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Energiewende

„Sonne tanken“ für mehr Elektromobilität

E.ON Bayern und die Hochschule Regensburg kooperieren bei einem Photovoltaik-Forschungsprojekt.

E.ON Bayern und die Hochschule Regensburg besiegeln das gemeinsame Forschungsprojekt: (v.l.n.r.) Uwe Thomas (E.ON Bayern), Dr. Egon Westphal (Vorstand Technik/Netz E.ON Bayern), Prof. Dr. Josef Eckstein (Präsident Hochschule Regensburg), Prof. Dr. Andreas Welsch und Prof. Dr. Manfred Bruckmann (beide von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik). Foto: Schönhammer

Regensburg. Forscher der Hochschule Regensburg (HS.R) suchen nach Wegen, über Photovoltaik effektiv den steigenden Energiebedarf für Elektrofahrzeuge zu decken. Kooperationspartner des auf zwei Jahre angelegten Projekts „Sonne tanken mit PV-Charge“ ist E.ON Bayern.

Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Energieeffizienz zu steigern, sagt Prof. Dr.-Ing. Andreas Welsch von der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik der HS.R, der das Projekt leitet. Denn derzeit geht viel Energie verloren: „Die Photovoltaik-Anlage erzeugt Gleichstrom. Um ihn ins Hausnetz einzuspeisen, muss er aber über einen Konverter in Wechselstrom umgewandelt werden“, erklärt Welsch. Soll mit dem Strom dann ein Elektroauto geladen werden, muss er wieder über einen Konverter in Gleichstrom umgewandelt werden.

„Bei jeder Konversion entstehen Energieverluste“, sagt Welsch. Die Forscher entwickeln daher ein System, das ohne die beiden Konverter auskommt und den in der Photovoltaik-Anlage erzeugten Gleichstrom direkt in die Batterie des Elektroautos einspeist. Ein weiterer Vorteil ist, dass das System netzunabhängig ist. „Man braucht also kein Kabel vom Haus, sondern kann es als Insellösung überall hinstellen“, erläutert Welsch.

Neben ihm arbeiten Prof. Dr. Manfred Bruckmann als technischer Leiter sowie ein Master-Student an dem Forschungsprojekt mit. „Es geht zunächst darum, zu zeigen, dass das System funktioniert“, sagt Welsch. Dann werde sich entscheiden, ob am Ende ein marktreifes Produkt herauskomme.

E.ON erhofft sich von dem Projekt interessante Ergebnisse: „Wir wollen aus dem Zusammenspiel von Photovoltaik und Elektromobilität Erkenntnisse für das Netz von morgen gewinnen“, sagte Dr. Egon Westphal, Vorstand Technik/Netz bei E.ON Bayern, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Bayern sei für diese Untersuchung besonders geeignet, da es bundesweit den höchsten Anteil an Photovoltaik-Anlagen besitze.

HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein freute sich, dass seine Hochschule bayernweit die erste sei, die in diesem Forschungsbereich mit einem Unternehmen kooperiere. (kn)

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