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Obduktion bestätigt Tod von Malina

Die Leiche der 20-Jährigen wurde bei Donaustauf in der Donau entdeckt. Es gibt keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen.

  • Die 20-Jährige Malina Klaar war nach einer Party in der Alten Mälze spurlos verschwunden. Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz
  • Bei der Donaubrücke in Donaustauf wurde die Leiche gefunden. Foto: Lex

Donaustauf.Fast drei Wochen lang wurde mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nach Malina Klaar gesucht, nun gibt es für die Angehörigen keine Hoffnung mehr: Die 20-jährige Studentin ist tot. Am Freitag entdeckte eine Fußgängerin gegen 8.10 Uhr nahe Donaustauf einen leblosen Körper in der Donau und alarmierte die Polizei. Es handele sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um die vermisste junge Frau, teilte die Polizei bereits am Vormittag mit. Darauf ließen Kleidung und Zustand der Leiche schließen. Eine rechtsmedizinische Untersuchung soll endgültige Gewissheit bringen. Die Polizei bestätigte nun am Samstagmorgen den Verdacht, dass es sich zweifelsfrei um Malina handelt. Das hatte ein DNA-Abgleich ergeben.

Am Freitagnachmittag teilte die Polizei mit, dass das Institut für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg keine Hinweise auf Spuren einer Gewalt- oder Fremdeinwirkung bei Malina feststellen konnten. Die Feststellung einer konkreten Todesursache sei nicht mehr eindeutig möglich, die bei der Sektion festgestellten Leichenerscheinungen, als auch die Ermittlungen der Kripo Regensburg ließen sich mit einem Tod durch Ertrinken in Einklang bringen.

Spurensicherung am Fundort

Kripo und Spurensicherung waren am Fundort und suchten nach Spuren und Hinweisen. Die Ermittlungen werden fortgeführt, sagte Polizeisprecher Armin Bock. Der Zustand der Leiche lässt darauf schließen, dass die junge Frau schon länger in der Donau lag. Weiterführende rechtsmedizinische Untersuchungen sind in Auftrag gegeben worden, deren Ergebnisse wohl erst in der kommenden Woche vorliegen.

Malina Klaar war in den frühen Morgenstunden des 19. März auf dem Heimweg von einer Technoveranstaltung in der Alten Mälzerei. Es war ihr erstes Wochenende an ihrem neuen Wohnort, entsprechend ortsunkundig war sie. Sie telefonierte nur wenige Minuten vor ihrem Verschwinden mit ihrer Mitbewohnerin, weil sie den Weg zu ihrer Wohngemeinschaft am Unteren Wöhrd nicht fand. Danach verlor sich ihre Spur. Bereits am selben Tag begannen Familie und Freunde über Facebook nach der jungen Frau zu suchen.

Leichenfund bei Donaustauf

Zeit des Hoffens und Bangens

Auch die Polizei versuchte alles, um die Studentin lebend wiederzufinden. Mit Bereitschaftspolizisten wurde die Parkanlagen durchsucht, Suchhunde und Taucher waren im Einsatz, nachdem ihr Handy im Herzogspark in unmittelbarer Nähe zur Donau entdeckt worden war.

Für die Familie begann eine Zeit des Hoffens und Bangens. Malinas Vater setzte große Hoffnungen in die Öffentlichkeitsarbeit. Er klebte in der Stadt Plakate mit Fotos, informierte die Presse, trat in der RTL-Sendung „SternTV“ auf. Dort sprach er auch über seine Angst, dass Malina entführt worden sein könnte. Menschen in Deutschland, in Österreich und Tschechien nahmen Anteil am Schicksal. Ein Spendenfonds für Hinweise erzielte 51 000 Euro. Malinas Vater will das Geld zurückzahlen oder einem sozialen Projekt zukommen lassen, wie er im Vorfeld versprach.

Am Mittwoch sagte Heinrich Christl in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen xy“, dass mit jedem Tag die Hoffnung ein Stück schwinde, die Polizei aber nicht aufgeben werde. Am Freitag ist nun aus dem Vermisstenfall ein Todesfall geworden.

Eine Bildergalerie zum Einsatz in Donaustauf sehen Sie hier:

Rettungskräfte bargen Tote bei Donaustauf

MZ-Reporterin Isolde Stöcker-Gietl im Gespräch mit Polizeisprecher Armin Bock:

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