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Hundetipps

So schützt man Hunde vor Hitze

Verbrannte Pfoten, ein Hitzschlag oder sogar der Tod: Die brütende Hitze setzt Bello enorm zu. Hier gibt es 11 Tipps.
Von Susanne Wolf

Eine Hund liegt bei sommerlichen Temperaturen erschöpft auf den Steinen einer Terrasse. Hier gibt es Tipps, wie Halter bei extremer Hitze verfahren. Foto: Martin Gerten/dpa
Eine Hund liegt bei sommerlichen Temperaturen erschöpft auf den Steinen einer Terrasse. Hier gibt es Tipps, wie Halter bei extremer Hitze verfahren. Foto: Martin Gerten/dpa

Regensburg.Die Temperaturen klettern gerade stetig nach oben. Dabei kommen nicht nur wir Menschen, sondern auch die Vierbeiner ins Schwitzen – Letztere aber nur im übertragenen Sinn. Denn im Gegensatz zu uns Menschen können Hunde nicht schwitzen. Etwas Abkühlung verschafft ihnen jedoch das Hecheln. Deswegen sind die Halter in der Pflicht, ihren geliebten Fellnasen das Leben bei der Hitze so erträglich wie möglich zu machen. Eben genau so, dass Bello und Co. keine Hundstage haben.

Vorsicht ist bei der Hitze vor Verbrennungen an den Pfoten sowie Sonnenbrand geboten. Denn auch Hunde können Hautschäden an ihren Pfoten oder an kahlen Stellen davontragen. Deswegen sollten sie gerade jetzt nicht kurz geschoren werden. Langhaarrassen schadet es übrigens nicht, wenn man sie gut kämmt oder ihnen ihr Fell etwas trimmt. Sonst leiden sie mit ihrer dicken Wolldecke Höllenqualen.

1. Innere Erfrischung

Die Englische Bulldogge Tyson gönnt sich eine Abkühlung in einem Brunnen und schlabbert das erfrischende Wasser. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Die Englische Bulldogge Tyson gönnt sich eine Abkühlung in einem Brunnen und schlabbert das erfrischende Wasser. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Das A und O bei der derzeitigen Hitze ist Wasser. Darum sollte man seinem Hund ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stellen. Ratsam ist es, dies regelmäßig zu wechseln und immer wieder durch frisches sowie kühles Wasser zu ersetzen. Manche Hunde mögen es auch, wenn man sie ein bisschen mit einem Gartenschlauch anspritzt und sie das Wasser daraus trinken können.

2. Cool-down im Schatten

Die Border-Collie-Hündin Tilda liegt in einem Garten im Schatten. Foto: Patrick Pleul/dpa
Die Border-Collie-Hündin Tilda liegt in einem Garten im Schatten. Foto: Patrick Pleul/dpa

Zuhause sollten Vierbeiner immer die Möglichkeit haben, einen schattigen Platz aufzusuchen. Egal, ob im Keller, auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten: Schattige Plätze versprechen eine schnelle Abkühlung und werden sicher gerne aufgesucht, damit sich Bello entspannen und ein bisschen dösen kann. Schatten spendet beispielsweise auch ein Sonnenschirm für den Hund – falls es keinen natürlichen Schatten gibt.

3. Auf zum Wald-Walk

Im heißen Sommer geht man am besten in einem Wald Gassi. Foto: Paul Zinken/dpa
Im heißen Sommer geht man am besten in einem Wald Gassi. Foto: Paul Zinken/dpa

Gassigehen ist natürlich auch im Sommer angesagt. Gerade jetzt sollte man den Spaziergang aber bei angenehmen Temperaturen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden machen. Tagsüber bietet sich wenn dann nur eine kleine Runde an. Prädestiniert sind Waldwege oder Parks, weil die Bäume hier angenehmen Schatten spenden. Sportliche Aktivitäten sollte man nun eher unterlassen, um Kreislaufprobleme bei den Fellnasen zu vermeiden.

4. Absolutes Tabu: Auto

Tiere sollte man im Sommer niemals in geparkten Autos lassen, denn diese entwickeln sich schnell zur Todesfalle. Foto: Robert Günther/dpa
Tiere sollte man im Sommer niemals in geparkten Autos lassen, denn diese entwickeln sich schnell zur Todesfalle. Foto: Robert Günther/dpa

Dass Autos für Hunde zur tödlichen Falle werden können, belegen jährlich immer wieder viele Vorfälle. Oft schlagen dann Passanten oder zur Hilfe gerufene Einsatzkräfte Autoscheiben ein, um die Tiere zu retten, die der brütenden Hitze im Fahrzeug hilflos ausgeliefert sind. Autos heizen sich viel schneller auf, als viele Tierhalter annehmen. Hunde können im Gegensatz zu Menschen nicht schwitzen, erleiden Sauerstoffmangel und Kreislaufprobleme. Häufig kommt es zum Kreislaufversagen oder Hitzschlag. Dem sollte man vorbeugen, indem man Autofahrten mit dem Vierbeiner vermeidet – oder sie, wenn wirklich notwendig, auf die frühen Morgen- oder die späten Abendstunden legt. Ist es trotzdem tagsüber nötig, sollte man das Tier nicht im Fahrzeug zurücklassen. Denn auch ein im Schatten geparktes Auto erhitzt sich in Kürze.

5. Pfoten weg vom Asphalt

Bei Hitze sollte man es vermeiden, dass Hunde auf dem heißen Asphalt laufen. Denn dabei können sie sich die Pfoten verbrennen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Bei Hitze sollte man es vermeiden, dass Hunde auf dem heißen Asphalt laufen. Denn dabei können sie sich die Pfoten verbrennen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Der Asphalt erhitzt sich bei über 30 °C immens. Müssen Hunde darauf laufen, kann das zu schweren Verbrennungen ihrer Pfoten führen. Aus diesem Grund sollte man mit seiner Fellnase nicht auf heißem Asphalt gehen. Wer sich unsicher ist, kann einen Test machen und selbst seine Hand auf den Asphalt oder die heißen Pflastersteine legen. Kann man sie circa zehn Sekunden darauf liegen lassen, ohne dass es schmerzt, dann können auch Hunde darauf laufen.

6. Ab ins kühle Nass

Hund Charlie holt ein Stöckchen aus dem Wasser. Das Schwimmen verschafft den Vierbeinern eine kleine Abkühlung. Foto: Uwe Zucchi/dpa/lhe
Hund Charlie holt ein Stöckchen aus dem Wasser. Das Schwimmen verschafft den Vierbeinern eine kleine Abkühlung. Foto: Uwe Zucchi/dpa/lhe

Bei der momentanen Hitze springen wir Menschen gerne ins kühle Nass, um uns zu erfrischen. Auch viele Bellos und Hassos mögen diese Abkühlung. Darum eignet sich ein Spaziergang zum nahegelegenen Fluss oder See. Alternativ eignet sich auch ein Weiher. Grundsätzlich sollte man den Hund jedoch immer selbst entscheiden lassen, ob er ins Wasser möchte. Denn: Nicht jeder Vierbeiner mag das Schwimmen.

7. Rein ins Planschbecken

Ein Mops kühlt sich in einem Planschbecken ab. Für viele Hunde ist das eine beliebte Alternative zum Baden im See. Foto: Stephan Jansen/dpa
Ein Mops kühlt sich in einem Planschbecken ab. Für viele Hunde ist das eine beliebte Alternative zum Baden im See. Foto: Stephan Jansen/dpa

Eine kurze Abkühlung für den Vierbeiner verspricht das Aufstellen eines Planschbeckens im Garten oder auf der Terrasse. Hierbei sollte man für andauernden Spaß auf eine reißfeste Folie achten, denn Fellnasen können bereits beim ersten Sprung ins erfrischende Nass die Folie mit ihren Krallen beschädigen. Ratsam ist das regelmäßige Wechseln des Wassers, damit es immer wieder für eine kleine Erfrischung sorgt.

8. Eis für Zwei- und Vierbeiner

An einem Hunde-Eiswagen bekommt der Jack Russell Pauli ein Eis. Auch eine Kugel Vanilleeis schadet nicht. Foto: Uli Deck/dpa
An einem Hunde-Eiswagen bekommt der Jack Russell Pauli ein Eis. Auch eine Kugel Vanilleeis schadet nicht. Foto: Uli Deck/dpa

Eine kleine Abkühlung von innen ist bei der Hitze eine Eiskugel – nicht nur für die Halter, sondern auch für ihre geliebten Vierbeiner. Es gilt: Eine Kugel Vanilleeis schadet nicht, Vorsicht ist aber vor Schokolade geboten. Alternativ kann man natürlich selbst ein Eis herstellen – einfach etwas Naturjoghurt, Quark, Leberwurst und Öl verrühren, in eine Eiswürfelform füllen und einfrieren. Darüber freut sich jeder Fiffi.

9. Abkühlung von unten

Hund Lilly kühlt sich in einem Brunnen ab. Auch wenn einige Hunde nicht schimmen wollen, freuen sie sich trotzdem über eine Erfrischung von unten. Das kann auch eine Kühldecke sein. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa
Hund Lilly kühlt sich in einem Brunnen ab. Auch wenn einige Hunde nicht schimmen wollen, freuen sie sich trotzdem über eine Erfrischung von unten. Das kann auch eine Kühldecke sein. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Hunde, die nicht gerne schwimmen, freuen sich trotzdem über eine kleine Erfrischung von unten. Dafür können sie sich mit den Pfoten in einen Weiher oder Bach stellen und sich dabei wunderbar erfrischen. Weigert sich die Fellnase, ins Wasser zu gehen, kann man ihr auch eine Kühldecke anbieten. Nimmt der Hund darauf Platz, bekommt er eine angenehme Abkühlung von unten.

10. Futter in Maßen

Ist es draußen warm, sollte man Hunde nur in Maßen füttern. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa
Ist es draußen warm, sollte man Hunde nur in Maßen füttern. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa

Wie uns Menschen strengt die Verdauung auch die Tiere an. Darum sollte man bei der übermäßigen Hitze des Menschen besten Freund nur in Maßen füttern. Ratsam ist es, kleine Portionen bereitzustellen – und dies lieber mehrmals pro Tag zu machen. Das strengt den Hundekörper dann weniger an.

11. Kühle Beschäftigung

Dackeldame Bonny spielt in einem Garten. Wer das Spielzeug mit Quark und Leberwurst füllt und es kurz einfriert, bereitet der Fellnase großen Spaß – und Genuss obendrein. Foto: Paul Zinken/dpa
Dackeldame Bonny spielt in einem Garten. Wer das Spielzeug mit Quark und Leberwurst füllt und es kurz einfriert, bereitet der Fellnase großen Spaß – und Genuss obendrein. Foto: Paul Zinken/dpa

Viele Hunde knabbern für ihr Leben gern. Wie wäre es jetzt in der brütenden Hitze mit einer kühlen Beschäftigungstherapie? Dafür eignet sich am besten spezielles Spielzeug aus Naturkautschuk, das man mit Quark, Joghurt oder Leckerlis füllen und für eine kurze Zeit einfrieren kann.

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