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Nationalsozialismus

„Neue Dimension der Erinnerungsarbeit“

KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und Universität Regensburg kooperieren zukünftig enger. Das vereinbarten sie am Donnerstag .

„Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und die Universität Regensburg betreten einen neuen Weg, der auch eine Antwort auf die Frage nach der ‚Zukunft der Erinnerung‘ sagte Dr. Jörg Skriebeleit (Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, rechts) am Donnerstag. Gemeinsam mit Karl Freller (Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, links), Bernd Sibler (Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, 2. von links) und Prof. Dr. Udo Hebel (Präsident der Universität Regensburg) unterzeichnete er eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit von Universität Regensburg und KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Foto: Jan Kleine, Universität Regensburg
„Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und die Universität Regensburg betreten einen neuen Weg, der auch eine Antwort auf die Frage nach der ‚Zukunft der Erinnerung‘ sagte Dr. Jörg Skriebeleit (Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, rechts) am Donnerstag. Gemeinsam mit Karl Freller (Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, links), Bernd Sibler (Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, 2. von links) und Prof. Dr. Udo Hebel (Präsident der Universität Regensburg) unterzeichnete er eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit von Universität Regensburg und KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Foto: Jan Kleine, Universität Regensburg

Flossenbürg. „Die Universität Regensburg und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg werden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Das eröffnet eine neue Dimension der Erinnerungsarbeit auf einer umfassenden wissenschaftlichen Grundlage“, betonte Kultusminister und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Bernd Sibler, laut einer Pressemitteilung in Flossenbürg. Dort unterzeichnete er gemeinsam mit dem Präsidenten der Universität Regensburg, Prof. Dr. Udo Hebel, dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, und dem Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit von Universität Regensburg und KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Wie es in der gemeinsamen Mitteilung von Universität, Gedenkstätte, Stiftung Bayerischer Gedenkstätten und Bayerischem Staatsministerium für Unterricht und Kultus heißt, soll diese in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Bildung intensiviert werden. Neben gemeinsamen Forschungs-, Archiv- und Digitalisierungsprojekten soll die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg unter anderem verstärkt in Studienangebote der Universität Regensburg eingebunden werden, zum Beispiel als Veranstaltungsort wissenschaftlicher Seminare, Tagungen und Lehrerfortbildungen. Zudem ist geplant, Akademiestrukturen zu etablieren und Programme für internationale Gaststudierende und Gastwissenschaftler zu entwickeln. Auch nationale und internationale Fellowship-Programme sollen realisiert werden.

Erinnerungsarbeit in der „Zeit nach den Zeitzeugen“

Der Präsident der Universität Regensburg Prof Dr. Udo Hebel hob hervor: „Die Zusammenarbeit zwischen Universität und Gedenkstätte in Forschungs- und Lehrprojekten ist einzigartig in Deutschland. Ihre Weiterentwicklung und Intensivierung ist Ausdruck unserer erinnerungsbewussten und zukunftsorientierten Verantwortung in der Region, in der wissenschaftlichen Kooperation und in transnationalen Begegnungen über alle Grenzen hinweg.“ Für den Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, hat die Kooperation richtungsweisenden Charakter: „Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und die Universität Regensburg betreten einen neuen Weg, der auch eine Antwort auf die Frage nach der ‚Zukunft der Erinnerung‘ gibt: Sie besteht in interdisziplinärem und internationalem wissenschaftlichen Austausch und fachlicher Zusammenarbeit.“

Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, betonte: „Mit der Kooperationsvereinbarung gehen die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und die Universität Regensburg eine strategische Partnerschaft ein. Diese Partnerschaft eröffnet Perspektiven, die weit über Flossenbürg und Regensburg hinausstrahlen und von epochaler Bedeutung für die Erinnerungsarbeit für die Zeit nach den Zeitzeugen sein wird.“

Die Kooperationsvereinbarung baut auf bereits bestehenden Kontakten zwischen der Universität Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg auf. „Ich freue mich darüber, dass beide Kooperationspartner ihre ganz eigenen Kompetenzen noch stärker einbringen. Dadurch ergeben sich wertvolle Synergieeffekte, die weit über die Universität und die KZ-Gedenkstätte hinaus wirken können“, so Minister Sibler.

Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg bewahrt die Erinnerung an die rund 84 000 Männer und 16 000 Frauen aus über 30 Ländern, die zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg und seinen Außenlagern inhaftiert waren. Vielfältige Bildungsangebote, wie Ausstellungen, Rundgänge oder Seminare ermöglichen am historischen Ort eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Konzentrationslagers und der nationalsozialistischen Vergangenheit.

Wie es gelingen kann, Jugendliche für das Thema Holocaust zu interessieren, erzählt Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der Gesenkstätte Flossenbürg, in diesem Interview.

Über die aktuelle Auseinandersetzung um die Aufarbeitung der Regensburger NS-Geschichte lesen Sie hier.

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