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Ratgeber

Erkältung: So helfen Sie Hund und Katze

Drinnen warm, draußen kalt: Diese Kombi kann auch Ihren Haustieren eine Erkältung bescheren. Wir haben Tipps für Sie.
Von Susanne Wolf

Ist der Hund schlapp, trinkt und schläft viel, dann ist das ein Zeichen für Fieber. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa
Ist der Hund schlapp, trinkt und schläft viel, dann ist das ein Zeichen für Fieber. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa

Regensburg.Nicht nur wir Menschen haben mit den wechselnden Temperaturen zu kämpfen, sondern auch unsere geliebten Vierbeiner. Denn: Die warme Heizungsluft trocknet auch die Schleimhäute von Hunden und Katzen aus. So können auch Bello und Kitty schnell mal flachliegen. Viele Halter wissen nicht, was dann zu tun ist. Werden die Tiere selbst wieder gesund, helfen Hausmittel oder muss man gleich zum Tierarzt? Wir geben Tipps, wie Sie ihren Fellnasen und Samtpfoten bei einer Erkältung helfen können.

Sind die Tiere im Herbst und Winter erst drinnen im Warmen, danach draußen im Feuchtkalten und später wieder in der Wohnung, kann das deren Immunsystem schwächen. Dann haben Viren und Bakterien leichtes Spiel: Hunde und Katzen können sich Krankheitserreger einfangen und zum Beispiel an einer Erkältung erkranken.

Die Symptome einer Erkältung sind bei den Haustieren ähnlich wie beim Menschen. Sie sind müde und schlapp und haben eventuell angeschwollene Lymphknoten am Hals, was sie an der Stelle sehr empfindlich werden lässt. Ratsam ist es, bei der Fellnase oder Samtpfote Fieber zu messen. Auch wenn es für die Tiere unangenehm ist: Gemessen wird im After. Beim Hund sollte die Körpertemperatur nicht über 38,5 Grad liegen, bei Katzen nicht über 39 Grad.

Typische Symptome

  • Hund:

    Anzeichen für eine Erkältung beim Hund sind Husten, Auswurf, Niesen und eine laufende Nase. Manche Hunde reiben ihre Schnauze an Gegenständen oder wischen sie sich mit ihren Pfoten. Zudem kann es sein, dass das Tier schlapp und müde ist und auch wenig bis keinen Appetit hat. Ist der Infekt schwerwiegender, dann kann der Hund zusätzlich zu den anderen Symptomen Fieber und Erbrechen haben.

  • Katze:

    Beim Stubentiger sind die Erkältungssymptome ähnlich wie bei Mensch und Hund: Das Tier ist schlapp, müde und häufig appetitlos. Zudem niest die Katze, hat Schnupfen und wässrige oder gar tränende Augen. Ist der Infekt schlimmer, dann kann es sein, dass die Samtpfote auch erhöhte Temperatur hat.

Darauf sollten Sie achten:

Wie auch bei uns Menschen ist bei den kranken Tieren das A und O, dass sie geschont werden und sich ausruhen können. Während der Erkrankung sollten die Halter sie nicht baden oder duschen und auch nicht schwimmen lassen. Ein absolutes No-Go ist es, die geliebten Vierbeiner auf dem kalten Boden wie Fliesen liegen zu lassen. Das kann die Symptome verstärken und sogar eine Bronchitis oder Lungenentzündung zur Folge haben.

Ein junger Kater wird gestreichelt. Er wirkt matt. Das kann Anzeichen einer Erkältung sein. Foto: Jochen Lübke/dpa
Ein junger Kater wird gestreichelt. Er wirkt matt. Das kann Anzeichen einer Erkältung sein. Foto: Jochen Lübke/dpa

Vorsicht ist im Umgang mit anderen Tieren geboten, denn die kranken Hunde oder Katzen können ihre Artgenossen anstecken. Daher kann sich auch die eigene Fellnase oder Samtpfote die Erkältung geholt haben. Gibt es mehrere Tiere im Haushalt, dann sollte der kranke Hund oder die erkrankte Katze – wenn möglich – von den Artgenossen separiert werden.

Haustiere

Kratzer im Boden muss man aushalten

Ob Hund, Katze oder Hamster: In fast jedem zweiten Haushalt lebt ein Haustier. Das stellt auch Ansprüche an die Einrichtung.

Da es sich bei einer Erkältung um eine bakterielle Infektion – im Gegensatz zur Grippe, hier sind die Erreger Viren – handelt, kann es sein, dass die Erkrankung vom Menschen auf das Tier übertragen wird. Um das zu vermeiden, sollte man die Kuscheleinheiten während der Erkrankung einstellen.

So pflegen Sie ihr Tier richtig:

Hat das Tier eine Erkältung, dann muss es sich ausruhen und viel schlafen. Beim Hund ist darauf zu achten, dass man nur einen kurzen Spaziergang macht, der ihn nicht zu sehr anstrengt. Freigängerkatzen sollten – wenn möglich – auch nicht zu lange draußen sein, sondern sich zu Hause erholen und auskurieren. Ab und an kann der Halter Nase und Augen des kranken Vierbeiners mit einem feuchten Tuch säubern.

Auch Hunde bleiben von einer Erkältung nicht verschont. Dann ist Ruhe angesagt. Foto: Robert Günther/dpa
Auch Hunde bleiben von einer Erkältung nicht verschont. Dann ist Ruhe angesagt. Foto: Robert Günther/dpa

Zudem sollten die Tiere immer ein warmes Schlafplätzchen zur Verfügung haben. Ggf. kann man auch eine Wärmelampe ans Hunde- oder Katzenbett stellen. Wichtig ist, dass man den Tieren immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stellt. Trinken sie dennoch nicht genug, kann man sich auch mit einem kleinen Trick behelfen und Trockenfutter in Wasser aufweichen.

Tiere

Was Bello braucht und macht

Für kein anderes Haustier geben die Menschen in Deutschland so viel Geld aus wie für ihre Hunde. Ein H-U-N-D-E-Alphabet:

Wird der Gesundheitszustand binnen ein bis zwei Tagen nicht besser oder werden die Symptome sogar schlimmer, dann ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen, um ernsthaftere Erkrankungen zu vermeiden.

Unser Tipp: Geben Sie Ihrem Tier niemals Medikamente, die für den Menschen bestimmt sind. Das kann lebensgefährlich sein! Außerdem sollte man nicht selbst Medizin besorgen, sondern rechtzeitig zum Tierarzt gehen. Dieser verschreibt dann nach einer gründlichen Untersuchung des Tieres die nötigen Mittel. Damit werden gezielt die Symptome behandelt und die Vierbeiner sind dann bald wieder auf den Pfoten.

Dieses Hausmittel hilft:

Die Idee: Das triefende Näschen lässt sich mit einem simplen Hausmittel behandeln. Wie der Mensch kann auch das Tier über Dampf inhalieren. Für solch ein Dampfbad eignen sich am besten Thymian oder Kamille.

So geht’s: Man gibt eine Handvoll getrockneter Thymianstängel oder Kamillenblüten (alternativ: Teebeutel) in eine hitzebeständige Schüssel und schüttet circa drei Liter kochendes Wasser darüber.

Das Problem: Ganz so einfach ist es dann aber nicht mehr, wenn es um das Dampfbad selbst geht. Denn wie kann man Hund oder Katze zum Inhalieren bewegen? Denn Bello oder Kitty werden sich sicher nicht mit einem Handtuch über dem Kopf über eine dampfende Schüssel setzen.

Tiere

Wenn Omi und Opi auf den Hund kommen

Die Kinder sind aus dem Haus, die Arbeit ist vorbei: Ein Haustier kommt da sehr gelegen. Doch macht es tatsächlich glücklich?

Der Trick: Doch auch hier kann sich der Halter gut behelfen: Hat man eine Hunde- oder Katzentransportbox, setzt man das Tier hinein, stellt das Dampfbad vor die Tür und legt ein großes (Hand-)Tuch über die Box und die Schüssel. Dann kann der Hund oder die Katze inhalieren, ohne sich an dem heißen Dampf zu verbrennen.

Die Alternative: Wer keine Transportbox zu Hause hat, bereitet das Dampfbad wie oben beschrieben zu und setzt sich mit seinem Vierbeiner vor die Schüssel. So atmet das erkältete Tier die wohltuenden Dämpfe ein.

So können Sie einer Erkältung vorbeugen:

Sind Hunde sehr empfindlich oder besonders anfällig, dann schützt bei nasskaltem Wetter und im Winter ein Hundemantel vor einer möglichen Erkältung. Ist er trotzdem nass geworden, sollte man schleunigst nach Hause ins Warme und ihn (Fell und Pfoten) mit einem Handtuch abtrocknen. Damit die Fellnase nicht friert, sollte man lieber kürzere und dafür mehr Spaziergänge machen, als ein- bis zweimal am Tag ausgedehnt Gassi zu gehen.

Wer bei Krankheitssymptomen unsicher ist, sollte mit seiner Katze auf jeden Fall sofort zum Tierarzt. Foto: Ina Fassbender/dpa
Wer bei Krankheitssymptomen unsicher ist, sollte mit seiner Katze auf jeden Fall sofort zum Tierarzt. Foto: Ina Fassbender/dpa

Wichtig ist, den Vierbeiner daheim immer vor Zugluft zu schützen – das gilt sowohl für Hunde als auch für Katzen. Darf die Samtpfote nach draußen, sollte sie zu Hause immer einen trockenen Liegeplatz zur Verfügung haben. Kommt die Katze nass nach Hause, sollte man sie (Fell und Pfoten) mit einem Handtuch abtrocknen. Bei einer Erkältung ist es jedoch ratsam, den Freigänger einige Tage nicht nach draußen zu lassen.

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