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Informatikstudenten sind zufrieden

Das neue CHE-Ranking zeigt, wie Studenten ihre Fächer bewerten. Die Uni Regensburg punktet in Mathe, nicht aber in Pharmazie.
Von Louisa Knobloch, MZ

Der Fachbereich Informatik der OTH Regensburg hat im neuen CHE-Hochschulranking sehr gute Bewertungen erhalten und sich im Vergleich zu 2012 deutlich verbessert.
Der Fachbereich Informatik der OTH Regensburg hat im neuen CHE-Hochschulranking sehr gute Bewertungen erhalten und sich im Vergleich zu 2012 deutlich verbessert. Foto: OTH Regensburg/www.florianhammerich.com

Regensburg.Informatik-Studenten an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg sind mit ihrer Studiensituation sehr zufrieden: Sie fühlen sich durch die Lehrenden gut betreut, schätzen den Praxisbezug, die Unterstützung beim Auslandsstudium und loben die IT-Infrastruktur. In diesen und weiteren Kategorien erreicht der Fachbereich Informatik der OTH im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) jeweils die Spitzengruppe. „Das ist ein außergewöhnlich gutes Ergebnis, zumal sich die Informatik im Vergleich zum vorherigen Ranking aus dem Jahr 2012 noch einmal deutlich verbessern konnte“, sagt OTH-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier.

Gute Betreuung im Mathestudium

Am Dienstag hat das CHE sein neues Hochschulranking veröffentlicht. Es umfasst insgesamt 300 Universitäten und Fachhochschulen und mehr als 30 Fächer, von denen jedes Jahr ein Drittel neu bewertet wird. In diesem Jahr sind das neben der Informatik auch Mathematik, Physik, Pharmazie, Politikwissenschaft, Medizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft, Geowissenschaften, Geografie sowie Sportwissenschaft. In das Ranking fließen sowohl Fakten wie Veröffentlichungen oder Forschungsgelder als auch Urteile von Studierenden und Professoren ein. Je nach Bewertung werden die Hochschulen der Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe zugeordnet.

Der Studiengang Angewandte Informatik an der OTH Amberg-Weiden erhält ebenfalls gute Bewertungen: Bei den Kriterien Bezug zur Berufspraxis und Abschlüsse in angemessener Zeit – bewertet wird hier der Anteil der Studierenden, die ihr Studium in der Regelstudienzeit plus ein Semester absolviert haben – wird jeweils die Spitzengruppe erreicht.

Im Fach Mathematik schaffen die Studierenden an der Universität Regensburg ihren Abschluss ebenfalls in der vorgegebenen Zeit. Als sehr gut werden zudem die Studierbarkeit, die Betreuung durch die Lehrenden und der Wissenschaftsbezug bewertet – hier erreicht der Fachbereich jeweils die Spitzengruppe. Bei den wissenschaftlichen Veröffentlichungen und den Forschungsgeldern reicht es aber jeweils nur für die Schlussgruppe.

Eher unzufrieden sind die Pharmazie-Studenten an der Uni Regensburg: Wie bereits 2009 und 2012 bewerten sie die Studiensituation negativ, auch Lehrangebot und Räume landen in der Schlussgruppe. Plätze im Mittelfeld gibt es dagegen etwa für die Betreuung durch die Lehrenden und die Bibliotheksausstattung.

Das CHE-Hochschulranking

  • Das Ranking

    Das CHE-Ranking richtet sich an Studieninteressierte. Es soll ihnen bei der Wahl der Hochschule helfen. Veröffentlicht werden die Daten unter www.zeit.de/hochschulranking und im Studienführer der „Zeit“.

  • Kritik

    Kritik am CHE-Ranking gibt es auch: Der Deutsche Hochschulverband erklärte, es sei lediglich eine erste Orientierung und Interessenten sollten sich bei den Hochschulen im Internet und vor Ort selbst genau informieren.

Im bundesweiten Vergleich können sich die Regensburger Medizinstudenten sehen lassen: Sowohl bei der Ärztlichen Vorprüfung als auch beim zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung liegen sie mit ihren Durchschnittsergebnissen in der Spitzengruppe. Ihre Studiensituation und die Betreuung durch die Lehrenden bewerten die Medizinstudenten allerdings nicht so gut – hier reicht es nur für die Schlussgruppe. Im Mittelfeld landen die Forschungskategorien wie Veröffentlichungen, Forschungsgelder und Promotionen pro Professor. Gute Noten für die Forschung gibt es im Fach Zahnmedizin an der Uni Regensburg: Bei den Veröffentlichungen und Promotionen pro Professor sowie bei den Zitationen pro Publikation wird jeweils die Spitzengruppe erreicht.

Erstmals ist die OTH Regensburg auch mit dem dualen Bachelorstudiengang Pflege im Ranking vertreten, der bei in der Kategorie Bezug zur Berufspraxis gleich in der Spitzengruppe landet. Bei der Bewertung der Studieneingangsphase liegt die OTH Regensburg im Mittelfeld, die TH Deggendorf mit ihrem Studiengang Pflegepädagogik schafft es in die Spitzengruppe.

Politikwissenschaft im Mittelfeld

Im Fach Politikwissenschaft sind die Studierenden an der Uni Regensburg zwar insgesamt recht zufrieden – Studiensituation, Betreuung durch Lehrende und Lehrangebot erreichen alle Werte im Mittelfeld. Räume, IT-Infrastruktur und Bibliotheksausstattung werden dagegen schlechter bewertet, hier reicht es nur für die Schlussgruppe. Zufriedener sind die Studenten der Katholischen Universität (KU) Eichstätt – Betreuung, Studierbarkeit und Lehrangebot gehören zur Spitzengruppe.

Geowissenschaften werden in Bayern etwa an der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) angeboten. Mit der Studiensituation und dem Bezug zur Berufspraxis sind die Studenten hier sehr zufrieden – in beiden Kategorien liegt die FAU in der Spitzengruppe. Auch im Fach Geografie gibt es hier gute Noten für den Bezug zur Berufspraxis. Die Studiensituation insgesamt wird aber schlechter bewertet, hier liegt die FAU in der Schlussgruppe. Anders an der KU Eichstätt: Studiensituation, Räume, Dozenten und Lehrangebot bekommen von den Geografie-Studenten hier Bestnoten. Auch bei den Forschungsgeldern pro Wissenschaftler liegt die KU Eichstätt im Fach Geografie in der Spitzengruppe.

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