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Pflanzen

Blumen & Co. vor Kälte schützen

Vorsicht vor Nachtfrost! Denn: Viele Pflanzen vertragen keine Kälte. Die Initiative „Blume – 1000 gute Gründe“ gibt Tipps.

Ein Vlies kann schnell über Topfpflanzen gezogen werden, wenn für Herbstnächte sehr kaltes Wetter vorhergesagt wird. Doch kommt der Frost, hilft das bei vielen Pflanzen nicht mehr. Foto: Caroline Seidel/dpa
Ein Vlies kann schnell über Topfpflanzen gezogen werden, wenn für Herbstnächte sehr kaltes Wetter vorhergesagt wird. Doch kommt der Frost, hilft das bei vielen Pflanzen nicht mehr. Foto: Caroline Seidel/dpa

Straelen.Inzwischen gibt es schon die ersten Meldungen: Schnee ab 400 Metern, Bodenfrost in den Mittelgebirgen. Garten- und Terrassenbesitzer sollten jetzt hellhörig werden: Viele Pflanzen, die im Sommer für ein mediterranes Blütenmeer sorgen, vertragen die kalten Temperaturen gar nicht. Als Regel dazu hieß es oft, dass die Pflanzen gleich alle ab Mitte Oktober eingeräumt werden sollten, zum Beispiel ins Haus, in die Garage oder den Keller. Doch die Gartenexperten der Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ weisen darauf hin, dass man lieber individuell je nach Pflanze und Witterungsverhältnissen reagieren sollte.

Eine tropische Schönheit ist die Hibiskus-Pflanze. Sie mag es aber gar nicht kalt. Foto: Hilke Segbers/dpa
Eine tropische Schönheit ist die Hibiskus-Pflanze. Sie mag es aber gar nicht kalt. Foto: Hilke Segbers/dpa

„Für die Pflanzen bedeutet der Umzug einfach nur Stress. Der neue Platz bietet selten optimale Bedingungen: Die Luft ist zu trocken, es gibt zu wenig Licht oder zu hohe Temperaturen. Deshalb die Pflanzen lieber so lange wie möglich draußen stehen lassen“, empfiehlt Gärtnermeister Tristan Heinen-Bizjak von der Initiative. Bei den ersten Minusgraden reicht meist auch ein wärmender Mantel aus Vlies oder das Abdecken mit Reisig. Je nach Art gibt es aber Unterschiede in der Winterhärte.

Keine Kälte für Tropenpflanzen

Am empfindlichsten sind tropische Pflanzen, zum Beispiel Hibiskus, Passionsblume oder Bougainvillea. Sie sind aus ihrer Heimat keinerlei Minusgrade gewöhnt – und müssen umziehen, wenn die Temperaturen gefährlich nah an die Null-Grad-Grenze fallen.

Zitruspflanzen gedeihen auch hierzulande. Aber in den Wintermonaten vertragen sie maximal -5 °C. Deshalb sollte sie man sie rechtzeitig ins Haus bringen. Foto: Marion Nickig/dpa
Zitruspflanzen gedeihen auch hierzulande. Aber in den Wintermonaten vertragen sie maximal -5 °C. Deshalb sollte sie man sie rechtzeitig ins Haus bringen. Foto: Marion Nickig/dpa

Mittelmeerbewohner kommen dagegen mit leichtem Frost noch klar. Er macht sie sogar widerstandsfähiger, vitaler und dezimiert Schädlinge. Oleander, Zitruspflanzen und Schmucklilie (Agapanthus) vertragen gelegentlich Temperaturen bis -5 Grad, größere Lorbeer-, Oliven- oder Feigenbäume sogar bis -10 Grad.

Wintergrüne Pflanzen ruhen

Wie sieht das ideale Winterquartier aus, wenn die Pflanzen dann doch eingeräumt werden müssen? Am besten eignet sich ein heller und kühler Ort. Bei Temperaturen zwischen fünf und 15 Grad legen wintergrüne Pflanzen eine Ruhepause ein: Sie brauchen zwar noch Sonnenlicht für die Fotosynthese, wachsen aber nicht weiter. Dementsprechend gilt: Je höher die Raumtemperatur ist, desto heller sollte es sein.

In St. Märgen (Baden-Württemberg) liegt Ende Oktober schon Schnee auf der Blüte eines Wandelröschen. Foto: Patrick Seeger/dpa
In St. Märgen (Baden-Württemberg) liegt Ende Oktober schon Schnee auf der Blüte eines Wandelröschen. Foto: Patrick Seeger/dpa

Im dunklen Keller oder in der Garage ohne Fenster können dagegen nur laubabwerfende Pflanzen wie Bleiwurz, Feige oder Wandelröschen überwintern. Ein wichtiger Hinweis von den Experten von „Blumen – 1000 gute Gründe“: Vor dem Einräumen in jedem Fall Ballen und Blätter auf Schädlinge untersuchen – diese würden sich unter den geschützten Bedingungen sonst rasant vermehren.

Die Passionsblume hat eine wunderschöne Blüte. Will man, dass sie auch im kommenden Jahr blüht, muss man sie im Haus überwintern, da sie keine Minusgrade mag. Foto: Jens Kalaene/dpa
Die Passionsblume hat eine wunderschöne Blüte. Will man, dass sie auch im kommenden Jahr blüht, muss man sie im Haus überwintern, da sie keine Minusgrade mag. Foto: Jens Kalaene/dpa

Nach den schlimmsten Frösten sollten die Pflanzen natürlich auch schnell wieder nach draußen kommen. So können sich ihre Besitzer direkt auf die kommenden warmen Tage freuen, natürlich wieder mit schönen blühenden Kübelpflanzen auf Terrasse oder Balkon.

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