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Gartentipps

Pflanzen ziehen in den Garten

Jetzt kann man im Zier- und Nutzgarten richtig loslegen. Hier sind die wichtigsten Arbeiten für den Monat Mai aufgelistet.
Von Susanne Wolf

Vorgezogene Gemüsepflanzen wie Tomaten können Mitte Mai ins Freiland. Foto: Susanne Wolf
Vorgezogene Gemüsepflanzen wie Tomaten können Mitte Mai ins Freiland. Foto: Susanne Wolf

Region.Wer im Sommer reichlich Obst und Gemüse ernten möchte bzw. einen prächtig blühenden Garten haben will, der muss im Mai draußen einiges erledigen. Vorsicht ist vor den Eisheiligen geboten! Diese sind von Samstag, 11. bis Mittwoch, 15. Mai. Erst danach soll es laut Bauernregeln wie „Die kalte Sophie macht alles hie.“ keinen Bodenfrost mehr geben.

Wenn die Eisheiligen endlich vorbei sind, dann können Hobbygärtner bedenkenlos ihren Garten bepflanzen. Jetzt dürfen auch wärmeliebende Pflanzen ins Freie, die während der vergangenen Wochen drinnen überwintert oder im (Gewächs-)Haus vorgezogen wurden.

Wichtig ist ab jetzt, täglich (mindestens einmal, wenn nicht sogar zweimal) den Garten zu gießen – außer an Regentagen. Das Bewässern kann man gleich als kleines Workout ansehen und in den Alltag integrieren.

Nutzgarten

Von einem Nutzgarten profitieren Hobbygärtner im wahrsten Sinne des Wortes. Zwar müssen sie viel Arbeit und Zeit in die Hege und Pflege dieser Gartenart stecken, dürfen sich dann aber nach einigen Wochen über eine reiche Ernte freuen. Denn hier gedeihen Kräuter, Gemüse, Obstbäume und Beerensträucher.

Egal, ob im Topf für den Balkon oder die Terrasse oder im Beet für den Garten: Im Mai werden Radieschen gesät. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Egal, ob im Topf für den Balkon oder die Terrasse oder im Beet für den Garten: Im Mai werden Radieschen gesät. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Und was gibt es Schöneres – und Besseres –, als bald in der eigenen grünen Oase Obst und Beeren zu naschen oder mit Gemüse und Kräutern aus eigenem Anbau zu kochen? Mehr „Bio“ geht nicht! Bei den ersten Pflanzen des Nutzgartens stehen bereits im Mai die ersten Pflegemaßnahmen an:

  • Unkraut an der Wurzel bekämpfen
  • Kräuterschnecke oder -beet weiter bepflanzen
  • Kerbel säen (sonniger Standort)
  • Schnittlauch, Petersilie und Basilikum säen
  • Bohnenkraut säen
  • Gemüsebeete hacken
  • Vorgezogene Gemüsepflanzen (v.a. Paprika und Chili) tagsüber zum Akklimatisieren nach draußen bringen, ab Mitte Mai können sie im Freien bleiben
  • Bohnen säen
  • Radieschen, Karotten, Rote Bete und Kohlrabi säen
  • Gurken anbauen und mulchen
  • Tomaten pflanzen, pikieren und düngen
  • Geiztriebe nur bei Stabtomaten herausbrechen (nicht bei Zwerg- und Buschtomaten)
  • Paprika pflanzen und düngen
  • In Reihen gesätes Gemüse (Pastinaken, Karotten, Mangold) ausdünnen (stärkste Jungpflanzen stehen lassen)
  • Gemüse düngen
  • Rosenkohl und Porree für die Winterernte pflanzen
  • Bittersalate (Radicchio, Chicorée) säen
  • Vliese oder Netze an gefährdeten Beeten anbringen, um Gemüsefliegen abzuwehren
  • Ersten Fruchtbehang von mehrmals tragenden Erdbeeren ausdünnen
  • Wildbeerensträucher pflanzen
  • Himbeeren mit Kompost oder Beerendünger düngen
  • Johannisbeersträucher mulchen und wässern, falls es zu trocken ist
  • Wildobst (Felsenbirnen, Zieräpfel, Apfelbeeren) auslichten
  • Gelbfallen an der Südseite von Kirschbäumen anbringen (fängt Kirschfruchtfliege ab); kleinere Bäume mit engmaschigem Netz umhüllen
  • Neue Seitentriebe von neu gepflanzten Obstbäumen herunterbinden
  • Fruchtbehang von reichtragenden Pflaumenbäumen ausdünnen
  • Fruchttriebe von Spalierobstbäumen zurückschneiden
  • Neue Triebe von Kiwisträuchern zurückschneiden

Wer übrigens zwischen den Bohnen Bohnenkraut sät, erhöht deren Aroma. Positiver Nebeneffekt: Blattläuse werden abgewehrt. Bringt der Hobbygärtner Kerbel als Umrandung von Salatbeeten an, werden damit Schnecken abgewehrt.

Garten

Schönheitskur für den Rasen

Die Rasenpflege im Frühjahr ist ein wenig wie die Hautpflege: Gut tun den Gräsern reichhaltige Nährstoffe und ein Peeling.

Ziergarten

Nach dem Frühjahrsputz im April steht diesen Monat auch im Ziergarten wieder einiges an Arbeit an – wenn der Hobbygärtner bald prächtig blühende Stauden, Hecken, Sträucher und Bäume haben will. Auch wenn im Mai wieder viel Arbeit und Zeit in diese Gartenart gesteckt werden muss, macht sich das sicher in einigen Wochen bezahlt.

Formgehölze werden am besten im Mai geschnitten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Formgehölze werden am besten im Mai geschnitten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Denn mit einer guten Pflege der Pflanzen und des Rasens haben Gartler in Kürze ihre eigene bunt blühende und sattgrüne Wohlfühloase. Damit dieser Wunsch auch Wirklichkeit wird, müssen im Mai folgende Tätigkeiten im Ziergarten erledigt werden:

  • Zwiebeln von Frühblühern ausgraben, wenn die Blätter vertrocknet sind, und trocknen
  • Sommerblühende Knollen und Zwiebeln wie Gladiolen und Dahlien in die Erde setzen (sonniger Standort, sandige Erde)
  • Frostempfindliche Sommerblumen (Ringelblume, Kapuzinerkresse) nach Eisheiligen säen
  • Schnellwachsende Sommerblumen ab Anfang Mai säen
  • Zweijährige Pflanzen (Bartnelke, Fingerhut, Stockrose) säen
  • Lücken in Beeten mit neuen Pflanzen füllen
  • Blumenwiese säen
  • Blütezeit von Stauden durch „Chelsea Chop“ verlängern
  • Stauden-Pfingstrosen pflanzen
  • Verblühte Rhododendron- und Azaleenblüten entfernen
  • Rhododendron auf Rhododendronzikade kontrollieren und ggf. vertrocknete, braunschwarze Blütenknospen entfernen
  • Lavendel pflanzen, pflegen und schneiden
  • Wildtriebe von Rosen entfernen
  • Rosen auf Blattrollwespen kontrollieren und ggf. eingerollte Blätter abschneiden
  • Rosen auf Sternrußtau kontrollieren und ggf. mit Fungiziden behandeln
  • Mulch (Rindenkompost, -mulch oder Holzhäcksel) auf Beeten verteilen
  • Verblühten Flieder schneiden
  • Buchsbäume schneiden und pflegen
  • Buchsbaumzünsler behandeln
  • Austriebe von Formgehölzen stutzen
  • Unkraut an der Wurzel bekämpfen
  • Rasen in Form bringen (mindestens einmal pro Woche mähen)
  • Rasen düngen
  • Rasen bei Trockenheit wässern (mindestens einmal pro Woche)
  • Seerosen pflanzen
  • Schwertlilien teilen
  • Fische (nach)setzen

Gartler können von einer Win-win-Situation profitieren, wenn sie beispielsweise eine kleine Blumenwiese anlegen. Denn: Saatmischungen dienen vielen Insekten, die wiederum für die Bestäubung im Garten wichtig sind, als Nahrungsquelle. Wer hingegen Gelbfallen anbringt, sollte das gezielt machen. Sprich: Stellt der Gartler Schädlinge fest, bringt er die Fallen vorübergehend an und entfernt sie dann zeitnah wieder. Denn auch Nützlinge können an den Fallen kleben bleiben.

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