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Ratgeber

So bleibt der Rücken gestärkt

Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März informiert Dr. Christoph Lassen vom Uniklinikum Regensburg über den gesunden Rücken.

Hinter Rückenschmerzen kann auch Bewegungsmangel stecken. Wer die Beschwerden wieder loswerden will, muss deshalb meist selbst aktiv werden. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa
Hinter Rückenschmerzen kann auch Bewegungsmangel stecken. Wer die Beschwerden wieder loswerden will, muss deshalb meist selbst aktiv werden. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa

Regensburg.Schätzungen zufolge leidet jeder Deutsche mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen, berichtet das Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZIS) am Universitätsklinikum Regensburg (UKR). Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse sind diese auch der Grund für jede zehnte Krankschreibung hierzulande. Am häufigsten ist der untere Teil des Rückens, der Lendenbereich, betroffen.

Mit zunehmendem Alter steigt die Rate an Menschen, die unter dauerhaften – also chronischen – Rückenschmerzen leiden, stark an. Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn der Schmerz länger als drei Monate andauert. Betroffenen macht dabei nicht nur der Rückenschmerz zu schaffen, sondern chronische Schmerzen führen auch oft zu psychischem Leidensdruck, was sich erheblich auf die Lebensqualität auswirkt. Patienten schotten sich aufgrund der Belastung zudem häufig von ihrem sozialen Umfeld ab, was die psychische Belastung noch weiter verstärkt.

Ganzheitliche Unterstützung

Hilfe finden Schmerzgeplagte beispielsweise im Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin am UKR, wo ihnen ein multiprofessionelles Team zur Seite steht.

Das Zentrum für Interdisziplinäre Schmerzmedizin am UKR wurde im Herbst 2018 gegründet und steht unter der Leitung von Dr. Christoph Lassen. Foto: UKR/Klaus Völcker
Das Zentrum für Interdisziplinäre Schmerzmedizin am UKR wurde im Herbst 2018 gegründet und steht unter der Leitung von Dr. Christoph Lassen. Foto: UKR/Klaus Völcker

„Die Zusammenarbeit von Physiotherapeuten, Schmerzpsychologen und Schmerzmedizinern sowie die Möglichkeit, auf alle weiteren für den Patienten relevanten Fachbereiche am UKR zurückgreifen zu können, ermöglicht eine ganzheitliche Unterstützung bei der Bewältigung des Rückenschmerzes“, sagt Dr. Christoph Lassen, Leiter des ZIS.

Grundsätzlich unterscheidet man spezifische von sogenannten nicht-spezifischen Rückenschmerzen. Erstere haben eine klar festzustellende Ursache wie einen schweren Bandscheibenvorfall, eine Verengung des Wirbelsäulenkanals oder eine Infektion.

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Mehrere Schmerzfaktoren

Entgegen der allgemeinen Einschätzung leiden nur circa zehn Prozent aller Betroffenen an dieser Form. Die meisten haben tatsächlich mit nicht-spezifischen Rückenschmerzen zu kämpfen, deren Ursachen häufig eine mangelnde Muskulatur im Rückenbereich, zu wenig Bewegung, Übergewicht, aber auch Sorgen am Arbeitsplatz oder psychische Probleme sind. In den meisten Fällen bedingen gleich mehrere Faktoren den Schmerz.

Bei spezifischen und nicht-spezifischen Rückenschmerzen finden Betroffene Hilfe im Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin am UKR. Foto: UKR/ Johannes Beutler
Bei spezifischen und nicht-spezifischen Rückenschmerzen finden Betroffene Hilfe im Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin am UKR. Foto: UKR/ Johannes Beutler

„Manche Ursachen lassen sich im Alltag besser beeinflussen als andere. Gerade Menschen, die vermehrt am Schreibtisch arbeiten, sollten durch regelmäßigen Sport einen Ausgleich schaffen. Schonhaltung kann bei Rückenschmerzen leider das Gegenteil bewirken und den Schmerz noch verschlimmern. Unser Körper benötigt vielseitige Bewegungen für eine starke Muskulatur“, rät Lassen.

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