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Tiermedizin

Wenn Bello Rücken hat und Blacky lahmt

Was verbirgt sich hinter den Behandlungen von Tierphysiotherapeuten und sind sie tatsächlich wirkungsvoll?
Von Marion Lanzl

Durch gezielte Behandlung können Tierphysiotherapeuten wie Christine Burggraf den Vierbeinern sowohl bei Haltungsschäden als auch bei der Regeneration von Verletzungen helfen. Foto: Tierphysiotherapie Regensburg
Durch gezielte Behandlung können Tierphysiotherapeuten wie Christine Burggraf den Vierbeinern sowohl bei Haltungsschäden als auch bei der Regeneration von Verletzungen helfen. Foto: Tierphysiotherapie Regensburg

Region.Rund 34 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten, rund doppelt so viele Katzen. Allein diese Haustierbesitzer geben jährlich für physiotherapeutische Behandlungen ihrer kleinen und großen Lieblinge rund 100 Millionen Euro aus. Ebenso ist der Pferdesport in Deutschland populär wie nie, die Anzahl der Pferde hat sich in den letzten vier Jahrzehnten sogar vervierfacht. Über eine Million Pferde und Ponys werden in Deutschland für Freizeit und Sport gehalten. Dabei leiden unsere tierischen Gefährten wie der Mensch an Zivilisationskrankheiten, Fehlhaltung und Stress. Die Nachfrage nach der alternativen Tiermedizin steigt stetig, die Physiotherapiepraxen schießen scheinbar nur so aus dem Boden. Nicht immer gerne gesehen von den klassischen Tierärzten, die jahrelang studieren, um eine Praxis eröffnen zu können, während der Begriff des Tierphysiotherapeuten nicht geschützt ist und mit Wochenendkursen erlernt werden kann.

Wenn auch ohne Approbation – so gibt ihnen doch der Erfolg bei der Behandlung ihrer vierbeinigen Patienten Recht. Fundiertes Wissen und Einfühlungsvermögen sind auch ohne klassisches Studium Voraussetzung für effektive Hilfe. Längst gehören nicht nur die traditionellen Therapien zum Behandlungsspektrum eines Tierheilpraktikers. Viele neuartige Verfahren sind Teil der Behandlung, denn Hund, Katze und Pferd sind uns nicht nur lieb, sondern auch teuer.

Therapieformen der Humanmedizin helfen auch den Tieren

Statt nur auf das einzelne Symptom richtet der moderne Tierheilpraktiker und -therapeut den Blick aufs Ganze. Aus der Humanmedizin bekannte ganzheitliche manuelle Therapieformen, wie Osteopathie und Chiropraktik, kommen bei den Tieren genauso zum Einsatz wie Akupunktur. Das Spektrum umfasst High-Tech-Methoden wie die Bioresonanztherapie, die sich vor allem der Quantenphysik bedient, der Laser- sowie Magnetfeldtherapie, bis zur Laserakupunktur. Aber auch althergebrachte Methoden, wie die Blutegeltherapie, gehören mit dazu. Die Ansätze sind so breitgefächert, wie auch die Beschwerden der tierischen Gefährten. Darüber hinaus gibt es aber auch ganz eigene Verfahren.

„Egal ob Rolfing beim Menschen oder beim Tier, es geht um das Gesamte. Um die Haltung, die Struktur, Ursachenforschung, Gewohnheitsmuster. Die gilt es zu ergründen, um dort anzusetzen.“

Lisa Praller, Certified Rolfer

„Rolfing – Strukturelle Integration für Mensch und Tier“, so steht es auf Lisa Prallers Seite zu lesen. Lisa Praller ist Certified Rolfer. Ihre Karriere als Managerin hat die studierte Diplom-Betriebswirtin aufgegeben und eine Rolfing-Ausbildung gemacht. Mit den bloßen Fingern, den Händen, dem Ellenbogen und den Knöcheln übt Lisa Praller am Nacken eines Tieres Druck auf die verschiedenen Schichten im Gewebe aus, um die Verfilzungen der Faszien zu lösen, um den Strukturen wieder mehr Beweglichkeit zu verschaffen. Rolfing? Noch nie gehört! Was ist das in kurzen Worten? Die junge Frau lacht: „Das ist gleich mal die schwierigste Frage überhaupt. Es ist ein komplexes Thema, denn egal ob Rolfing beim Menschen oder beim Tier, es geht um das Gesamte. Um die Haltung, die Struktur, Ursachenforschung, Gewohnheitsmuster. Die gilt es zu ergründen, um dort anzusetzen. Beim Pferd schaue ich mir immer zuerst an, wie es steht und geht. Man kann da mit einem geschulten Auge viel ablesen.“ Lisa legt bei ihrem Patienten, einer zehnjährigen Bayern-Stute namens Violett die Hände auf, fühlt sich sozusagen unter die Haut, fühlt so Verspannungen, Verdickungen oder Verklebungen im Bindegewebe, die auch durch Fehl- oder Schonhaltungen entstehen können. Etwa durch zu enge Zügelführung oder falsches Zaumzeug führt die Fehlhaltung oft zu chronischen Verspannungen, zu Atembeschwerden und Abnutzungserscheinungen. Die gesamte Haltung verzieht sich.

Lisa Praller ist zertifizierte Rolferin und behandelt sowohl Menschen als auch Tiere. Foto: Praller
Lisa Praller ist zertifizierte Rolferin und behandelt sowohl Menschen als auch Tiere. Foto: Praller

Bei der ganzheitlichen Körperarbeit steht die systematische Behandlung des Faszien-Netzes, also des Bindegewebes, absolut im Mittelpunkt. Meist erzielt man nach wenigen Rolfing-Stunden ein durchaus sichtbares Ergebnis. Eine positive Veränderung für Pferd und Besitzer, der unbedingt auch Bewegungsübungen mit dem Pferd machen sollte, damit alte Verhaltensmuster verändert werden und so der Auslöser der Beschwerden unterbunden wird. „Der Auslöser kann durchaus auch an ganz anderer Stelle sitzen, als auf den ersten Blick vermutet wird, denn der Körper versucht immer, ein Defizit auszugleichen, auch wenn dies letztlich zu Beschwerden an anderer Stelle führt. Auch Ängste spielen oft eine Rolle, unterdrückte Urinstinkte, falsche Stallhaltung oder das Miteinander unter den Tieren. Der falsche Sattel, ein unpassender Beschlag können ebenso Auslöser der Haltungsprobleme sein.“ In ihren Praxen in Regensburg und Deuerling behandelt Praller inzwischen bereits seit sieben Jahren ihre „menschlichen“ Patienten. Sie kommt aber auch gerne zu den Vierbeinern: „Ich freue mich jeden Tag, wenn ich Menschen oder ebenso auch Tiere in einem Prozess begleiten darf, der sich neben den tiefgreifenden, körperlichen Veränderungen auf das ganze Leben des Patienten auswirkt.“

Zauberwort MaRhyThe: Eine Techniken zum Mobilisieren der Gelenke

Auch Birgit Ketterer ist ein absolutes Pferdemädchen, Tiere generell lagen ihr schon immer besonders am Herzen. Lange war kein Raum für ihre Leidenschaft, ihre drei Kinder und der Beruf forderten die meiste Zeit. Eines Tages jedoch klingelte ihr Nachbar an der Tür und sagte: „Hier steht mein Pferd, du kannst mit ihr machen, was du willst.“ Aus dem „Leih-Pferd“, Magic, einer schönen Quarterhorsestute, wurde bald Birgits Seelenpferd: „Wir haben so manches Packerl des anderen mitgetragen!“, erzählt die Pferdebesitzerin. Denn auch Tiere haben ihre Traumata, zum Beispiel, wenn sie zu viel im Einsatz sind auf Reiterhöfen oder zu jung schon viel beritten werden. Die noch unreifen Gelenke sind dabei überbelastet. Ketterers Stute hatte davon sehr starke Arthrose. Eine Tierphysiotherapeutin sollte helfen, dem Pferd das Leben wieder leichter zu machen: MaRhyThe war das Zauberwort – Matrix-Rhythmus-Therapie und praktische physiotherapeutische Techniken zum Mobilisieren der Gelenke.

Hintergrund zu Tierphysiotherapie

  • Rolfing:

    Die Naturwissenschaftlerin Dr. Ida P. Rolf (1896-1976) entwickelte schon in den 1940er Jahren das sogenannte Rolfing zur Belebung der Faszien.

  • Faszie:

    Auch Fascie (Entlehnung aus dem Lateinischen fascia für „Band“, „Bandage“) bezeichnet die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes, die den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen.

  • Therapielaser:

    Zur Unterstützung der Muskulatur im Training, Erhöhung der Beweglichkeit, Verbesserung der Gelenkstabilität, der Bewegungskoordination, zum Lösen von Verklebungen, Vernarbungen oder Verhärtungen in Muskulatur und Gewebe.

  • MaRhyThe:

    Matrix-Rhythmus-Therapie wirkt über rhythmische Mikro-Extension bis auf die zellbiologische Ebene, zelluläre Mikroprozesse kommen in Takt zur Zellregeneration und Heilung.

  • Akupunktur

    : Akupunktur ist seit 1950 auch in Europa sowohl in der Human- als auch der Veterinärmedizin zunehmend eingesetzt. In China ist die Therapie seit mehreren Jahrtausenden im Einsatz.

Ketterer war fasziniert von den Möglichkeiten, so den Tieren zu helfen, belegte selbst Kurse und ließ sich schließlich zur Tierphysiotherapeutin ausbilden. Dazu gehört bei ihr auch die Akupunktur nach der Chinesischen Medizin (kurz TCM), energetische Wirbelsäulenaufrichtung bis hin zu Heilen mit kosmischen Symbolen (übrigens für Tier und Mensch). Sicher nicht für jeden das Richtige, aber die Erfolge geben auch dieser Methode Recht. Birgit Ketterer steckt nicht nur viel Herzblut in die Behandlungen, sondern auch ihre Ersparnisse in die vielversprechenden technischen Geräte: den Moyave Frequenz-Laser, das Matrixmobil von Dr. Randoll oder die Magnetfelddecke. Nach Operationen und Verletzungen wie beispielsweise des Bänder- und Sehnenapparates empfehlen Tierärzte oft eine solche Therapie. Ketterer brodelt vor Leidenschaft für jeden vierbeinigen Patienten: „Tiere geben dir sofort ein Feedback, beispielsweise durch Schlecken, Kauen, Schnauben oder Gähnen – sofern man sich auf sie einlässt.“

Gernot Schindlmeier bietet in seiner Praxis ganzheitliche Therapien von A bis Z für Tiere an. Foto: Schindlmeier
Gernot Schindlmeier bietet in seiner Praxis ganzheitliche Therapien von A bis Z für Tiere an. Foto: Schindlmeier

Körper, Geist und Seele müssen beim Patienten aber auch beim behandelnden Therapeuten aktiviert sein. Bei der MaRhyThe-Behandlung wird erstmal die Rückenlinie, entlang der Wirbelsäule, im Verlauf des Blasenmeridians behandelt. Die oberflächliche Muskulatur, das Gewebe und letztendlich auch die damit verbundenen Organe erhalten mehr Sauerstoff und können aktiv für eine Gesundung des Stoffwechsels beitragen. Jeder Muskel und jede Sehne wird mit der entsprechenden Technik behandelt. Das wirkt oft Tage nach. Meist sind die Tiere am nächsten Tag schlapp und müde und haben Muskelkater durch die Aktivierung der Zellen. Natürlich wird auch hier der Tierhalter mit „Hausaufgaben“ involviert, damit der Erfolg sichtbar und bleibend ist.

Kleine Nadeln mit großer Wirkung

Bei den Praxistagen Pferdetherapie G.S.L.-Therapie-Akademie von Gernot Schindlmeier konnte Ketterer zusätzlich die holistischen Methoden vertiefen: Akupunktur mit Moyave-Laser oder -Nadeln helfen beispielsweise bei Arthrose. Die 0,3 Millimeter dicke Nadel am Sprunggelenk oder am Rücken kann – richtig gesetzt – kleine Wunder bewirken. Klingt fast wie Zauberei, aber auch Tierärzte schwören auf diese Methode aus der Chinesischen Medizin.

„Tiere geben dir sofort ein Feedback, beispielsweise durch Schlecken, Kauen, Schnauben oder Gähnen – sofern man sich auf sie einlässt.“

Birgit Ketterer, Tier-Physiotherapeutin

Solche Kenntnisse müssen erlernt werden. Da der Beruf des Tierheilpraktikers und -therapeuten nicht staatlich geregelt ist und keinem einheitlichen Qualitätsstandard unterliegt, ist es Gernot Schindlmeier und seiner Kollegin Dipl. Ing. agr. Sandy Luck-Möller besonders wichtig, eine fachlich fundierte und hochqualifizierte Ausbildung zu gewährleisten. Dazu haben sie die Akademie gegründet. „Viele unserer Dozenten haben Tiermedizin studiert und eine Diplom- beziehungsweise Doktorarbeit absolviert oder ein Staatsexamen als Humanphysiotherapeut abgelegt. Einige betreiben erfolgreich eigene Praxen“, erklärt Schindlmeier. „Von kurzen, schnellen Crashkursen profitieren weder der Therapeut noch seine Patienten. Deshalb basiert unsere Komplettausbildung jeweils auf einer Schulung in den veterinärmedizinischen Grundlagen (Grundausbildung Tierheilpraktiker). Ein Therapeut sollte die Anatomie, die Physiologie sowie Pathologie der behandelten Tiere kennen!“

Mit Akupunktur vom Stolpern zum schwungvollen Trab

Auch die Laserfrequenztherapie gehört zu den sogenannten komplementärmedizinischen Therapieformen. Die Wirksamkeit wurde in vielen klinischen Evaluationen nachgewiesen und ist äußerst umfangreich: Sie wird sehr erfolgreich zur Schmerzbehandlung, Entzündungshemmung, Geweberegeneration, Wundheilungsförderung, Schwellungsreduktion und zur Erhöhung der Mikrozirkulation eingesetzt. Auch zur Unterstützung der Muskulatur im Training oder einfach nur als Wellnessmassage, die neben Pferden auch Hunde und Katzen sehr genießen. „Ich hatte zum Beispiel kürzlich eine 24-jährige Stute, die laut Tierarzt seit über zwei Jahren austherapiert ist“, erzählt Schindlmeier. Es konnte trotz MRT keine spezifische Diagnose gestellt werden. Man vermutete eine Störung im Nervensystem. Die Hinterhand des Pferdes war komplett ohne Koordination. Die Stute ist mehr gefallen und gestolpert als gelaufen. „Mit Hilfe einer speziellen Akupunkturtechnik und dem Einsatz des Lasers, um die Koordination im Gehirn wieder zu aktivieren, lässt sich jetzt nach sechs Behandlungen im Schritt kaum noch eine Einschränkung feststellen. Das Pferd kann auch schon wieder schwungvoll traben.“

Weil Birgit Ketterer fasziniert war von den Möglichkeiten, so den Tieren zu helfen, ließ sie sich zur Tierphysiotherapeutin ausbilden. Foto: Ketterer
Weil Birgit Ketterer fasziniert war von den Möglichkeiten, so den Tieren zu helfen, ließ sie sich zur Tierphysiotherapeutin ausbilden. Foto: Ketterer

Ähnliche Verbesserungen bringt auch die Unterwasserlaufbandbehandlung. Hand in Hand mit den Tierärzten vom Tiergesundheitszentrum, aber auch mit überweisenden externen Tierärzten arbeitet Christine Burggraf von der Tierphysiotherapie Regensburg. Man sieht es ihrem sanften Blick schon an, dass ihr Herz für die Vierbeiner schlägt. In der Praxis wartet aber auch eine kleine Wellnessoase auf die schwerfälligen Patienten. „Das Unterwasserlaufband setzen wir sehr häufig ein – selbst einige Katzen haben das gut angenommen“, erzählt sie begeistert. Durch den Wasserauftrieb wird das Körpergewicht verringert, was für geschädigte Gelenke ein großer Vorteil ist. Gleichzeitig wird durch den Wasserwiderstand die Muskulatur gestärkt und aufgebaut und die Beweglichkeit geschult. Natürlich wird auch hier ein individueller Behandlungsplan für jeden pelzigen Patienten erstellt. „Oft leiden alte Hunde und Katzen an Schmerzen durch Arthrosen, Muskelabbau, Verspannungen der Muskulatur, Einschränkung der Beweglichkeit.“ Auch neurologische Erkrankungen, wie Bandscheibenvorfälle, werden so sanft behandelt, denn auch damit sind unsere Vierbeiner geplagt.

Chihuahua-Weibchen Hippe ist wieder ganz die „Alte“

Hippi, ein süßes, inzwischen elfjähriges Chihuahua-Weibchen, kam das erste Mal im November 2015 mit Problemen der Halswirbelsäule. Sie hatte offensichtlich Schmerzen, konnte den Kopf nicht richtig drehen, konnte sich nicht schütteln, wollte nicht spazieren gehen, zeigte eine Lahmheit vorne links. Christine Burggraf und ihr Team behandelten das Hündchen ein- bis zweimal pro Woche mit Massagen, Strom- und Matrix-Rhythmus-Therapie, bis Februar 2016.

Gerade durch Akupunktur kann man bei Tieren, ebenso wie beim Menschen, auf sanfte Weise Verspannungen lösen. Foto: Ketterer
Gerade durch Akupunktur kann man bei Tieren, ebenso wie beim Menschen, auf sanfte Weise Verspannungen lösen. Foto: Ketterer

„Schon nach den ersten drei Behandlungen ging es ihr deutlich besser. Im Februar war sie wieder die ,Alte‘. Bis Juli 2017 war dann alles okay, dann ein kleiner Rückfall, der mit weiteren drei Behandlungen wieder behoben werden konnte“, erklärte Burggraf den Behandlungserfolg. Seitdem kommt Hippis Besitzerin sofort zu ihr in die Praxis, wenn ihr etwas komisch vorkommt oder Hippi etwas steif läuft. So konnte bisher Schlimmeres, wie ein Bandscheibenvorfall, verhindert werden und dem Chihuahua-Weibchen mit doch schon fortgeschrittenem Alter geht es heute gut.

Der Text ist eine Leseprobe aus der Sonntagszeitung, die die Mittelbayerische exklusiv für ePaper-Kunden auf den Markt gebracht hat. Ein Angebot für ein Testabo der Sonntagszeitung finden Sie in unserem Aboshop.

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