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Beratung

Digitale Hilfe für Studierende

Das Studentenwerk bietet persönliche Beratung nun auch im Netz an. Der Grund dafür liegt in Pfarrkirchen.
Von Benedikt Dietsch

Das Virtuelle Sprechzimmer ermöglicht Beratungsgespräche bequem von zu Hause aus. Foto: Nicolas Müller
Das Virtuelle Sprechzimmer ermöglicht Beratungsgespräche bequem von zu Hause aus. Foto: Nicolas Müller

Regensburg.Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz hat am Montag das Virtuelle Sprechzimmer eröffnet. Studierende haben jetzt die Möglichkeit, Gespräche mit den Sozialberatern per Video-Chat zu führen. Einen Termin für die digitale Beratung können Studierende auf der Website des Studentenwerks vereinbaren. Das Gespräch können sie dann bequem von zu Hause aus führen. In Bayern gibt es ein solches Angebot bis jetzt noch nicht. „Das Studentenwerk Oberpfalz/Niederbayern ist bayernweit das erste, das eine digitale Beratung ermöglicht“, sagt Geschäftsführerin Gerlinde Frammelsberger.

Vorlesungen in der Sparkasse

Der Grund dafür liegt in Pfarrkirchen. Die Hochschule Deggendorf gründete hier im Oktober 2015 den European Campus Rottal-Inn. Der Standort ist auf englischsprachige Studiengänge im Gesundheitswesen spezialisiert. Die Studierenden kommen aus ganz Europa und bei einem Großteil ist Deutsch nicht die erste Muttersprache. Darüber hinaus sind Hochschule und Stadt nicht darauf ausgelegt, die mittlerweile um die 500 Studenten unterzubringen. „Aus Platzgründen haben die Studierenden teilweise Vorlesungen im Rathaussaal“, sagt Frammelsberger, „auch in der Sparkasse waren sie schon mal, weil es nicht anders ging.“

Auch die Wohnungssuche gestaltet sich schwierig: „Studierende fragen oft, wo denn vielleicht noch eine Wohnung frei wäre. Wir unterstützen sie bei der Suche, aber wir können ihnen von heute auf morgen kein Wohnheim bauen“, sagt Katharina Stöger. Sie hilft Studierenden in Deggendorf und Pfarrkirchen bei der Planung ihrer Karriere und der Sprache.

Viele Vorteile für Studierende

Die Situation am Campus Rottal-Inn ist für die Studierenden zurzeit nicht immer leicht. „Wir haben gemerkt, dass wir die Leute dort bislang nicht ausreichend unterstützen konnten“, sagt Elke Penteker, Sozialberaterin des Studentenwerks. „Ich bin ein Mal im Monat in Pfarrkirchen. Das hat nicht gereicht.“

Das Virtuelle Sprechzimmer bringt Vorteile für die anderen Standorte mit sich. „Es ist leichter, mit uns ins Gespräch zu treten und regelmäßig miteinander zu sprechen. Auch wenn man im Ausland ist und etwas braucht, ist es ab jetzt kein Problem mehr“, sagt Penteker.

Die Sozialberater des Studentenwerks stehen ab sofort einmal pro Woche für ein digitales Beratungsgespräch zur Verfügung. Die Möglichkeit, das Gespräch persönlich vor Ort zu führen, besteht weiterhin. Dazu können Studierende wie bisher die Büros an den Universitäten und Hochschulen in Regensburg, Passau, Landshut und Deggendorf aufsuchen.

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Im Kugelschreiber bloggen Studenten auch im neuen Semester über den Uni-Wahnsinn.

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