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Hundeserie

Bevor der Hund einzieht: Eine Checkliste

Von der Grundausstattung bis zur Haftpflicht: Künftige Hundehalter müssen einige Vorkehrungen treffen. Wir geben Tipps.
Von Susanne Wolf

Eine Woche, bevor Brandy in ihr neues Zuhause durfte, war sie kurz zu Besuch. Sie hat gleich ihr Körbchen für ein Nickerchen getestet. Foto: Susanne Wolf
Eine Woche, bevor Brandy in ihr neues Zuhause durfte, war sie kurz zu Besuch. Sie hat gleich ihr Körbchen für ein Nickerchen getestet. Foto: Susanne Wolf

Regensburg.Wenn ein Hund bald als neues Familienmitglied einziehen soll, ist die Vorfreude groß. Doch davor gilt es, einige Vorbereitungen zu treffen sowie sich die richtige Ausstattung für das Tier zuzulegen. Folge zwei unserer Hundeserie widmet sich dem Thema „Die Vorbereitungen, die Erstausstattung und der Einzug“. Vorab sollte man sich als Halter genug Zeit nehmen, um perfekt für den Einzug des Hundes gerüstet zu sein. Im Folgenden gibt es eine Checkliste für die Erstausstattung sowie Tipps zur Vorbereitung auf den tierischen Partner.

1. Die Grundausstattung besorgen

Hausschuhe und Deko sind beliebt bei Hunden – nicht nur zum Kuscheln wie hier. Foto: Susanne Wolf
Hausschuhe und Deko sind beliebt bei Hunden – nicht nur zum Kuscheln wie hier. Foto: Susanne Wolf

Wichtig für den Anfang sind Näpfe, Halsband und Leine, Körbchen, Spielzeug und geeignetes Futter. Die Näpfe sollten an die Größe des Hundes angepasst sowie spülmaschinenfest, robust und rutschfest sein. Am besten eignen sich Keramik- und Edelstahlnäpfe. Wer Plastik bevorzugt, sollte zumindest darauf achten, dass der Napf aus Melamin hergestellt wurde. Dieses Material ist unbedenklich, da es auch für Produkte für Kleinkinder benutzt wird.

Ausstattung für den Hund

  • Grundausstattung:

    Bevor der Hund einzieht, sollten folgende Produkte gekauft werden: Wasser- und Futternapf, Körbchen, Halsband und/oder Geschirr, Leine, Spielzeug, Futter.

  • Folgeausstattung:

    Empfehlenswert sind zudem: Napfunterlage, Leckerli, Kauknochen, Kotbeutel, Bürste/Kamm, Floh- und Zeckenmittel, Zeckenzange, Handtuch, Literatur.

  • Nützliches:

    Folgende Utensilien sind kein Muss, unterstützen aber sowohl Halter als auch Hund ungemein: Futterbar, Transportbox/Trenngitter/Sicherheitsgurt, Sicherheitsgeschirr, Schondecke, Reisenapf und -trinkflasche, Leckerlidose, Leckerlitasche, Bett/Kissen, Kuscheldecke, Trimmer, Schermaschine, Hundeshampoo, Erste-Hilfe-Set, Adressanhänger, Leuchtaccessoire,

Gleichzeitig sollte man sich Gedanken über die Fütterung machen. Die Futtersorte muss an das Alter und die Rasse des Hundes angepasst werden. Wichtig ist hier der Kontakt zum Züchter, Tierheim oder vorherigen Halter. Eine Futterumstellung kann zu starkem Durchfall beim Tier führen.

Hundeserie

Ein Hund als neues Familienmitglied

Ein Hund bereichert – und verpflichtet zugleich. Davon kann unsere Redakteurin, die nun einen Welpen hat, ein Lied singen.

Beim Körbchen sollte man anfangs nicht zu tief in die Tasche greifen. Die einen Hunde bevorzugen eine Höhle, andere wollen ein Körbchen, wieder andere liegen nur auf einem Kissen. Halsband und/oder Geschirr sowie die Leine kaufen Halter am besten, wenn sie die Maße des Hundes kennen oder ihn im Geschäft dabei haben. Vor allem das Geschirr kann schnell falsch sitzen und zu aufgeriebener Haut führen. Nicht fehlen sollte bei der Grundausstattung Spielzeug. Nicht nur Welpen, sondern auch viele erwachsene Hunde mögen einen kuscheligen Spielgefährten.

2. Das Zuhause hundgerecht machen

Die Transportbox im Auto schützt den Hund im Notfall – und ist zugleich Rückzugsort. Foto: Susanne Wolf
Die Transportbox im Auto schützt den Hund im Notfall – und ist zugleich Rückzugsort. Foto: Susanne Wolf

Egal, ob Welpe, junger, ausgewachsener oder alter Hund: Das neue Zuhause muss vor dessen Einzug tiergerecht gesichert werden. Dazu zählt es, potenzielle Gefahrenquellen wie Stromkabel, Steckdosen, Zierpflanzen und Schokolade zu verstecken, „entschärfen“ oder zu entfernen. Daneben gibt es vor allem für Welpen weitere Gefahrenquellen, die man auf den ersten Blick nicht als solche einstuft. Es gilt, alles lieber zweimal zu kontrollieren. Ähnlich ist es mit Deko: Die sollte man so hoch positionieren, dass keine Gefahr besteht.

Gesichert werden sollten auch Treppen, da Welpen sie in den ersten Monaten nicht benutzen dürfen. Und das, was sie dürfen, probieren sie in ihrer Flegelphase natürlich zu gerne aus. Hilfreich ist ein Absperrgitter, wie es oft bei kleinen Kindern angebracht wird. Vorsicht: Viele Hunde knabbern gerne Stuhlbeine und Türrahmen an. Darauf sollte man anfangs besonders achten bzw. vorsichtshalber einen Schutz anbringen.

Tiere

Mit dem Hund zu Besuch

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, den Vierbeiner in eine fremde Wohnung mitzunehmen. Der Halter sollte höflich bleiben.

Eine gute Idee ist das Entfernen der Teppiche aus der Wohnung – vor allem die großen, die teuer waren und nicht in die Waschmaschine passen. Viele Hunde sind zwar stubenrein, die neue Umgebung lässt sie das aber manchmal vergessen. Teppiche sind dann beliebte „Orte“, worauf sie ihr Geschäft verrichten. Sollte der Hund auf die Couch dürfen, kann man für den Anfang Decken darauf ausbreiten.

3. Erledigungen nach dem Einzug

Der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung ist ratsam. Foto: Susanne Wolf
Der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung ist ratsam. Foto: Susanne Wolf

Am Tag, wenn das neue Familienmitglied ankommt, sollte man dem Tier Ruhe gönnen, damit es sich umschauen kann. Wichtig ist die schnelle Registrierung bei TASSO e.V. Entläuft ein Tier, kann man es bei dem Verein als vermisst melden. Darüber hinaus muss man den Vierbeiner bei der Gemeinde bzw. Stadt anmelden. Denn für das Halten von Hunden wird Hundesteuer fällig. Zudem sollte man den Impfpass checken und ggf. einen Termin beim Tierarzt vereinbaren.

Ratgeber

So klappt der Urlaub mit dem Hund

Nur in Deutschland dürfen Hunde mit ins Restaurant, an den Strand, ins Hotel? Von wegen. So bereiten sie sich vor.

Eine Hundebesitzerin zeigt die Hundemarke des Haustierregisters Tasso. Aufgabe von Tasso ist es, entlaufene Tiere wieder zurück zu Herrchen oder Frauchen zu bringen. Foto: Holger Hollemann/dpa
Eine Hundebesitzerin zeigt die Hundemarke des Haustierregisters Tasso. Aufgabe von Tasso ist es, entlaufene Tiere wieder zurück zu Herrchen oder Frauchen zu bringen. Foto: Holger Hollemann/dpa

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern ist es in Bayern keine Pflicht, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen. Ausnahmen sind Rassen, die laut der bayerischen Kampfhundeverordnung als Listenhunde gelten, sowie Hunde mit vermuteten Kampfhundeigenschaften. Für diese besteht immer die Pflicht zum Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung. Sonst muss erst eine Hundehaftpflicht abgeschlossen werden, wenn ein Hund auffällig geworden ist. Grundsätzlich sollte aber jeder Halter über solch eine Versicherung nachdenken. Denn oft ist schneller etwas passiert, als man schauen kann. Und dann steht immer der Besitzer des Hundes in der Pflicht – egal, ob der Hund sie unabsichtlich oder absichtlich herbeigeführt hat.

Wer sich für einen Welpen entschieden hat, sollte bedenken, dass vieles von der Erstausstattung nach einem Jahr – bedingt durch den Wachstumsschub und auch den „Zerstörungswahn“ – nochmal neu angeschafft werden muss.

In der nächsten Folge geht es um die Ernährung, den Tierarzt, die Pflege, die Stubenreinheit und die Eingewöhnung.

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