreibung nicht anerkennen.

Fernbehandlung macht‘s möglich

Die Firma AU-Schein bietet seit der Woche vor Weihnachten Erkälteten Krankschreibungen per WhatsApp für neun Euro an, bislang nutzte diesen Service allerdings erst ein Dutzend Erkrankter. Für die Krankschreibung muss im Internet zunächst ein Formular ausgefüllt werden, in dem die klassischen Erkältungssymptome abgefragt werden.

Die weitere Kommunikation mit einer Ärztin – inklusive persönlicher Daten und Foto der Versichertenkarte – erfolge dann über den verschlüsselten Messenger-Dienst und entspreche damit auch der Datenschutzgrundverordnung, sagte Firmengründer Can Ansay.

Möglich sei dieses Angebot durch die im vergangenen Jahr erfolgte Lockerung des sogenannten Fernbehandlungsverbots. Auch müssten die Krankschreibungen von den Kassen anerkannt werden, selbst wenn diese von einer Privatärztin ohne Kassenzulassung ausgestellt würden.

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