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Haustiere

Hilfe bei tierischen Magenbeschwerden

Nicht alle Hausmittel, die beim Menschen helfen, darf man auf Tiere übertragen. Für sie gibt es eigene Mittelchen.
Von Claudia Wittke-Gaida

Schleckt sich der Hund mit der Zunge dauernd über seine Schnauze könnte das ein Zeichen für Magenbeschwerden oder Sodbrennen sein. Eine Messerspitze Natron könnte ihm Erleichterung bringen. Foto: Marcus Brandt/dpa
Schleckt sich der Hund mit der Zunge dauernd über seine Schnauze könnte das ein Zeichen für Magenbeschwerden oder Sodbrennen sein. Eine Messerspitze Natron könnte ihm Erleichterung bringen. Foto: Marcus Brandt/dpa

Berlin.Nicht nur Menschen helfen einfache Hausmittel oft wieder auf die Sprünge. Auch für die Tiere hat der Haushalt etwas zu bieten, um Beschwerden zu lindern. Doch keinesfalls darf alles aus dem menschlichen Hausmittelfundus eins zu eins übernommen werden, warnt die Tierschutzorganisation „Aktion Tier“.

Gut wirksam bei Magenbeschwerden und Sodbrennen sei bei Tieren etwa Natronpulver, wie es zum Backen verwendet wird, erklärt Veterinärin Tina Hölscher. Das Natron neutralisiere die Säure, die vom Magen gebildet wird und sorge auf diese Weise dafür, dass die Magenschleimhaut und die Speiseröhre geschont werden.

Selbstmedikation ist keine Dauerlösung

Doch wie erkennt man, ob das Tier eine entzündete Magenschleimhaut hat? Zeichen dafür sind laut Hölscher, wenn sich ein Vierbeiner übergeben muss oder dauernd mit der Zunge über die Lefzen schleckt. Auch bei Sodbrennen, verursacht durch ein Zurückfließen von Magensäure in die Speiseröhre, trete diese Symptomatik auf.

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Um das Natron zu verabreichen, vermischt man für kleine Tiere eine Messerspitze davon direkt mit dem Futter. Noch besser sei es, das Natron eine Stunde nach der Fütterung in Wasser gelöst mit einer Spritze in den Mund zu drücken. Wer ganz exakt dosieren möchte, gibt seinem Tier alle zwölf Stunden 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Die Selbstmedikation sollte aber keine Dauerlösung sein. Wenn die Symptome der Gastritis nicht spätestens nach zwei Tagen verschwinden, müsse ein Tierarzt aufgesucht werden.

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